Montag, 12. März 2012

DAS HOTEL - Jack Kilborn



Inhalt

Eine Gruppe von Leuten treffen sich während des berühmten und ersehnten Ironwoman in West Virginia. Florenz mit Tochter Letti, Kelly, der körperlich behinderten Deb, Reporter Mal… Sie alle wollen in das gleiche Hotel, doch das ist vollkommen überbucht, und so müssen sie wohl oder übel in ein Ersatzhotel umziehen, wenn sie bei diesem Highlight der Leistungssportler dabei sein wollen. Aber „Rushmore“ ist gar nicht so leicht zu finden und auf einer Karte ist es auch nicht eingezeichnet. Hätten sie doch besser auf dieses Zeichen gehört und wären nach Hause gefahren.

Als sie müde und genervt das Hotel erreichen, merken sie schon, dass etwas nicht stimmt. Ihre letzte Möglichkeit, alles hinter sich zu lassen und nach Hause zu gehen. Stattdessen rennen sie geradewegs in ihr Verderben. Das Hotel stinkt nach Tod und Verfall und als die Gäste ihre Zimmer beziehen, haben sie das Gefühl, als wäre jemand dort. Jemand, der dort nicht hingehört. Jemand – oder etwas – Böses. Und der Albtraum beginnt…

Meine Meinung

Das Hotel lässt keine Grausamkeit aus. Blut fließt in Strömen, Körperteile fliegen durch die Gegend, und der Tod ist einfach überall. Es ist ein wahnsinniges Gemetzel, das grotesk wäre, wäre es nicht so unheimlich und eklig. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann, denn man kann nicht ruhig schlafen, bis man weiß, wie es ausgeht. Wer überlebt, wer nicht? Wer ist der Killer – oder was? Und verlässt überhaupt jemand dieses Hotel lebend?

Die kurzen Sätze unterstützen die rasante Geschichte, alles passiert Schlag auf Schlag und dem Leser bleibt keine Chance, einmal durchzuatmen. Ein Page-Turner, bei dem man hin und her gerissen ist zwischen „Ich muss wissen, wie es ausgeht“ und „Ich will nicht wissen, was jetzt passiert“. Kopfkino für Horror-Fans.

Ich persönlich mag lieber den unterschwelligen Horror, der dadurch eine Gänsehaut verursacht, dass sehr lange einfach nichts passiert. Dieser zerreißende Nervenkitzel beim Warten darauf, dass etwas passiert. Splattergeschichten lese ich zwischendurch zwar auch gerne, ich liebe auch Stephen King, aber der Horror des Wartens auf etwas Grausiges beschert mir einfach mehr Nervenkitzel als Grausamkeit en masse. Dennoch, das Hotel ist ein erstklasse Horror-Roman und definitiv nichts für schwache Nerven – und schon gar nicht für einen schwachen Magen.

Warten bis zum Abend, am besten bei Gewitter. Seht zu, dass ihr allein seid. Fangt an zu lesen. Und ich verspreche euch, ihr lest bis zum Morgengrauen, denn ihr werdet es nicht wagen, einzuschlafen. Splatter vom Feinsten. 

3,5 von 5 Punkten

Cover: ½ Punkt, Idee ½ Punkt, Plot 1 Punkt, Sprache 1 Punkt, Figuren ½ Punkt

~*~ Heyne ~*~ 384 Seiten ~*~ ISBN: 978-3453528833 ~*~ Taschenbuch ~*~ 8,99€ ~*~

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