Samstag, 3. März 2012

DORNENSAVANNE - Sara Forster



Inhalt

1966 in Südwest-Afrika. Mariam kehrt nach einem vierjährigen Studium in ihre Heimat Namibia zurück. Auf dem Weg zur Farm ihrer Eltern wird sie auf dem Pad von dem jungen Mugambo angehalten. Es hat ein Grubenunglück gegeben. Ohne zu zögern fährt Mariama hin, um zu helfen. Dort trifft sie auf den attraktiven Deutschen Robert Wolf. Zuerst ist sie zu ihm hingezogen, doch als sie erfährt, dass er für Bodmin arbeitet, ein korruptes geologisches Unternehmen, ist sie wütend. Umso schlimmer, dass er ihre Eltern, die Fechners kennt, und als Mugambos Vater stirbt und Mariama ihn bei sich aufnimmt, scheint der Junge nur Robert zu akzeptieren. Zu allem Überfluss, ist Robert ihr Nachbar, das bedeutet, sie wird ihn ab jetzt öfter sehen. Ihre Eltern versuchen, die beiden zu verkuppeln, und tatsächlich scheint es zu klappen. Als die beiden ein verwaistes Leopardenbaby finden und retten, erkennt Mariama Roberts sanfte Seite und akzeptiert, dass nicht alle Mitarbeiter von Bodmin Monster sind. Sie kommen sich immer näher und verloben sich schließlich. Robert kündigt bei Bodmin, nachdem er herausgefunden hat, was in der Firma wirklich läuft. Doch so einfach ist das nicht, denn niemand kündigt einfach so bei Bodmin. Zum Glück hat er etwas in der Hinterhand, damit es ihm nicht ergeht, wie seinem Kollegen: Durch einen „Unfall“ ist seine ganze Familie umgekommen.

Doch nach 16 Jahren häufen sich mysteriöse Todesfälle und Anschläge auf die Fechner-Farm und Robert bleibt keine Wahl: er muss seine Frau und seine Söhne Marc und Kai in Sicherheit bringen. Er schickt sie nach Deutschland und verspricht, sie bald wieder zu sich zu holen. Er selbst kann nicht mit, denn gegen ihn laufen Ermittlungen aus einer Sache, die er zu vergessen versucht hat. Nach all der Zeit, holen ihn die Fehler der Vergangenheit wieder ein.

Aus Monaten werden Jahre und 20 Jahre später verschwindet Robert plötzlich spurlos. Kai fliegt nach Nambia, um ihn zu suchen, und dann verschwindet auch er. Marc bleibt keine Wahl Obwohl er seinen Vater hasst für das, was er ihm und seiner Familie vor 20 Jahren angetan hat, fliegt er nach Namibia. Er kann seinen kleinen Bruder schließlich nicht einfach allein lassen. Dort trifft er auch Privatdetektivin Ivory – und die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Können Sie die Verschwörung aufdecken und die Männer rechtzeitig befreien? Kann es ein Happy Ending für die Fechner-Familie geben? Oder holt die Vergangenheit sie schneller ein, als ihnen lieb ist? Mit tödlichem Ausgang?

Meine Meinung

Dornensavanne ist ein Love-and-Landscape-Roman über die Familiensaga der Fechners. Mal plätschert die Geschichte vor sich hin, mal ist sie spannend, aber die Mischung aus Love, Landscape und Thriller durch die Bodmin-Elemente machen sie interessant und lesenswert. Obwohl ich kein Fan von diesem Genre bin, konnte das Buch mich fesseln.
Die Figuren sind schön ausgearbeitet  und mir gefällt es, dass sich Roberts und Mariams Geschichte in Gestalt von Marc und Ivory wiederholt. Vielleicht haben die beiden ein besseres Ende verdient.
Sprachlich lässt es sich gut lesen, die Emotionen werden meistens sehr gut deutlich. Schade sind die großen Zeitsprünge in unpassenden Szenen, ich hätte sie jeweils etwas später angesetzt. Ich hätte die Hochzeit gerne gelesen und genauso die ersten Tage in Deutschland.
Etwas unrealistisch ist, dass die Figuren in einer der größten Gefahrensituation, als 20 bewaffnete Männer auf sie schießen, über ihre Verfehlungen sinnieren und träumen, wie es wäre, wenn sie sich damals anders entschieden hätten. Aber das unterscheidet einen Love-and-Landscape dann wohl von einem richtigen Thriller.

Fazit
Von einer wunderschönen Landschaft Namibias über Gefühle jeder Art und leichter Erotik bis hin zu Krimi-/Thriller-Elementen und Action ist alles dabei. Durchaus lesenswert.

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