Samstag, 21. April 2012

SKINDANCER, MAGISCHES TATTOO - Anthony Francis



Inhalt

Dakota Frost, Tattoo-Trägerin und –Stecherin aus Leidenschaft, auffällig durch ihren auffälligen Irokesenschnitt, stolpert Hals über Kopf in ein Abenteuer, auf das sie sich nie einlassen wollte. Sie ist eine Skindancerin, das heißt sie hat die Lizenz, magische Tattoos zu stechen. Ihr nächster Kunde, ein Werwolf, verlangt von ihr, ihm ein altes Nazimotiv zu stecken, dass seine wölfische Seite bändigen soll. Aber stimmt das auch?
Dakota bleibt keine Wahl, als ihre Exfreundin Savannah um Hilfe zu bitten. Die ist mittlerweile Vampirqueen in ihrem Viertel und fühlt sich sichtlich wohl in ihrem neuen Leben: obwohl gerade das der Grund war, aus dem Dakota sich von ihr getrennt hat.
Geleichzeitig erschüttert eine Serie grausiger Morde die Stadt. Irgendjemand jagt Menschen mit magischen Tattoos, ein Dutzend Opfer gibt es bereits, und die Polizei tappt im Dunkeln. Sie wissen nur, dass Dakota die nächste sein könnte und versuchen, sie zu beschützen. Schließlich könnte sie ihnen helfen, die Tattoodiebe zu fassen, die den Menschen die bemalte Haut vom Körper schneiden. Was wollen sie damit? Wozu brauchen sie die magischen Tattoos? Wer sind sie? Und ist Dakota vielleicht in größerer Gefahr als sie angenommen hat?
Und vor allem: sind die Tattoos etwa zu mehr fähig, als sie angenommen hat?

Meine Meinung

Skindancer - Magisches Tattoo ist mir zunächst durch sein düster-schönes Cover aufgefallen, ein schwarz glänzendes Drachentatto mit blutroten Augen auf schwarzem Grund, darin der Titel in silberweiß. Der Autorenname recht dezent im unteren Drittel. Es wirkt edel und passt gleichzeitig perfekt zur Geschichte, was man nicht von jedem Cover sagen kann.
Die Protagonistin Dakota ist erfrischend anders. Sie ist groß, schrill und fällt durch ihren außergewöhnlichen Kleidungsstil und ihren bunten Irokesenschnitt auf. Sie ist taff, klug und weiß, ihre spitze Zunge einzusetzen. Sie gibt sich stark und überlegen, doch diese Fassade bröckelt innerlich stark, als sie auf ihre Exfreundin Savannah trifft. Es war sehr angenehm zu lesen, dass sie mal nicht das schüchterne Mädchen ist, dass zufällig in das Geschehen stolpert, sondern eine außergewöhnliche Frau, die durch ihre Beruf und Ruf von Anfang an mittendrin steckt. Die anderen Figuren bleiben leider ein wenig blass.
Der Schreibstil ist locker und passt sich Dakotas Charakter und Ausdrucksweise an, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Er gibt der Geschichte eine leichte sarkastische Note, die für Humor und Schmunzeln sorgt. Das Tempo ist durch den lockeren Schreibstil angenehm flott. Manchmal stockt die Geschichte ein wenig, lässt sich aber alles in allem gut durchlesen und überzeugt durch Dakotas gewissen Charme und die Spannung des Plots.
Skindancer überzeugt durch eine erfrischende Protagonistin, einen humorvollen Ton gemischt mit einer gehörigen Prise Spannung und der interessanten Idee der magischen Tattoos, die in einer Nebengeschichte in einen Kriminalfall gesteckt wurde. Das Buch hat wirklich alles, was man sich wünschen kann: Magie, Liebe, Kummer, Verbrechen, Ermittlungen, Verschwörungen, Lügen, Verräter.

4 von 5 Punkten
Cover 1 Punkt, Figuren ½ Punkt, Idee 1 Punkt, Plot ½ Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Knaur. ~*~ 410 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-426-50976-0 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~

1 Kommentar:

  1. Ich grübel gerade....das mit dem Magischen Tattoo stechen hab ich schon mal gelesen, aber ich komm einfach nicht auf den Buchtitel....aber kling ziehmlich interessant, genau mein Fall :-)

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