Freitag, 12. Oktober 2012

ASCHETRÄUME - Maurizio Temporin

Quelle IVI Verlag


Inhalt

Thara fürchtet sich. Nicht vor dem Monster unter dem Bett oder dem Schwarzen Mann. Nicht vor der Zukunft oder ihren Nachbarn. Sie fürchtet sich vor sich selbst. Vor ihren tiefvioletten Augen, die so lila sind wie die Iris-Blumen, die sie so liebt, durchsetzt mit gelben Punkten. Wann immer es geht, verbirgt sie diese Augen hinter einen Sonnenbrille. So schafft sie es auch, ihr zweites Problem zu verbergen: Narkolepsie. Tagsüber ist sie so müde, dass sie regelmäßig einschläft, nachts ist sie rastlos. Nur bei Dämmerung fühlt sie sich etwas wacher, doch eine Thermoskanne voll Kaffee geht sie nirgendwo hin.
 Als sie eines Tages im Karten eines seltsamen Mannes Charles von dessen Iris-Beet magisch angezogen wird, geschieht etwas Merkwürdiges. Sie fällt in Ohnmacht und wacht an einem seltsamen Ort wieder auf. Eine schwarze Wüste voller Asche. Cinatorium nennt sie es. Dort trifft sie nicht nur auf die zombiegleichen, seelenlosen Grauen, sondern auch auf einen faszinierenden Jungen mit Regenbogenaugen: Nate. Doch bevor sie etwas sagen kann, wird sie zurück in die Wirklichkeit gerissen.
Nach und nach findet sie heraus, dass sie mit Hilfe der Iris in die Aschewüste reisen kann und was es sich mit diesem düsteren Ort und dem violetten Feuer, das dort immer auftaucht, zu tun hat. Dass sie Nate vielleicht von dort befreien kann. Und dass dies alles mit ihr, ihren violetten Augen und ihrem Vater zu tun hat, von dem sie dachte, er sei kurz nach ihrer Geburt gestorben.

Meine Meinung

Ascheträume erzählt die Geschichte aus der Sicht von Thara, die auf der Suche nach sich selbst und ihrer Vergangenheit ist und dabei eine Welt entdeckt, die sie nie für möglich gehalten hätte. Als ich erfahren habe, dass es schon wieder eine Vampirgeschichte ist, war ich erst etwas enttäuscht, aber zum Glück war sie anders als andere Vampirgeschichten. Wie Vampire entstehen ist eine interessante Idee und sie spielen auch keine allzu große Rolle. Zumindest gibt es keine Mädchen-Vampir-Lovestory, wofür ich schon einmal sehr dankbar war.
Das Setting der Aschewüste gefällt mir, auch die ägyptischen Zeichnungen sind schön und tragen zum Verständnis bei, aber alles habe ich noch nicht verstanden. Oder die Erklärungen waren mir zu simple. Vielleicht wird die Aschewüste im zweiten Band „Totenträume“ etwas näher erläutert, ich hätte es mir aber schon für diesen Band gewünscht.
Der Schreibstil ist angenehm und liest sich schnell und flüssig. Zwischendurch hat eine Wortneuschöpfung für unfreiwillige Lacher gesorgt: das, was Thara ist. Ich will jetzt nicht zu viel verraten, deshalb nenne ich den Begriff nicht, aber ich bin froh, dass keiner von den Bösen so genannt wird, denn dann hätte ich gelacht.

4 von 5 Punkten
Cover ½ Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren ½ Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ IVI ~*~ 464 Seiten ~*~ ISBN:978-3492702447  ~*~ Taschenbuch ~*~  14,99€  ~*~

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