Samstag, 19. Mai 2012

MORTAL KISS - Alice Moss



Inhalt

Als Lucas und Mercy Morrow zeitgleich mit der Bikertruppe Black Dogs nach Winter Mill kommen, spüren die beiden Freundinnen Liz und Faye, dass es Ärger geben wird. Zunächst gibt es nur Streit um den niedlichen Lucas, der dazu noch toll singen kann. Doch dann geschehen immer mehr unheimliche und unerklärliche Dinge und zu allem Überfluss tut Faye genau das, wovor alle anderen sie warnen: sie trifft sich mit Finn Cowley, dem Sohn des Anführers der Black Dogs.

Zwischen Finn und Lucas herrschen vom ersten Tag an Spannungen und schnell wird klar: das ist mehr als nur Rivalität unter Jugendlichen, die blöderweise in das gleiche Mädchen verliebt sind. Doch wem kann Faye trauen? Finn, der scheinbar zusammen mit einem Rudel Wölfen und einer Bikerbande im Wald lebt? Oder Lucas mit seiner gruseligen Mutter Mercy?

Und was ist nur mit all den Menschen los? Wie Zombies geistern sie durch die eingeschneite Stadt, in der die Temperatur täglich zu fallen scheint. Nur Faye, ihre Tante Pam, Liz, Lucas, Schüler Jimmy, Mercy und die Bikerbande scheinen von Zauber verschont zu bleiben, der die Stadt heimsucht. Was sollen sie nur tun? Wer ist auf wessen Seite, wer ist vertrauenswürdig und wer spielt ein falsches Spiel? Am Ende könnte eine falsche Entscheidung ihnen allen das Leben kosten…

Meine Meinung

Mortal Kiss wird aus der Sicht von Faye, Liz, Finn, Lucas und teilweise auch einigen anderen erzählt, was leider dazu führt, dass die Figuren sehr, sehr blass sind. Faye und Liz sind nicht zu unterscheiden, ebenso wenig Lucas und Finn. Die Figuren haben keine Persönlichkeit, keinen Charakter, nichts, das einen Wiedererkennungseffekt hätte. Auch ihre Gefühle und Handlungen sind nicht nachvollziehbar. Es ist, als würde man die Geschichte von sehr weit entfernt betrachten und dabei nur mit einem Auge hinsehen. Das führt auch dazu, dass ich den Figuren nicht glaube. Ich glaube ihnen ihre Gefühle nicht ab, die plötzliche Liebesgeschichte am Ende ist an den Haaren herbeigezogen, ich spüre die Angst der Figuren nicht oder sonst irgendein Gefühl von ihnen und für sie. Sie sind einfach blass und unglaubwürdig.

Der Plot selbst hat eine sehr lange Anlaufzeit, bis zum Ende weiß man nicht, wo die Geschichte eigentlich hinführen soll und am Ende überschlagen sich die Ereignisse so sehr, dass ein paar wichtige Fakten vergessen wurden. Hauptsächlich solche, die das Warum beantworten. Warum die beiden? Warum das Ritual? Inwiefern kann es Mercy aufhalten? Der ganze Plot ist sprunghaft und das Finale ist genauso unglaubwürdig wie die Figuren. Und da ich keine Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte, war es auch genauso langweilig wie der Rest.

Die Sprache ist einfach, fast schon kindlich, und schafft es nicht, die Geschichte zu retten. Im Gegenteil unterstützt sie die Blässe der Figuren eher nicht und rundet somit ein recht negatives Gesamtbild ab. Für mich leider eine absolute Enttäuschung, die Fortsetzung kommt für mich definitiv nicht in Frage.

1,5 von 5 Punkten
Cover ½ Punkt, Figuren 0 Punkte, Sprache 0 Punkte, Idee ½ Punkt, Plot ½ Punkt
~*~ INK ~*~ 347 Seiten ~*~ ISBN: 978-3863960186 ~*~ Gebunden mit Schutzumschlag ~*~ 17,99€ ~*~

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