Dienstag, 26. Juni 2012

SCHATTENFLÜGEL - Kathrin Lange



Inhalt

Zwei Jahre ist es her, dass DAS BÖSE passiert ist. Zwei Jahre, seit Kims ältere Schwester Nina verschwunden ist. Zwei Jahre, seit man ihre Leiche gefunden hat, auf ihrem toten Gesicht eine grün schillernde Libelle. Noch immer wird Kim von Albträumen gequält und kann die Vergangenheit nicht ruhen lassen. Die Polizei hat den Täter nie geschnappt und Kim fürchtet, er könnte zurückkommen, um auch sie zu holen.
Erst als sie dem etwas älteren Lukas begegnet beginnt sie, ihren Mitmenschen wieder etwas mehr zu vertrauen. Kim weiß, dass Nina kurz vor ihrem Tod eine Beziehung einem Jungen hatte, den niemand kannte. Wer war er? War er womöglich Ninas Mörder?
Der Albtraum scheint sich zu wiederholen, als Kims Freundin verschwindet – sie wird ebenfalls mit einer grünen Libelle gefunden. War es vielleicht Lukas? Lukas, der zwei Jahre lang verschwunden war und nun plötzlich an die Schule zurückkehrte. Kim will das nicht glauben. Ob sie dem Mörder ihrer Schwester damit in die Arme rennt?

Meine Meinung

Schattenflügelist ein Psychothriller für jüngeres Publikum. Leser und Leserinnen ab 12 werden mit dieser Geschichte viel Spaß haben, sie ist unblutig, aber spannend. Als geübter Thrillerleser weiß man recht schnell, wer der Täter ist, jüngere Leser werden jedoch mit Kim mit fiebern, hoffen und bangen, dass es nicht Lukas ist, zweifeln, sich fürchten, lieben, hassen.

Die Figuren bleiben mir etwas zu blass, ich bekomm von keinem ein richtiges Bild. Kim zeichnet sich durch ihre Phobie aus, aber selbst der geheimnisvolle Lukas nimmt keine richtige Gestalt an. Sprachlich liest es sich schnell und einfach, bis auf das „BÖSE“ war es aber nicht zu kindlich, sodass auch ich es noch angenehm fand. Einzige Kritik: wenn man schon mit Großbuchstaben arbeitet, sollte dies auch einheitlich geschehen. (Hier gab es „DAS BÖSE“, „das BÖSE“ und „das Böse“.)

Der Plot selbst ist spannend, es gibt mehrere Verdächtige und jeder könnte es sein. Ich wusste recht schnell, wer es sein würde (hab wohl schon zu viele Krimis gesehen), fand aber die Begründung am Ende, warum er es getan hat, unlogisch. Die war genauso unbefriedigend wie der Täter, der erst fünf Minuten vor Schluss auftaucht, und man gar keine Chance hat zu raten. Vor allem so eine Krankheit (wenn ihr es lest, wisst ihr was ich meine) kann man nicht verstecken. Dass das niemand gemerkt hat, ist einfach unlogisch und deutet darauf hin, dass der Autor nicht wusste, wie er die Geschichte auflösen sollte. Besonders ausgefallen, sodass man die Auflösung damit rechtfertigen könnte, waren Täter und sein Motiv auch nicht. Alles schon mal gehabt. Ein schlechtes Ende kann eine gute Geschichte kaputtmachen: hier ist dies der Fall.
Fazit: Das Beste an dem Buch war für mich das Cover. Der Plot ist spannend, die Figuren aber sind zu blass und das Ende ist unbefriedigend.

3,5 von 5 Punkten
Cover 1 Punkt, Idee ½ Punkt, Plot ½ Punkt, Figuren ½ Punkt, Sprache 1 Punkt
~*~ Arena ~*~ 264 Seiten ~*~ ISBN: 978-3401067940 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen