Montag, 20. August 2012

GRISCHA ~ GOLDENE FLAMMEN - Leigh Bardugo



Inhalt

Alina ist eine Kartografin des Zaren und unterwegs zu ihrem ersten schwierigen Auftrag. Zusammen mit Maljen, einem Fährtenleser und ihrem besten Freund aus Kindertagen, und einigen anderen muss sie die Schattenflur überqueren, um zu den Häfen Rovoks zu gelangen. Auf Skiffs, Sandschiffen mit Segeln, durchqueren sie die Schattenflur, einem finsteren Streifen, geschaffen vom Schwarzen Ketzer, um das Land zu teilen. Dort wimmelt es vor Volkras, abscheulichen Kreaturen, die jeden töten, den sie in ihre Klauen bekommen.

Alles kommt noch viel schlimmer, als Alina befürchtet hat, und bei dem Angriff der Volkras wird Maljen schwer verletzt. Etwas in ihr befreit sich, die Welt wird in Sonnenlicht geflutet – und sie wird ohnmächtig. Als sie wieder erwacht steht sie dem Dunklen gegenüber, dem mächtigsten Grischa des Landes. Er ist überzeugt, dass sie ebenfalls eine Grischa ist und überzeugt sie von seinem Plan: die Schattenflur zu zerstören und Rovok wieder zu vereinen.

Da sie keine andere Wahl hat, folgt sie dem Dunklen in den Palast des Zaren, wo sie zur Grischa ausgebildet werden soll. Alina glaubt noch immer nicht an ihre Gabe, denn ohne fremde Hilfe kann sie das Licht nicht erscheinen lassen. Ob der Dunkle sich irrt? Was hat er mit ihr vor? Warum flirtet er, der jede Frau haben kann, ausgerechnet mit einer grauen Maus wie ihr? Und ist er wirklich, wer er vorgibt zu sein?

Meine Meinung

Grischa – Goldene Flamme ist eine unglaubliche Geschichte, die mich in ihren Bann gezogen und nicht mehr los gelassen hat. Anfangs war ich skeptisch, die vielen russisch klingenden Namen und Bezeichnungen waren mir fremd, ich habe nur die Hälfte verstanden und die Namen konnte ich auch nicht auseinander halten. Doch nach nicht einmal 50 Seiten war ich tief in die Geschichte eingetaucht und wollte gar nicht mehr aufhören – habe ich auch nicht.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht bei den Figuren. Sie wirken so real! Es gibt nicht das typische Klischee von Held oder Antiheld, vom Bösen oder Guten. Die Figuren sind so vielseitig und geheimnisvoll, das man glaubt sie zu kennen und dann doch alles ganz anders kommt. Niemand ist wirklich so, wie er anfangs vorgibt zu sein, alles kann sich plötzlich ändern.

Und so verhält es sich auch mit dem Plot. Es gab nur eine Kleinigkeit am Ende, die ich vorher geahnt hatte und die deshalb keine Überraschung mehr war, aber die meiste Zeit über war ich an die Seiten geklebt, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Die Welt der Grischa ist fremdartig, aufregend und trotzdem findet man sich schnell zurecht. Nach der letzten Seite schreit man nach mehr. Ob es eine Fortsetzung gibt? Ich weiß es nicht, möglich wäre es, die Geschichte funktioniert aber auch ohne einen zweiten Band.

Fazit: wundervoll geschrieben, magisch und aufregend, mal etwas ganz anderes.

5 von 5 Punkten
Cover 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Sprache 1 Punkt, Plot 1 Punkt

~*~ CARLSEN ~*~ 352 Seiten ~*~ ISBN: 978-3551582850 ~*~ Gebunden mit Schutzumschlag ~*~ 17,90€ ~*~

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