Dienstag, 7. August 2012

MIND GAMES - Friederike Schmöe



Pass auf, wem du vertraust...



Inhalt

Als Kris von seiner Klassenfahrt zurückkommt, merkt er gleich, dass etwas nicht stimmt. Seine Schwester Aki, die immer aufgedreht und lebensfroh ist, wirkt plötzlich apathisch. Sie schläft tagsüber, ist abwesend und schlecht gelaunt. Kris ahnt, dass da etwas faul ist. Da steckt mehr hinter, als Aki zugeben will. An Burn-Out oder Depression will er bei seiner sonst so fröhlichen Schwester nicht glauben. Was ist während seiner Klassenfahrt passiert?

Als Aki plötzlich von ihrem Hausboot entführt wird, bekommt er es mit der Angst zu tun. Wo ist seine Schwester da nur hineingeraten? Wer hätte einen Grund, ihr etwas anzutun? Die Polizei kann ihm nicht helfen und nimmt die ganze Sache nicht ernst. Kris beschließt, auf eigene Faust nach ihr zu Suchen. Zum Glück kann er dabei auf Jon und Val zählen, die ihn zwar gerne ärgern, aber für ihn da sind, wenn es darauf ankommt.

Gemeinsam stoßen sie auf ein Pharmaunternehmen und auf eine Frau namens Ellen, die dort arbeitet. Was hatte Aki mit ihr und dem Unternehmen zu tun? Auf welche krummen Dinger hat sie sich eingelassen? Schneller als ihm bewusst ist, stecken Kris und seine Freunde mittendrin…  

Meine Meinung

Mind Games ist ein zeitgenössischer Thriller für Jugendliche, der eine Geschichte über dubiose Pharmaunternehmen, psychische Krankheiten und die Gefahr von Drogen aller Art erzählt. Der Roman startet sehr langsam und etwas zäh, nimmt aber im Verlauf immer mehr fahrt auf und verwandelt sich gegen Ende in eine Aktiongeschichte. Leider wird einiges an Spannung geraubt, da der Klappentext bereits verrät, in welche Schwierigkeiten Aki geraten ist und was die drei Freunde entdecken.

Die Figuren sind mir etwas zu blass und zu einseitig. Val ist die Clevere, Jon ist der Egoist und Protagonist Kris ist der Zweifler. Gerade ein solcher Thriller verlangt nach Figuren mit viel Tiefe, nach psychischen Abgründen, nach dunklen Geheimnissen. Das wäre durchaus noch ausbaufähig gewesen und hätte der Geschichte etwas mehr Biss verliehen.

Der Plot ist wird zum Ende hin spannender, wirkt aber leider eher wie eine Warnung vor Drogen und deren Missbrauch, als wie eine Geschichte, die unterhalten soll. An sich finde ich solche Geschichten wunderbar und bin begeistert, wie man Unterhaltung mit Aufklärung verweben kann. In diesem Fall ist mir aber etwas zu wenig Wert auf die Unterhaltung gelegt wurden.

Fazit: Modern, aufklärend, interessant, aber nicht so gut, wie er hätte sein können.  

3,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Sprache ½ Punkt, Figuren ½ Punkt, Idee 1 Punkt, Plot ½ Punkt 

~*~ KOSMOS ~*~ 253 Seiten ~*~ ISBN: 978-3440126370 ~*~ Broschiert ~*~ 12,95€ ~*~

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