Montag, 17. September 2012

RAVEN, RABENTOD - George Dawes Green

Quelle Blanvalet



Inhalt

318 Million Dollar im Lotto. Das klingt wie dem Glückstag ihres Lebens, denkt die Familie Boatright. Ein besonderer Tag wird es in der Tat, doch er entwickelt sich eher zum Albtraum als zum Freudentag. Denn mit dem vielen Geld erwartet sie nicht nur die Verlockung eines neuen Lebens, sondern auch ein Gaunerpärchen, das sich an ihre Fersen heftet. Nichts leichter als das, denken sich Romeo und Shaw, als sie die Familie infiltrieren und den perfekten Plan haben, an das Geld zu haben. Denken sie zumindest.

Shaw schleust sich in das Haus der Boatrights ein, während sich der grimmige und ewig finster dreinschauende Romeo darum kümmert, dass niemand aus der Reihe tanzt. Keine Polizei, keine Hilfe, sonst wird der Überfall ganz schnell zu Raubmord.

Doch der Plan ist nicht so einfach, wie es sich die beiden Gauner gedacht haben und schnell bricht Chaos aus. Panik, Todesangst und Gier, starke Gefühle, die zu einer explosiven Mischung werden. Wer wird diesen Überfall überleben – und wer nicht?

Meine Meinung

Raven – Rabentod ist ein Buch, das mich sehr zwiegespalten zurückgelassen hat. Einerseits gefällt mir die Vielzahl an Charakteren und die Perspektivensprünge, die alles etwas abwechslungsreicher gestalten. Das macht eine Geschichte zwar schnell unübersichtlich, kann durch richtiges Einsetzen von Cliff-Hangern aber auch eine hohe Spannung erzeugen.

Mir hat an der Geschichte das gewisse Etwas gefehlt. Es ist eine solide Gauner-Geschichte, aber irgendwie nichts Neues. Man kennt die Hintergründe, man kennt den Plot, die Figuren. Man erkennt Potenzial, aber man hätte mehr daraus machen können. Alles ist nur so halb da und nichts überzeugt richtig. Die Figuren könnten etwas komplexer sein und der Plot etwas spannender.

Der Sprachstil passt zur Geschichte, die kurzen Sätze lassen immer eine gewisse Dynamik entstehen. Allerdings finde ich die Satzzeichensetzung etwas fragwürdig, bei vielen Fragesätzen wurde das dringend benötigte Fragezeichen weggelassen, wodurch die Dialoge etwas verlieren. Fragen ohne Fragezeichen sind immer etwas irritierend und stören den gedanklichen Ablauf des Dialogs, weil ich dann immer überleg: wie hat er das denn jetzt gesagt? Wie hat er es gemeint?

Raven – Rabentod kann sich für mich bei Filmen wie „Oceans Eleven“ einreihen, die mich auch nicht hundertprozentig überzeugt haben. Das Potenzial ist da, aber etwas fehlt.

3 von 5 Punkten
Cover 1 Punkt, Idee ½ Punkt, Plot ½ Punkt, Figuren ½ Punkt, Sprache ½ Punkt

~*~ Blanvalet ~*~ 352 Seiten ~*~ ISBN: 978-3442374281 ~*~ Taschenbuch ~*~ 8,99€ ~*~

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen