Donnerstag, 29. November 2012

FROSTBITE - David Wellington


Quelle Piper

Inhalt

Stell dir vor, du gehörst zu einer Familie von Jägern. Es gibt niemanden, der einen anderen Berufsausübt, du bist mit der Flinte und dem Blut groß geworden. Euer Spezialgebiet sind Werwölfe. Schonungslos, gnadenlos, wir jedes einzelne dieser Monster gejagt. Stell dir vor, du wachst eines Morgens auf uns bist selbst ein Werwolf…

Cheyenne ist so jemand. Ihr Vater wird bei der Jagd getötet und als sie den Werwolf jagt, um ihn zu erlegen, wird sie gebissen. Starsinnig verharrt sie die Nacht über auf einem Baum, obwohl sie weiß, was passieren wird.

Am nächsten Morgen lauert unter ihr keine Bestie mehr, sondern ein Mann. Einer, der ihr erklärt, was mit ihr passieren wird, dass sie nichts dagegen tun kann und dass sie Hilfe brauchen wird, um damit zurecht zu kommen. Alles in ihr sträubt sich dagegen, lieber würde sie sterben. Doch dann verwandelt sie sich das erste Mal und muss erkennen, dass alles ganz anders ist, als ihre Familie immer geglaubt hat…

Meine Meinung

Frostbite erzählt die Geschichte, die von einer Jägerin zur Gejagten wird, von einem Menschen, der sich in das verwandelt, was er sein Leben lang zutiefst gefürchtet und verabscheut hat – und einsehen muss, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Cheyenne – kurz Chey – ist eine starke Frau, die lernen muss, mit ihrer neuen Situation umzugehen. Ihr Vater wurde ermordet, doch die Wesen, die sie normalerweise jagt und tötet, die ihm das angetan haben, sind nun ihre Artgenossen. Kann sie weiterhin jagen, jetzt, wo sie selbst eine Werwölfin ist und weiß, wie falsch sie die Jahre über immer lag? Als sie ihrer alten, ihrer menschlichen Familie in die Hände fällt, kennt sie die Antwort – sie muss frei sein.

Ein schöner Werwolfroman, in dem nicht nur der Mann ein übernatürliches Wesen ist, sondern auch die Frau eine Verwandlung durchmacht. Nur zusammen können sie den Gefahren trotzen und all dies überstehen. Aber weiß Chey das auch?

Mich hat Frostbite positiv überrascht. Es gibt viele Werwolf-Romane, aber dieser war irgendwie anders. Besonders. Die Identitätskrise, das Aufräumen mit Klischees, das Familiendrama, die Gefühle… Es ist alles sehr stimmig und kann nichts andere sagen als: Es hat mir gefallen.

Obwohl die Geschichte spannend und auch blutig ist, finde ich die Bezeichnung „Thriller“ nicht ganz treffend. Wo Werwölfe oder ähnliches drin vorkommen, sollte zumindest ein „Mystery“ vor dem „Thriller“ stehen, oder einfach nur Roman. Natürlich weist die Geschichte viele Thriller Elemente auf, ich finde die Bezeichnung bei fantastischen Büchern aber immer etwas verwirrend. Wenn man das Buch umdreht jedoch, steht hinten unten ganz kleingeschrieben „Piper Fantasy“. Das ist schon treffender.



4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Figuren ½ Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Sprache ½ Punkt

~*~ Piper ~*~ 379 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-492-26700-7 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ September 2012 ~*~

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