Donnerstag, 31. Januar 2013

TÜRKISGRÜNER WINTER - Carina Bartsch

Quelle Weltbild.de


Inhalt

Viele Tage sind vergangen, seit Elyas und Emily sich geküsst haben - zu viele. Emily weiß nicht, was los ist. Erst stalkt Elyas sie, lässt sich keine Minute in Frieden und jetzt - nach dem kleinen Wangenkuss - herrscht Funkstilöe. Wenn sie zu Alex geht, verkriecht er sich in seinem Zimmer, er mailt nicht, simst nicht, ruft nicht an. Was ist passiert? Und warum meldet sich auch Luca nicht mehr?

Bei einer Halloween Party, auf der Elyas Emily weiterhin ignoriert, beschließt sie, sich Mut anzutrinken - und wacht am nächsten Morgen mit dem schlimmsten Kater ihres Lebens in einem fremden Bett auf. Elyas Bett. Ihre ersten Erinnerung sind grauenvoll und sie würde am liebsten auf der Stelle im Boden verschwinden. Doch dann, zu ihrer Verwunderung, werden die Erinnerungen an die vergangene Nacht schön. Was, zum Teufel, ist passiert?

Emily tut etwas, was sie nie für möglich gehalten hätte. Sie lässt sich auf Elyas ein, akzeptiert seine Einladungen, genießt die gemeindae Zeit mit ihm. Hat sie ihn womöglich falsch eingeschätzt? Steckt doch mehr hinter seinen Annäherungsversuchen? Sie ist kurz davor, sich ihren Gefühlen hinzugeben, als sie von dem Verrat erfährt. Es ist wie ein Schlag ins Gesicht und mit einem Mal wird ihr alles klar: sie wurde verarscht. Nie wieder wird sie ein Wort mit Elyas Schwarz wechseln. Nie wieder...?

Meine Meinug

In Türkisgrüner Winter geht die ergreifende Geschichte um Emily und Elyas weiter. Kaum glauben die beiden, wieder zueinander gefunden zu haben, zerstört ein Geheimnis alles, was sie sich nach all den Jahren mühsam wieder aufgebaut haben. Emily glaubt nicht, ihm jemals wieder vertrauen zu können, doch am allerschlimmsten ist ihr Selbsthass. Sie gibt sich selbst die Schuld, hätte es besser wissen müssen. Ihre Gefühle wirken unglaublich authentisch und echt. Das ist wirklich eine Geschichte, die man nicht nur liest, sondern auch fühlt. Wahrscheinlich deshalb, weil alles so authentisch wirkt. Zumindest mir kam es so echt vor und ich hatte so oft ein dèjá-vu.
Was macht mifühlen und mitfiebern leichter als der Gedanke "Ja, das kenn ich, so ging es mir auch schon mal"?

Ich kannte den ersten Band Kirschroter Sommer nicht und tat mich anfangs etwas schwer. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich verstanden habe, dass Alex Emilys beste Freundin ist und nicht etwa ein weiterer Verehrer. In der zweiten Hälfte tauchen viele Figuren auf, die nicht weiter eingeführt werde. Das hat es manchmal etwas verwirrend gemacht. Doch man versteht schnell, worum es geht und die wichtigsten Ereignisse werden an den richtigen Stellen noch einmal wiederholt.

Obwohl es etwas gedauert hat, bis ich verstanden habe, welche Figut welche Rolle spielt, wirken die meisten ziemlich echt. Nicht nur Emily, auch all die anderen. Elyas, seine Schwester Alex, deren Mutter Alena, Emilys Vater... Sie wirken so normal, so wie es eben sein soll. Und die meisten sind mir auch sympathisch - nur Elyas nicht. Das ist natürlich sehr subjektiv und hängt vielleicht auch mit meinen eigenen Erfahrungen zusammen, aber ich kann nicht verstehen, wie Emily auf die Masche hereinfallen konnte. Er wirkt so ... falsch. Er lügt und betrügt, um zu bekommen, was er will und wenn die aggressive Tour nicht wirkt, drückt er eben auf die Tränendrüse und versucht Mitleid zu erregen... Mir ist er einfach wahnsinnig unsympathisch. Das kann auch daran liegen, dass ich bei ihm immer das Covergesicht vor Augen hatte, das wirkt auf mich auch so hinterhältig und selbstgefällig.

Fazit: eine tolle Protagonistin und eine rührende Liebesgeschichte, nur der männliche Protagonist entspricht nicht meinem Geschmack. Doch obwohl ich die Geschichte gut fand, kann ich den Hype nicht verstehen, denn überragend ist sie nicht.

3 von 5 Punkten

Cover 0 Punkte, Idee 1/2 Punkt, Plot 1 Punkt, Sprache 1/2 Punkt, Figuren 1 Punkt

~*~ rororo ~*~ 464 Seiten ~*~ ISBN: 978-3499227912 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ 25. Januar 2012 ~*~

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