Mittwoch, 6. März 2013

WEN KÜSS ICH UND WENN JA, WIE VIELE? - Mara Andeck

Quelle Weltbild.de


Inhalt

Lilia hat es satt. Nicht einmal an ihrem sechzehnten Geburtstag wollen ihre Freunde mit ihr Feiern und ein hübscher Junge ist ebenfalls nicht in Sicht. Dabei will sie endlich etwas ändern und zwar die oberpeinliche Tatsache, dass sie noch immer ungeküsst ist. Mit 16! Für Lilia eine absolute Katastrophe, also beschließt sie, das Glück selbst in die Hand zu nehmen und den richtigen Jungen mit Tipps und Tricks aus dem Tierreich zu finden. Was Fröschne, Vögeln und anderem Getier gelingt muss doch auch für sie zu schaffen sein!

Meine Meinung

Mädchenbücher, die als Tagebuch oder Blogeintrag geformt sind, werden immer beliebter, doch sicherlich ist keines von ihnen wie Wen küss und wenn ja, wie viele?. Zwischen diesen bunten, mit Kussmündern bedeckten Buchdeckeln verbirgt sich eine aberwitzige und humorvolle Geschichte eines Mädchens, das es satt hat, ungeküsst zu sein und ein Experiment wagt: was in der Tierwelt klappt muss einfach auch auf Menschen übertragbar sein!

Mit den Augen einer heranwachsenden Biologin untersucht sie die männlichen Geschöpfe in ihrer Umgebung. Wo ginge das besser, als in der Schule? Dort laufen schließlich haufenweise merkwürdige Gestalten herum und unter diesen muss es doch ein gelungenes männliches Exemplar geben. Der Junge, auf den ihre Wahl schließlich fällt, ist Jakob. Jakob ist der typische Mädchenschwarm, auf den nicht nur Lilia ein Auge hat, doch ausgerechnet sie küsst er. Das ist genau das, was sie wollte, oder? Lilia ist sich unsicher, schließlich ist da noch Tom. Tom, ihr bester Freund, ist mir deutlich sympathischer als Schwarm Jakob. Tom ist der typische männliche besten Freund, der mit Lilia groß geworden ist und bei dem aus Freundschaft plötzlich mehr geworden ist. Zumindest für ihn. Er wird dem Leser schnell sympathisch und man hofft eher mit ihm, dass er Lilia bekommt, als dass man mit Lilia hofft, dass sie ihren Traummann in Jakob findet.

Die Tagebuchform, in der die Geschichte geschrieben ist, ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und als ich gesehen habe, dass Lilia über jeden Eintrag, egal wie kurz er ist, die Uhrzeit schreibt, musste ich etwas stutzen. Wer macht denn so etwas? Entweder ist Lilia ziemlich besessen davon, alles auf die Sekunde genau zu datieren, oder es soll eine Richtlinie für den Leser sein, wann am Tag Lilia ihre Ereignisse festgehalten hat.

Was ich bei diesen Geschichten immer etwas schwierig finde, ist die große Distanz zum Geschehen. Alles, was Lilia erzählt, ist schon längst geschehen und sie versucht es aus ihrer Erinnerung aufzuschreiben. Typische Tagebuchdialoge wie Er sagte, ich sagte, er sagte, ich sagte, gehören natürlich dazu. Man muss es mögen, obwohl es das ganze natürlich authentisch macht. Auch die starke Umgangssprache vermittelt das Gefühl, ein Tagebuch zu lesen. Mir gefällt die Sprache nicht, aber hier gehört sie einfach dazu, deshalb gibt es trotzdem einen Punkt.

Fazit: Für jüngere Mädchen eine süße Liebesgeschichte in Tagebuchform, bei der es sicherlich viel zu lachen gibt. Wer jedoch den Wortschatz seines Kindes schulen möchte, sollte solche Bücher nur ab und zu an seine Kinder weitergeben und ansonsten lieber zu "richtigen" Geschichten greifen.

4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Sprache 1 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Idee 1 Punkt, Figuren 1/2 Punkt

~*~ Boje ~*~ 240 Seiten ~*~ ISBN: 9783414823502 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 12,99€ ~*~ 11. Januar 2013 ~*~

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