Dienstag, 16. April 2013

DER WEG DER GEFALLENEN STERNE - Caragh O'Brien



Was würdest du opfern, damit dein Volk leben kann?

Inhalt

Gaia, Leon und viele ehemalige Bewohner Sylums machen sich auf den gefährlichen Weg zurück zur Enklave. Obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet und wie sie aufgenommen werden, sind sie voller Hoffnung. Leon ist überzeugt, dass sein Vater der Protector ihn und Gaia anhören muss. Schließlich brauchen sie nichts weiter als Wasser und die Erlaubnis, New Sylum aufzubauen.

Auf ihrem Weg treffen sie auf Jack, Gaias Bruder, den sie kaum kennt. Bei ihm ist ein verwildertes Mädchen. Doch in der Enklave angekommen, beginnen die Probleme. Gaia, die zusammen mit ihren treusten Scouts Will und Peter vor den Protector treten will, wird verhaftet und in den Kerker geworfen. Ihre ehemalige beste Freundin Emeily will nichts mehr mit ihr zu tun haben. Und der Protector würde sie am liebsten für ihren Hochverrat hinrichten lassen.

Stirbt der Traum von New Sylum, bevor er richtig gelebt werden konnte? Hat Gaia ihr Volk in den Tod geführt? Oder gibt es doch noch Hoffnung? Was ist, wenn sie auf die unmenschlichen Forderungen des Protectors eingeht? Ist sie für dieses Opfer bereit?

Meine Meinung

Nachdem mich Die Stadt der verschwundenen Kinder kaum überzeugen konnte, hat mich die Fortsetzung Das Kand der verlorenen Träume positiv überrascht. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an den Abschluss der Trilogie, Der Weg der gefallenen Sterne. Um das Fazit vorweg zu nehmen: die Erwartungen wurden zum größten Teil erfüllt.

Gaia zeigt im dritten Band, dass sie von einer schüchternen Hebamme, die Angst vor der Regierung hatte, zu einer starken Anführerin geworden ist. Dennoch steckt in ihr noch immer ein Mädchen, das geliebt und beschützt werden will, dass sich zu viele Sorgen macht und das panische Angst vor dem Gefängnis hat. Etwas blasser als im zweiten Band sind die männlichen Figuren. Will, Peter und Leon wirken recht farblos und auch der Kampf um Gaia hat einiges an Gewicht verloren.

Der Plot ist, obwohl es sich eigentlich nur um die Beschaffung des Wassers und die Unabhängigkeit Sylums tret, spannend. Ich habe etwas länger gebraucht, um mich packen zu lassen, die ersten Seiten waren ein zäher Sprung ins kalte Wasser. Der Plot setzt einige Zeit nach Das Land der verlorenen Träume ein und ich hätte gerne erfahren, was dazwischen passiert ist. Die Figuren müssen dort eine ziemliche Verwandlung durchgemacht haben, die der Leser zwar spürt, aber nicht unbedingt nachvollziehen kann.

Der Weg der gefallenen Sterne ist ein blutiges, grausames und emotionales Finale einer erschreckenden Dystopie. Wer die Vorgängerbände kennt, sollte den letzten auf jeden Fall lesen.

4 von 5 Punkten

Cover 1/2 Punkt, Idee 1 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1 Punkt, Plot 1/2 Punkt

~*~ Heyne ~*~ 352 Seiten ~*~ ISBN: 978-3453267435 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 16,99€ ~*~ 1. April 2013

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