Mittwoch, 5. Juni 2013

IM KREIS DER DÄMMERUNG ~ Ralf Isau

Quelle cbj


Inhalt

Am 1. Januar 1990 wird in Tokyo ein ganz besonderer Junge geboren. Ein Jahrhundertkind. Das einzige Kind, das die Kraft hat, den berüchtigten Kreis der Dämmerung aufzuhalten. Nur er, David Camden, kann verhindern, dass der Kreis die Welt ins Chaos und in ihr Verderben stürzt. Nur er kann all die schrecklichen Ereignisse verhindern, die sich quer durch das 20. Jahrhundert ziehen. Nur er kann die 12 aufhalten, die das Menschengeschlecht bis auf einen auserlesenen Kreis auslöschen wollen, um den perfekten Menschen zu schaffen. Aber kann er, David, das auch wirklich? 

Meine Meinung

Allgemein

Das Jahrhundertkind ist der erste Band aus Ralf Isaus Fantasygeschichte um den Kreis der Dämmerung, die versucht, geschichtliche Epochen und historische Ereignisse durch viel Fantasie und Magie zu erklären. Danach folgten Der Wahrheitsfinder (Band 2), Der unsichtbare Freunde (Band 3) und schließlich Der weiße Wanderer (Band 4).

Nach langem Hin und Her wie ich meine Rezension schreiben soll, habe ich beschlossen, alle vier Bände in einem zu behandeln, um unnötige Dopplungen und Wiederholungen im Bewertungsteil und versehentliche Spoiler in der Inhaltsangabe zu vermeiden. 

Plot

Der Kreis der Dämmerung ist eine Zusammenkunft von Menschen, die versucht, den Weltuntergang herbeizuführen. Ihnen sind alle Mittel und alle Katastrophen recht. Selbst Diktatoren wie Hitler und der zweite Weltkrieg sind ein Ergebnis des Kreises der Dämmerung. Sie scheinen unaufhaltbar.
Bis eines Tages David Camden geboren wird - genauer gesagt am 1. Januar 1990. Er ist das Jahrhundertkind, der Auserwählte, der fähig ist, den Kreis der Dämmerung aufzuhalten. 
Die Geschichte bezieht sich immer wieder auf geschichtliche Ereignisse und versucht diese durch die magischen Taten des Kreises zu erklären. Eine Mischung aus Geschichtsbuch und Fantasy, wobei man sich natürlich nicht auf die historischen Fakten berufen sollte, da diese stark abgeändert wurde. Ob man  diesen Umgang mit Geschichte gut findet oder nicht ist Geschmackssache, ich habe es zwischendurch als grenzwertig empfunden. 
Auf vier so lange Bände gezogen zieht sich die Geschichte zwischendurch und es gibt sicherlich die eine oder andere Stelle an der man sagen würde "Braucht man nicht unbedingt", wirklich langweilig ist es aber nie geworden. Die vielen Figuren brauchen einfach Raum, um sich zu entwickeln und ein ganzes Jahrhundert braucht ebenfalls Platz, um besprochen zu werden.


Figuren


David ist vom Tage seiner Geburt an etwas besonderes. Bereits die Hebamme wusste, dass es sich bei ihm um ein Jahrhundertkind handeln würde: einen Jungen mit ganz besonderen Fähigkeiten. David fällt nicht nur durch seine schlohweißen Haare auf, sondern auch durch seine magischen Kräfte. Er kann nicht nur in die Zukunft sehen und diese so verhindern, sondern beispielsweise auch die Farbe von Dingen beeinflussen und verändern. 
Auch seine Freunde, die er im Laufe seines Lebens kennenlernt, sind interessante Figuren. Da wäre zum Beispiel Rebekka, die Frau, in die er sich hoffnungslos verliebt und die ihn auf seinen Abenteuern begleitet. Aber auch "reale" Personen wie J.R.R. Tolkin bekommen einen kurzen Auftritt. Alles in allem herrscht eine Fülle an buntgemischten Charakteren, die alle ihren mehr oder weniger großen Beitrag zur Geschichte leisten. 

Sprache

Ralf Isau kenne ich noch aus Kindertagen von Büchern wie Die unsichtbare Pyramide und als junges Mädchen habe ich seine Sprache als sehr anstrengend empfunden. Während sich mein Geschmack seitdem verändert hat, so bleibt dieser Eindruck jedoch bestehen. Ein Grund dafür könnte beispielsweise der starke Gebrauch an indirekter Rede sein, was jede Geschichte verlangsamt und eine gewisse Distanz schafft. Direkte Rede ist wesentlich dynamischer und näher und fehlt mir hier an vielen Stellen. Ralf Isau ist kein "Easy read", wie man im Englischen so schön sagt. Er liest sich nicht so flüssig wie andere Fantasyautoren und ist vor allem zu Beginn recht schwer zugänglich. Man muss sich in seine Sprache einlesen und sich daran gewöhnen. 

Fazit

Eine Fantasy-Reihe mit interessanten Ansätzen. Nicht mein Geschmack, für absolute High Fantasy-Fans aber durchaus empfehlenswert. 

4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Sprache 1/2 Punkt, Figuren 1/2 Punkt

~*~ cbj ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ Januar 2013 ~*~ 

Das Jahrhundertkind - ISBN: 978-3570401248
Der Wahrheitsfinder - ISBN: 978-3570401255
Der unsichtbare Freunde - ISBN:  978-3570401279
Der weiße Wanderer - ISBN: 978-3570401262

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