Dienstag, 2. Juli 2013

HOURGLASS ~ DIE VERSUCHUNG DER ZEIT - Myra McEntire

Quelle Goldmann


Inhalt


Emersons erstes Abenteuer bei Hourglass ist nicht spurlos an der Welt vorbeigegangen. Das Raum-Zeit-Kontinuum ist gestört und ausgerechnet Kaleb Ballert wurde auserwählt, das wieder rückgängig zu machen. Ansonsten, so hat ihm ein Zeitreisender namens Poe gedroht, wird es grauenvolle Konsequenzen haben. Vor allem für Kaleb und seine Freunde. Doch die Aufgabe scheint unlösbar, denn sie sollen niemand anderen finden als den gewieften Jack Landers...

Meine Meinung

Allgemein

Nachdem mir Hourglass - die Stunde der Zeitreisenden so gut gefallen hat, musste ich einfach wissen, wie es in Hourglass - Die Versuchung der Zeit weiter geht. 

Figuren

Ich muss gestehen, dass ich anfangs meine Startschwierigkeiten mit der Geschichte hatte. Nicht, weil sie langweilig ist oder ich zu viel von Band 1 vergessen hatte. Sondern weil hier nicht Emerson, sondern  Kaleb der Ich-Erzähler ist. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, mich daran zu gewöhnen. Ich dachte immer wieder, dass weiterhin Emerson die Geschichte erzählt. Klar, Kalebs Hintern-Betatschen ganz am Anfang lässt sich nur schwer mit dem Verhalten einer jungen Frau verwechseln, aber wenn er gerade nicht von Partys, Alkohol und Emerson erzählt hat, habe ich mich immer wieder dabei ertappt zu denken, ein Mädchen erzählt die Geschichte. Irgendwann hat sich das jedoch gelegt und ich habe mich daran gewöhnt, dass Kaleb erzählt. Der übrigens eine herrliche sarkastische Art hat. Sein Umgang mit Frauen lässt ihn manchmal unsympathisch wirken, aber alles in allem mochte ich ihn. 

Meine Lieblingsfigur in der Geschichte ist aber ganz klar Emersons beste Freundin Lily. Ein Mädchen, das sich weder den Mund verbieten noch in Schubladen stopfen lässt. Sie braucht keinen Gentleman, der ihr die Tür aufhält und noch viel weniger hält sie Männern, die Helden spielen wollen. Sie sagt frei heraus, was sie denkt und kämpft für das, was ihr wichtig ist. Gegen Ende hin bekommt ihre harte Schale einen Knacks und wir sehen immer öfter die weichere, emotionalere Lily, was auch sehr schön ist. Die Streitgespräche zwischen ihr und Kaleb haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. 

Auch Emerson und Michael spielen wieder eine Rolle. Während ich bei Emerson wieder sofort ein Bild vor Augen hatte, blieb Michael noch blasser als im ersten Band. Ihm hätte ein bisschen mehr Farbe durchaus gut getan. 

Ebenfalls interessant sind natürlich die Antagonisten Lack Landers und der geheimnisvolle Poe. Über sie hätte ich gerne noch mehr erfahren und sie hätten ruhig eine größere Rolle spielen können. 

Plot


Die Hauptgeschichte dreht sich um Poes Aufgabe, Jack Landers zu finden und ihm auszuliefern, doch dabei geschieht noch viel mehr. Nachdem im ersten Band Emerson und Michael zueinander gefunden haben, bekommt Kaleb hier seine eigene Liebesgeschichte. Zudem erhält er neue Informationen über seinen Vater, dessen Vergangenheit und eine Organisation namens Chronos. Ab dem zweiten Drittel nimmt der Plot an Fahrt zu und wird spannend und verworren, voller Rätsel und Zeitreisephänomene - so, wie ich es aus dem ersten Band gewohnt bin. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dass Kaleb die Geschichte erzählt, mag man gar nicht mehr aufhören. Das schöne an der Romanze ist, dass sie nicht zu kitschig gehalten wurde und zu Kaleb passt. Auch Kalebs Humor fehlt hier nicht.

Sprache

Die Sprache ist wie schon im ersten Band locker und sehr angenehm zu lesen. Leicht und flüssig, aber nicht zu jugendlich. Für meinen Geschmack hätte sie noch etwas mehr auf Kaleb abgestimmt sein können, um ihn als Ich-Erzähler von Emerson abzugrenzen. Es war teilweise sehr ähnlich. 


Fazit

Eine gelungene Fortsetzung, die viel Lust auf Band 3 macht.


4 von 5 Punkten

Cover 1/2 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Goldmann ~*~ 352 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-442-47564-3 ~*~ Broschiert ~*~ 12,99€ ~*~ 17. Juni 2013 ~*~

1 Kommentar:

  1. Mir hat die Fortsetzung leider nicht so gut gefallen. Mir war es oft ZU verworren und irgendwann habe ich komplett den Faden verloren.

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