Montag, 30. September 2013

GHOSTMAN - Roger Hobbs

Quelle Goldmann





Jack Delton hat einen neuen Auftrag bekommen. Ein Kasinoüberfall lief anders als geplant und nun ist ein Mann tot, einer flüchtig und die Beute verschwunden. Jack soll aufräumen und das Geld wiederfinden. Dafür hat er nicht viel Zeit. 48 Stunden, um genau zu sein. Danach wird das Geld explodieren und einige Leute werden sehr wütend werden... 




Ghostman kam überraschend als Empfehlung von Goldmann zu mir. Ich war zuerst sehr skeptisch, was das Buch betrifft. Es hat mich vom Inhalt her ein wenig an Filme wie Oceans Eleven erinnert, die ich einfach furchtbar langweilig finde. ABER: Es hat sich gelohnt, dem Buch eine Chance zu geben. Ich wurde sehr positiv überrascht.



Jack Delton - oder wie auch immer er heißen mag - ist ein Ghostman. Er versteht sich darauf, unsichtbar zu sein, immer unter dem Radar zu fliegen und niemandem im Gedächtnis zu bleiben. Wenn jemand einen Auftrag versaut, ist er da, um aufzuräumen: schnell, sicher und heimlich. Die Fehler von anderen sind sein Geschäft. Er ist ehrgeizig, clever und zuverlässig. Er begleicht seine Schuld, wenn es sein muss. Und gerade seine zynische Art und sein trockener Humor haben die Geschichte für mich lesenswert gemacht. Jack Delton ist einfach ein toller Erzähler. 

Die Nebenfiguren sind genau so, wie sie sein müssen, um ordentlich Konfliktpotenzial zu schaffen. Ich will über keine zu viel erzählen, um keine Überraschungen vorwegzunehmen. Es gibt viele Bösewichte, einer skrupelloser als der andere. Da ist einmal Jacks Auftraggeber, der eine Schuld einfordert. Da sind diejenigen, die den Auftrag, ein Kasino auszurauben, versaut haben. Und da ist der Drachen. Alles zusammen ergibt eine höchst explosive und blutige Mischung. 



Die Geschichte beginnt mit zwei Profi-Gaunern, die den Auftrag bekommen haben, ein Kasino auszurauben. Sie kommen an die Beute, doch danach geht alles schief. Einer wird erschossen, der andere flieht und taucht unter. Das Geld verschwindet mit ihm. Danach geht es weiter mit Jack Delton, der den Auftrag bekommt, sowohl den noch Lebenden wie auch das Geld zu finden. Dazu hat er nicht einmal 48 Stunden Zeit, denn das Geld hängt an einem Timer. Wenn der hoch geht, ist alles vernichtet. 
Es beginnt eine rasante und gefährliche Jagd nach dem Geld und die Uhr tickt. Ich fand es sehr spannend und habe es in nicht einmal zwei Abenden gelesen. 



Die Sprache habe ich eben schon kurz in Verbindung mit Ich-Erzähler Jack Delton angesprochen. Sie ist manchmal recht trocken, manchmal zynisch. Sie wirkt emotionslos und kalt, aber nicht langweilig. Das beste Wort, das mir einfällt ist: professionell. Professionell im Sinne von Jack Delton. Es passt einfach sehr gut. Zudem fließen eine Menge Details und Informationen ein. Ich habe zwar keinen Schimmer, ob die Informationen über Kasinos etc wahr sind, interessant sind sie aber allemal. 



Ein rasanter Actionthriller mit einem zynischen Erzähler. Gerne mehr davon. 



4,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Goldmann ~*~ 384 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-442-31337-2 ~*~ Broschiert ~*~ 14,99€ ~*~ 22. Juli 2013 ~*~ 

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