Donnerstag, 5. September 2013

HIMMELSFERN - Jennifer Benkau


Quelle Script5
Es ist eine winzige Entscheidung, die Noas Leben für immer verändert. Steige ich in die Bahn ein oder nicht? Ignoriere ich die Stimme, die mich warnt, oder höre ich auf sie? Noa steigt ein - und betritt damit nicht nur eine Bahn, sondern gleichzeitig ein neues Leben. Ein Leben voller Leid und Liebe, Gefahr und Freude. Ein Leben, in dem es mehr als nur Menschen gibt. Doch immer wieder fragt sie sich: war's das wert?

Himmelsfern ist nach Dark Canopy und Dark Destiny mein drittes Buch von Jennifer Benkau. Es ist anders als die Dark-Bücher und kaum mit ihnen zu vergleichen, hat mich aber nicht minder begeistert.
Noa lebt bei ihrem Vater, der sich rührend um sie kümmert. Neben ihrer Großmutter, die trotz Schlaganfällen weiterkämpft und nicht den (Lebens-)Mut verliert, ist er ihr ein und alles. Ihre Mutter hat die Familie verlassen, kurz nachdem ihr Bruder im Babyalter plötzlich verstorben ist.
Noa ist so um die Sicherheit ihres Vaters besorgt, dass sie ihn anlügt. Weil einer ihrer Entführer es ihr gesagt und ihr gedroht hat, jeden umzubringen, dem sie die Wahrheit erzählt. Noa fügt sich und lebt lieber mit falschem Hausarrest als mit der Angst, jemand den sie liebt könnte umgebracht werden. Sie ist eine herzliche und mutige Figur. Sie versucht, stets das Richtige zu tun und ist bereit, viel für die Liebe aufzugeben.
Über die anderen Figuren kann ich nicht viel schreiben, ohne zu viel zu verraten. Die Geschichte lebt davon, dass weder Noa noch der Leser anfangs wissen, in wen sie sich verlieben wird, wer der Gue und wer der Böse ist. Ich kann nur so viel sagen: Zwei Männer sind Schuld daran, wie sehr sich Noas Leben mit dem Betreten der Bahn verändert hat. Einer liebt sie, der andere nicht. Einem ist egal, was mit ihr geschieht, einer will sie beschützen. Einer ist ein übernatürliches Wesen, der andere jagt ihn. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass der Fokus etwas ausgeglichener ist. Einer der beiden kommt während der Geschichte etwas zu kurz. Mehr verrate ich dazu nicht, um niemandem die Überraschung zu verderben.
Mit dem Plot ist es ähnlich schwierig. Ich darf nicht zu viel verraten, nicht einmal, um welche Wesen es sich handelt, um nicht zu viel zu verhüllen und die Spannung zu rauben. Was ich sagen kann, ist, dass die Geschichte zwar sehr wirr anfängt und etwas unzusammenhängend wird, dafür aber fesselnd und spannend ist und die losen Fäden fügen sich noch früh genug zusammen. Mich hat der Plot mitgerissen, weil nichts vorhersehbar war und es immer wieder neue Überraschungen gab. Sogar das Ende hat mir gefallen und ich wüsste nicht, wie man es besser machen könnte.
Sprachlich ist es einfach wieder top. Ich liebe Jennifer Benkaus Schreibstil, sie schafft es jedes Mal aufs Neue, mich zu packen. Ich hoffe, dass ich noch viele viele weitere Geschichten aus ihrer Feder lesen werde.
 
 
Eine mystische Geschichte voller Überraschungen und Geheimnisse. Ich bin begeistert.

 
5 von 5 Punkten
Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Sprache 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt
~*~ Script5 ~*~ 496 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-8390-0143-1 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 18,95€ ~*~ 16. September 2013 ~*~

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