Dienstag, 22. Oktober 2013

SEELENPRINZ ~ BLACK DAGGER 21 - J. R. Ward

Quelle Heyne


Seelenptinz ist meine erste homoerotische Fantasygeschichte. Genau genommen meine erste homoerotische Geschichte überhaupt. Ich muss gestehen, dass ich vorher etwas zögerlich war. Normalerweise meide ich solche Geschichten, es ist einfach nicht mein Geschmack. Da ich aber unbedingt wissen wollte, wie es mit den Figuren - nicht nur Blay und Qhuinn - weitergeht, musste ich da wohl durch. Und siehe da - so schlimm war es gar nicht. Schon, es war ein wenig seltsam und befremdlich, aber das sind die heteroerotischen Geschichten von J. R. Ward - zumindest teilweise - auch. Und jetzt bin ich froh, den Band trotz Vorbehalt gelesen zu haben. Nicht nur, weil so viele Nebengeschichten weitererzählt werden, sondern auch, weil Blays und Qhuinns Geschichte einfach so rührend und einfühlsam geschrieben wurde.
Es gar nicht so leicht, etwas zum Plot zu sagen, da in Black Dagger immer eine Menge Geschichten weitererzählt werden. Vielleicht nur kurz etwas zu den beiden Hauptfiguren, um die es sich dreht. Seelenprinz erzählt die Geschichte von Blay und Qhuinn, einem homosexuellen Paar, das große Schwierigkeiten hat, zueinander zu finden. Sie wollen sich ihre Liebe zueinander nicht eingestehen, obwohl sie unglücklich sind. Ob sie hier zueinander finden? Oder etwas in Band 22 - Sohn der Dunkelheit - wo die Geschichte weitererzählt wird? Oder vielleicht nie?
Wie oben schon erwähnt, hat mir die Liebesgeschichte zwischen den beiden gut gefallen, weil sie so emotional und einfühlsam erzählt wird. Manch einer - wie ich - braucht zwischendurch vielleicht mal ein Taschentuch.
Was mir auch gut gefällt ist, dass die Geschichte um den König und die Bruderschaft eine immer größere Rolle einnimmt und für Abwechslung sorgt.


Wie schon gesagt, sind Blay und Qhuinn die Hauptfiguren in dieser Geschichte - zumindest, wenn sie gerade an der Reihe sind. Es werden auch wieder einige andere Handlungsstränge weitergeführt. Blay und Qhuinn sind im Laufe des Bandes immer sympathischer geworden, obwohl sie sehr unterschiedlich sind. Qhuinn ist ein Hitzkopf und sehr impulsiv. Blay ist da das genaue Gegenteil verströmt die nötige Ruhe, damit eine Situation mit ihnen beiden nicht so explosiv wird.

Layla und Xhor spielen ebenfalls eine Rolle, ebenso wie Assail und Trez und viele andere. So viele, das ich gar nicht mehr weiß, wer genau. Obwohl das hier ein wenig unübersichtlich klingt, ist es gar nicht so schwer, solange man nur bei Band 1 anfängt. Wer mittendrin einsteigt, wird kaum alles verstehen können.
Nicht ganz so gut gelungen finde ich den sprachlichen Aspekt. Mal ein paar Kraftausdrücke stören mich nicht, aber hier ist mir die sehr direkte und teilweise recht derbe Sprache zum ersten Mal negativ aufgefallen. Der Stil war schon immer recht direkt, aber in diesem Band kommt es mir noch überspitzter vor. An manchen Stellen hat es einfach nicht gepasst und ich bin ohnehin eher ein Freund von "schöner" Sprache. Ein bisschen weniger derb hätte es auch getan und vielleicht sogar besser gepasst.
Steht seinen Vorgängern in nichts nach - spannend, emotional, fesselnd!
4 von 5 Punkten
Cover 1/2 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1/2 Punkt
~*~ Heyne ~*~ 464 Seiten ~*~ ISBN: 978-3453315181 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ Oktober 2013 ~*~
Nicht verpassen:
voraussichtlich im März 2014 geht es weiter!
Sohn der Dunkelheit - Black Dagger 22 von J. R. Ward bei Heyne
Quelle Heyne

Kommentare:

  1. Waaah. Das mit der Sprache habe ich auch kritisiert. Ich dachte schon, ich wäre die einzige :D
    Oder das ich zu prüde geworden bin :D

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    1. Du auch? :D Ich denk auch immer, ich bin da zu kritisch. Wie schön, dass es noch jemandem so geht :)

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