Mittwoch, 30. Oktober 2013

THE LEGION ~ DER KREIS DER FÜNF - Kami Garcia


Quelle cbt




Eigentlich wollte Kennedy gar nicht mitten in der Nacht auf den Friedhof. Doch da ihr Kater Elvis abgehauen ist, blieb ihr keine andere Wahl. Woher hätte sie auch wissen sollen, dass ein Rachegeist in ihre Katze fährt? Woher hätte sie wissen sollen, dass sie diesen Rachegeist mit nach Hause bringt? Dass er dort ihre Mutter umbringt und beinahe auch sie?

Kennedy weiß nicht, was aus mit ihr passiert wäre, wenn nicht Jared und Lukas im letzten Moment vorbeigekommen wären, um sie zu retten. Doch was sie ihr erzählen, klingt so abenteuerlich und unglaublich, dass sie am liebsten zurück nach Hause rennen würde – Rachegeist hin oder her.
Kann es sein, dass sie, Kennedy, das fünfte Mitglied der Legion ist? Sie soll eine Kämpferin sein? Das ist unmöglich, oder? Oder…?




The Legion – Der Kreis der Fünf ist eine neue spannende Geschichte aus der Feder von Kami Garcia, die nicht im Sixteen Moons – Universum spielt. The Legion ist ein großartiger Auftakt, der mich neugierig auf den zweiten Band zurückgelassen hat.




Als ich die ersten Kapitel von The Legion gelesen hatte, fühlte ich mich in die Welt von Supernatural katapultiert. Als Fan der Serie hat mich das natürlich wahnsinnig gefreut. Es gibt aber auch einige Parallelen, die diese gedankliche Verbindung hervorgerufen haben. Ausschlaggebend sind wohl Jared und Lukas. Zwei Brüder, die Geister und Dämonen jagen. Die dazu Steinsalz und Teufelsfallen benutzen. Die von ihrer Familie dazu ausgebildet und berufen wurden. Die sehr unterschiedliche Charakterzüge haben, die sehr unterschiedliche Meinungen von ihrem Vater haben. Ja, ich musste auf den ersten Seiten, als die beiden vorgestellt wurden, sofort an Sam und Dean denken und es war gar nicht so einfach, dieses Bild wieder loszuwerden und mir stattdessen Jared und Lukas vorzustellen. Ich glaube, es hat nur funktioniert, weil Jared und Lukas deutlich jünger sind. Aber wie bereits erwähnt, mich hat diese Ähnlichkeit zu Supernatural sehr gefreut.

Die Geschichte legt ein großes Tempo vor. Es vergeht nicht viel Zeit, bis der Rachegeist Kennedys Mom tötet und die beiden Brüder das Mädchen retten. Von da an wird es stetig gefährlicher. Kennedy wird in die Welt und die Regeln der Legion eingeführt und erfährt von einem Gerät, das in fünf Teile zerlegt wurde und das sie finden müssen, um den Dämon Andras ein für allemal zu vernichten. Es gibt eine abenteuerliche, gruselige und bedrohliche Schatzsuchen…



Die Legion besteht aus fünf sehr unterschiedlichen Charakteren, und keiner von ihnen ist auf den ersten Blick zu durchschauen. Da ist zum einen Ich-Erzählerin Kennedy, die unvorbereitet in das gefährliche Abenteuer katapultiert wird. Sie ist die einzige, die nicht von einem älteren Mitglied berufen wurde. Sie weiß als einzige nicht, was von ihr verlangt wird und was auf dem Spiel steht. Und obwohl sie sich sicher ist, dass sie die falsche ist, versteht sie, worum es geht – und ist bereit, sich dafür in gefährliche Situationen zu begeben.

Jared und Lukas sind die beiden Brüder, die Kennedy gerettet haben. Ich hatte zwischendurch Schwierigkeiten, sie zu unterschieden, dabei sind sie sich gar nicht so ähnlich. Zumindest innerlich. Äußerlich gleichen sie einander wie ein Ei dem anderen. Sie beide entwickeln Gefühle für Kennedy und versuchen, sie für sich zu gewinnen. Dabei ist Lukas deutlich gesprächiger und offener, während Jared oft in sich gekehrt scheint und eine schwere Last mit sich herumträgt. Während er versucht, seine Fehler zu vergessen, ist Lukas nachtragend und lässt keine Gelegenheit ungenutzt, ihn daran zu erinnern.

Alara ist das zweite Mädchen in der Legion. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und scheint die einzige zu sein, die Kennedy nicht von Anfang an blind vertraut. Zwischendurch wirkt es sogar so, als sei sie eifersüchtig auf Kennedy und die Art und Weise, wie sie Jared und Lukas den Kopf verdreht.

Priest ist das Technikgenie der Legion. Er ist ein Erfindergeist und kümmert sich um die Waffen und technologische Ausstattung. Ohne ihn wäre die Legion aufgeschmissen, denn sie sind auf seine Geräte und Erfindungen angewiesen. Er ist der jüngste der Truppe und wird von den Zwillingen auch so behandelt. Sie behandeln ihn wie jemanden, den man schützen muss und lassen ihn nicht mit auf die gefährlichen Einsätze kommen.




Nachdem mir Sixteen Moons weder inhaltlich noch sprachlich gefallen hat, war ich zunächst skeptisch, was The Legion – Der Kreis der Fünf betrifft. So sehr mich der Inhalt auch gereizt hat, so zögerlich war ich, was den sprachlichen Aspekt betrifft. Aber ich habe mal wieder eine Überraschung erlebt. Entweder sind meine Erinnerungen an Sixteen Moons total falsch oder die Autorin und eventuell auch die Übersetzungen hat eine gewaltige Entwicklung durchgemacht. Ich habe das Buch in einer Nacht verschlungen und hätte danach am liebsten noch weitergelesen. Kami Garcia schafft es, Kennedy’s Stimme perfekt einzufangen und wiederzugeben. Es macht einfach Spaß, diese Geschichte zu lesen.




Für mich die Überraschung des Monats. Eine abenteuerliche Geisterjägergeschichte, die nicht nur die Herzen von Fans von Supernatural höher schlagen lässt. Ich bin begeistert!



4,5 von 5 Punkten                       

Cover ½ Punkt, Plot 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Sprache 1 Punkt, Figuren 1 Punkt


~*~ cbt ~*~ 336 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-570-16270-5 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 16,99€ ~*~ 28. Oktober 2013 ~*~ 

Kommentare:

  1. Das klingt wirklich toll. Und ich bin auch ein großer Fan von Supernatural ;)

    Ich finde das Cover von dem Buch aber irgendwie....hässlich.

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    1. Ja, so ging's mir auch. An dem Cover hätte ich nie erkannt, was für eine tolle Geschichte im Inneren steckt.

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  2. Sehr schöne Rezi, das Buch ist definitiv etwas für mich. Ich liebe Supernatural, schon deshalb MUSS ich es haben :)

    Ich habe deinen Blog eben erst entdeckt und bin gleich Leserin geworden :)

    Liebe Grüße, Ally

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