Montag, 16. Dezember 2013

DORN - Thilo Corzilius



Quelle Piper



"Ein Abenteuer voller Intrigen, Verrat und großer Schlachten: Dorn ist eine Welt, aus der die alte Magie längst entschwunden ist. Und auch das Eherne Reich, welches den Kontinent eint, ist im Zerfall begriffen. Als Markgraf Deckard von Falkenberg ein geheimnisvolles Elbenmädchen unter seinen Schutz stellt, ahnt er nicht, dass dieses etwas bei sich trägt, das sowohl die Rettung als auch den Untergang des Reiches bedeuten könnte. Und dass ihr dunkler Verfolger vor nichts zurückschrecken wird ..."




Bisher habe ich mich noch nicht an die Bücher von Thilo Corzilius herangewagt, obwohl sie immer sehr interessant klangen. Als nun Dorn erschienen ist und ich das wunderbare Cover gesehen habe, musste ich einfach zugreifen. Das war die Gelegenheit, endlich ein Werk dieses Autors zu lesen. 




Dorn entführt uns in eine fantastische Welt voller mystischer Wesen und voller Abenteuer. Etwas überrascht war ich von der Rahmenhandlung, die mich spontan an den Aufbau des Hobbits erinnert hat. Zwar erzählt hier nicht ein Onkel seinem Neffen die eigene Lebensgeschichte, sondern ein Mann einem Jungen die Geschichte Grafen Falkenberg und der Elbin Lia und dem Abenteuer, das sie gemeinsam erlebt haben. Aber das Grundgerüst und die fantastische Welt, das Abenteuer und die Suche, all das ließ mich im ersten Moment an den Hobbit von J.R.R. Tolkin denken. Aber nur im ersten Moment. 

Das Land Dorn, was so viel bedeutet wie Traum, ist wunderbar beschrieben und schon nach wenigen Seiten hatte man das Gefühl, dort zu sein. Die Geschichte in der Geschichte ist toll erzählt und spannend. Auch das Ende hat mir gefallen. Die Botschaft ist klar und kommt beim Leser an: manchmal lohnt es sich zu warten. Hierbei wird das Präludium wieder aufgegriffen und alles bildet einen schön runden Abschluss. Der Kreis schließt sich. 



Mit dem Schreibstil hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten, weil der Satzbau leicht verdreht und recht ungewöhnlich war. Öfters bin ich über ein sehr spät hinten angestelltes "hier" gestolpert und musste den Satz noch einmal lesen (Zum Beispiel "Das Leben war beschaulich hier", Seite 9). Irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt und konnte den sonst sehr schönen Schreibstil genießen. 



Ein abenteuerlicher, spannender Fantasyroman. Thilo Corzilius hat mich überzeugt. 




4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ Piper ~*~ 410 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-492-26942-1 ~*~ Taschenbuch ~*~ 12,99€ ~*~ Dezember 2013 ~*~

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