Sonntag, 5. Januar 2014

TOD IN DER WALPURGISNACHT - Karin Wahlberg

Quelle btb


Zum Buch



"Veronika Lundborg und ihr Mann Claes Claesson trauen ihren Augen nicht, als beim alljährlichen Walpurgisnachtfeuer plötzlich die brennende Leiche eines Mannes zum Vorschein kommt. Während Claesson sich des Falls annimmt, beginnt auf Lundborgs Station die junge Ärztin Hilda den ersten Teil ihrer praktischen Ausbildung. Durch Zufall stößt die junge Frau auf die Krankenakte ihrer Mutter, die vor Jahren angeblich an einer Blutvergiftung gestorben ist. Doch als sich dann herausstellt, dass der Tote aus der Walpurgisnacht Hildas Mutter damals ins Krankenhaus gebracht hatte, kommt eine unglaubliche Geschichte ans Licht …"



Tod in der Walpurgisnacht - ist mein erster Kriminalroman der schwedischen Autorin Karin Wahlberg. Nachdem mein Großvater mir mehrfach von ihr vorgeschwärmt hat, wollte ich ihr neustes Werk lesen. 

In dieser Geschichte verwebt Karin Wahlberg einen Kriminalfall mit der sehr ausführlichen Beschreibung über die Herstellung von Glas. Wer Interesse daran hat, wird sich über die vielen informativen Abschnitte freuen, mich persönlich konnte das Thema nicht so richtig begeistern. Es gibt zwar schöne Kunstwerke aus Glas und es ist immer wieder faszinierend, wie sie entstehen, aber da ich den Prozess schon mehrfach durch Exkursionen in der Schulzeit oder in TV-Dokumentationen gesehen habe, war es nicht mehr so wahnsinnig spannend für mich. 

Der Plot ist in Ordnung, bei einem Schwedenkrimi habe ich aber mehr erwartet. Wie gesagt, nimmt die Glas-Thematik eine große Rolle ein. Es gibt aber auch viele Rückblenden, von denen ich in Krimis und Thrillern noch nie ein Fan war. Sie schaffen diese Distanz und reißen mich beim Lesen immer wieder ungewollt aus dem aktuellen Geschehen heraus. Sie sind zwar wichtig und informativ, aber nicht unbedingt spannungsfördernd. Womit ich nicht sagen möchte, dass Tod in der Walpurgisnacht langweilig ist, denn das ist er keineswegs. Er könnte eben einfach noch spannender sein.

Dass mich Tod in der Walpurgisnacht nicht so richtig überzeugen konnte, liegt vielleicht auch an der schwerfälligen Sprache. Es liest sich einfach nicht so rund und flüssig, wie es sein müsste. Ob das nun an der Übersetzung oder am Schreibstil der Autorin liegt, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht beides. 

Alles in allem ein solider Schwedenkrimi mit der einen oder anderen Schwäche. 






3 von 5 Punkten

Cover 1/2 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ btb ~*~ 608 Seiten ~*~ ~*~ ISBN: 978-3-442-74538-8 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99³ November 2013 ~*~ 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen