Montag, 24. Februar 2014

DAS UNERHÖRTE LEBEN DES ALEX WOODS - Gavin Extence

Quelle Limes


Zum Buch

Der Titel erscheint voraussichtlich am  3.März 2014
Vom Verlag genehmigte Vorab-Rezension



"Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.

Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.

Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …"



Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat ist eine ungewöhnliche Geschichte, von der ich noch immer nicht so recht weiß, wie ich sie einschätzen soll. Ich weiß nicht mal, ob sie mir gefallen hat oder nicht, denn was ich normalerweise in Geschichten brauche (Spannung), ist hier nicht unbedingt gegeben und was ich eigentlich nicht leiden kann (unnötige Informationen und Details), gibt es hier zuhauf. Und trotzdem habe ich sie relativ schnell von Anfang bis Ende gelesen. Was also hat mich gefesselt?

Alex Woods erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive, was in diesem Fall die einzig richtige Wahl ist. Wäre sie im personalen Erzähler geschrieben gewesen, hätte ich das Buch nach spätestens 50 Seiten weggelegt. Es ist also zum Teil Alex Art, uns seine Geschichte zu erzählen, die mich dazu gebracht, weiterzulesen. Er erzählt relativ nüchtern, trotzdem meine ich ab und zu einen unterschwelligen Sarkasmus herauszulesen und eben dieser hat mir gefallen. Als wisse er selbst, wie unglaublich das alles sei und als würde er sich selbst nicht hundertprozentig ernst nehmen. 

Der Plot hat viele Längen und es eine Mengen stellen, die ich überflogen habe, weil die Fakten, die Alex aufgezählt hat, mir nicht wichtig erschienen und letztendlich auch nicht mehr aufgegriffen wurden. Vielleicht soll es einfach Alex Charakter beschreiben und zeigen, dass er oft dazu neigt, auszuschweifen, dass es ihm schwer fällt, zu fokussieren. Alex erzählt Vieles - sehr Vieles - bei dem ich hinterher dachte "Aha, und warum hast du das jetzt erzählt?". Man weiß zwar, dass alles irgendwann zu dem Zeitpunkt führt, an dem der Prolog spielt (Alex wird bei der Zollkontrolle mit einer Urne und Drogen im Auto erwischt), aber ich glaube, man braucht einen sehr langen Atem, um zu diesem Punkt zu gelangen. Ich weiß nicht, ob jeder Leser die Pointe so unbedingt wissen will, dass er sich die ewig lange Vorgeschichte durchliest. 

Aber obwohl Alex gerne abschweift, obwohl er viel erzählt, dass ich als unwichtig abgetan habe und obwohl sein bisheriges Leben wirklich absurd ist (zumindest dieser eine Vorfall, ihr werdet wissen, welchen ich meine), hat dieses Buch das gewisse Etwas, das mich dazu gebracht hat, es bis zum Ende zu lesen. Ich glaube, ich weiß noch immer nicht, was es ist. Vielleicht ist es einfach dieser besondere Funke, den manche Geschichten einfach haben. 




4,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Limes ~*~ 478 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-8090-2633-4 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 19,99€ ~*~ März 2014 ~*~

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen