Dienstag, 11. Februar 2014

GANDENHOF - Jürgen Seibold

Quelle Piper


Zum Buch

"Ein Niedersachse im Allgäu
Das Museumsdorf in der Nähe von Memmingen bereitet sich auf einen anstrengenden Sonntag vor. Zahlreiche Vorführungen sollen vor allem Familien anlocken. Am Vorabend macht Museumspädagoge Ulrich Stadler bei seinem letzten Rundgang eine schauerliche Entdeckung: Im alten Uttenhof sitzen drei sehr lebensecht wirkende Figuren um den Esstisch. Erst fällt ihm nur auf, dass die Gestalten für das Ambiente zu modern gekleidet sind – dann sieht er das Blut am Boden."



Mit Gnadenhof habe ich seit Langem mal wieder einen Allgäu-Krimi in die Hand genommen. Warum es so lange gedauert hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht hat mich bei Gnadenhof gerade das Cover angelockt, als Katzenbesitzerin mit Freundinnen im Allgäu konnte ich bei dieser Mischung wohl einfach nicht widerstehen. 
Es sind bereits mehrere Allgäu-Krimis von Jürgen Seibold erschienen, doch für mich ist Gnadenhof der erste von ihm. 

Kommissar Eike Hansen, ursprünglich aus Niedersachsen stammend, arbeitet mittlerweile als Chef der Kripo in Kempten und lebt in Füssen. Ich finde es immer spannend, Krimis zu lesen, die in Städten spielen, die ich kenne. Das macht das ganze direkt eindringlicher. Der Kriminalfall an sich, die sorgsam inszenierten Leichen mit den aufgeschlitzten Kehlen, bietet eine spannende, fesselnde Geschichte. Die Jagd nach dem Mörder ist rätselhaft und macht Spaß, das Privatleben von Eike Hansen sorgt für die Schmunzler. Er muss sich nicht nur als neuer Chef der Kripo beweisen, sondern auch Zuhause beweisen, wer im Haus die Hosen anhat - oder das Fell. Denn sein Kater Ignaz ist ganz schön eigenwillig. 

In der zweiten Hälfte lässt der Plot leider etwas nach und das Ende war für mich nicht hunderprozentig schlüssig. Es hätte etwas weniger plötzlich kommen können und die eine oder andere Erklärung mehr wäre auch nicht schlecht gewesen. Alles in allem ist es ein solides Ende, das aber mit der sehr starken ersten Hälfte nicht so recht mithalten kann.

Sprachlich gefällt es mir sehr gut, ich mag es, wenn zumindest ein paar der Figuren Dialekt sprechen. Für meinen Geschmack hätte es gerne noch etwas mehr sein können, aber es mag bestimmt auch Leser geben, die damit nicht viel anfangen können. Insofern ist das Verhältnis schon gut gewählt. 



4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Piper ~*~ 359 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-492-230075-9 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ Januar 2014 ~*~

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