Mittwoch, 26. Februar 2014

PHOENIX - Jan Aalbach

Quelle Piper


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"Der Wissenschaftsthriller um das Geheimnis der Unsterblichkeit.
Als er die Einladung des verschrobenen Milliardärs Bromberg zum Abendessen erhält, weiß Elias Meerbaum noch nicht, was ihn erwartet. Elias ist Meisterkoch und berühmt für seinen untrüglichen Geschmackssinn, und genau deshalb braucht Bromberg ihn. Denn er sucht nach der legendären Asche des Phoenix, einer Substanz unvorstellbarer Kraft, deren uralte Rezeptur nur jemand entschlüsseln kann, der die seltensten Kräuter und merkwürdigsten Zutaten kennt – jemand wie Elias. Doch dieser erkennt bald, dass Bromberg noch andere Ziele verfolgt und dass sich hinter der Asche des Phoenix ein Geheimnis ungeahnten Ausmaßes verbirgt ..."



Manchmal kann eine Genrebezeichnung völlig verwirrend sein und die falschen Erwartungen wecken. Noch schlimmer wird es, wenn der Klappentext diese Erwartungen zunächst unterstützt. Bei Phoenix deutet zunächst alles auf einen wissenschaftlichen Thriller hin, doch die eigentliche Geschichte siedelt sich mehr im Fantasybereich an. Es ist Dan Brown vermischt mit Tolkien, Wissenschaft meets Fantasy. 

Ein anderes Cover, ein anderer Klappentext, eine andere Genrezuordnung und schon hätte es vermutlich keine Enttäuschung gegeben. Aber eine solch abgedrehte, fantastische Geschichte vorgesetzt zu bekommen, wenn alles nach "Thriller" schreit... Da bekommt alles gleich einen faden Beigeschmack. 

Objektiv betrachtet ist die Fantasygeschichte interessant und sehr komplex. Sie hat einiges zu bieten und überrascht stellenweise sogar mit Humor. leider hat der Plot so seine Längen, einige Kapitel weniger hätten es auch getan. Für meinen Geschmack ist es etwas zu viel an Theorie. Die ganzen Verschwörungstheorien, Sagen, Märchen und Geschichten sind für sich zwar interessant, kommen in der Masse aber nicht richtig zur Geltung und fangen schnell an, den Leser zu langweilen. An den betreffenden Stellen ist  es einfach zu viel Theorie und zu wenig Handlung. Das Verhältnis könnte ausgewogener sein. Für meinen Geschmack mangelt es leider an Spannung und ich wurde mehr als einmal dazu verleitet, quer zu lesen. 

Der Sprachstil ist ... nicht meins. Sehr blumig, dabei aber trotzdem irgendwie steif und hölzern. Lange Sätze, die sich nicht immer flüssig lesen und teilweise eine befremdliche Ausdrucksweise. Ein anderer Stil hätte vielleicht etwas mehr Tempo in die Geschichte gebracht, so wird alles eher verlangsamt. 

Vielleicht hätte Phoenix mir besser gefallen, wenn ich mit anderen Erwartungen und dem Wissen um einen Fantasyroman herangegangen wäre. 

Die Punktebewertung des Covers fällt mir schwer. Eigentlich finde ich es genial, aber es passt überhaupt nicht zum Genre und war mit schuld an den falschen Erwartungen. 




3 von 5 Punkten

Cover 1/2 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ Piper ~*~ 508 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-492-26964-3 ~*~ Kartoniert ~*~ 14,99€ ~*~ Februar 2014 ~*~

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