Freitag, 14. März 2014

DIE KÄNGURU-OFFENBARUNG - Marc-Uwe Kling

Quelle Ullstein



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"Endlich: Es geht weiter! Nach dem Manifest folgt die Offenbarung! Hier kommt die fulminante Fortsetzung der Fortsetzung: Das Beuteltier und der Kleinkünstler auf der Jagd nach dem mysteriösen Pinguin. Haltet euch bereit: »Dies ist die Offenbarung des Kängurus, dem Asozialen Netzwerk zu zeigen, was in der Kürze geschehen soll; und sie wurde gesandt durch eine E-Mail zu seinem Knecht Marc-Uwe, der bezeugt hat das Wort des Kängurus und das Zeugnis vom Asozialen Netzwerk, was er gesehen hat. Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung, denn die Zeit ist nahe.« Halleluja."


Marc-Uwe Kling ist neben Josef Hader und Jochen Malmsheimer einer meiner Lieblingskaberettisten. Das Känguru Manifest habe ich zweimal, den ersten Teil der Känguru Offenbarung einmal live gesehen und die ersten beiden Bände habe ich als Hörbücher Zuhause. Nach dem letzten Liveauftritt, musste ich unbedingt wissen, wie es im zweiten Teil der Känguru Offenbarung weitergeht. 

Marc-Uwe Kling ist unfassbar sprachgewandt und ich bin immer wieder erstaunt über seine Ausdrucksgewalt und seinen Umgang mit Sprache. Er ist ein Wortjoungleur der Extraklasse. Am meisten Spaß macht es, ihm zuzuhören, doch auch das Lesen seiner Werke ist immer ein großer Spaß. Die Känguru Offenbarung ist wie auch seine Vorgänger, kein Buch, das man nur einmal liest. Und es ist schon gar kein Buch, das man alleine liest. Man verleiht oder verschenkt es, man liest sich gegenseitig daraus vor und liest und lacht zusammen. 

Doch sehr ich Marc Uwe und das Känguru auch mag, ich muss leider sagen, dass der dritte Teil ein wenig schwächelt. Manche Witze wirken alt und gebraucht und das Känguru hat einen Teil seines Charmes verloren und stimmt hauptsächliche laute Töne an. Es wirkt im Abschluss der Trilogie etwas zu aggressiv auf mich und ihm fehlt ein Stück seiner Liebenswürdigkeit.

Irgendwie fehlt dem ganzen auch die bekannte Lockerheit. Den Anfang empfand ich als recht zäh und langatmig und die Dialoge haben ihre mitreißende Kraft verloren. Es war kein Sich-auf-der-Erde-kugeln-Lachen mehr dabei. Nur noch ein Schmunzeln hier und da. So hatte ich den ersten Teil live gar nicht in Erinnerung. 

Für mich war das Känguru Manifest (Band 2) eindeutig der stärkste Band der Trilogie (sofern es denn eine bleibt). Ich schaue mir Marc-Uwe Kling weiterhin unglaublich gerne live an, aber das Buch allein konnte mich nicht so überzeugen wie seine Vorgänger. Vielleicht ist die Idee mittlerweile auch einfach verbraucht. 



3 von 5 Punkten

~*~ Ullstein ~*~ 400 Seiten ~*~ ISBN: 9783548375137 ~*~ 
~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ März 2014 ~*~



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