Mittwoch, 5. März 2014

DIE PUPPE - Mo Hayder

Quelle Goldmann


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"Als Zelda Lornton in der psychiatrischen Klinik von Bristol tot aufgefunden wird, glauben alle zu wissen, wer daran schuld ist – der Geist von Beechway, von dem erzählt wird, dass er nachts die Patienten in ihren Zimmern heimsucht und sie dazu treibt, sich selbst zu verletzen, manchmal sogar tödlich. AJ, der verantwortliche Pfleger, will an diese Gerüchte nicht glauben, doch die Klinikleitung hält ihn strikt an, die mysteriösen Vorkommnisse für sich zu behalten. Als dann der psychisch schwer kranke Isaac Handel unerwartet entlassen wird, hat AJ einen Verdacht. Isaac ist ein verurteilter Mörder, der seine Eltern auf brutale Weise umgebracht hat. Nach seiner Entlassung ist er plötzlich unauffindbar. Plant er erneut zuzuschlagen? AJ sucht Hilfe bei Detective Inspector Jack Caffery, der ganz und gar nicht an Geister glaubt …"



Für mich ist Die Puppe mein erster Mo Hayder, für Protagonist Detective Inspector Jack Caffery ist es bereits sein sechster Fall. Ein Psychothriller, bei dem es so scheint, als seien Geister die Täter? Ermittlungen in einer psychiatrischen Klinik, in der die Patienten anfangen, sich selbst zu verstümmeln? Als Spukgeschichtenliebhaberin musste ich das einfach lesen. 

Die Puppe ist wahrlich nichts für zartbesaitete, hier geht es blutig und eklig zu, dem Leser wird nichts erspart geblieben. Dieses Abdriften in die Splatterrichtung ist eigentlich nicht meins, ich habe lieber Nervenkitzel als Ekel, aber Mo Hayder erschafft hier beides. Die Szenen, in denen sich die Patienten selbst verstümmeln zeigen erst, wie schlimm die Situation tatsächlich ist. Wer zieht sich schon selbst die Haut ab? 

Für die Nebenhandlung mit der Polizeitaucherin Flea Marley wäre es besser gewesen, die Vorgeschichte zu kennen. Die Handlungen scheinen auf einander aufzubauen und es gab Vieles, das ich mir zusammen reimen musste, aber nicht hundertprozentig verstanden habe. Hier wäre es schön gewesen, irgendwo auf dem Buch einen Hinweis zu haben, der deutlich macht, dass es sich bereits um den sechsten Fall handelt. 

Die Puppe ist kurzweilig und fesselnd, die teilweise extrem kurzen Kapitel unterstützen das Tempo. Kapitelüberschriften mag ich eigentlich nicht, da sie oft zu viel vom Inhalt vorwegnehmen bzw. die kapitelinterne Minipointe verraten, aber hier sind die Überschriften meistens vage genug. 

Abgesehen von der immer wieder auftauchenden, für Neueinsteiger sehr verwirrenden Nebenhandlung über die Besessenheit Jack Cafferys einen älteren Fall betreffend, bietet Die Puppe einen fesselnden Psychothriller. 


4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ Goldmann ~*~ 414 Seiten ~*~  ISBN: 978-3-442-31306-8 ~*~ Broschiert ~*~ 14,99€ ~*~ 14. Februar 2014 ~*~

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