Mittwoch, 19. März 2014

EINE MONDLOSE NACHT - Shira Geffen, Etgar Keret, David Polonsky

Quelle KJB


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"Die kleine Zohar kann ohne den Mond am Himmel nicht einschlafen, deshalb macht sie sich auf die Suche nach ihm. Sie befragt die Katze, die Fledermäuse, den Polizisten. Alle sagen, sie hätten den Mond nicht gesehen. Dann entdeckt Zohar ein Leuchten in einer Hütte im Wald. Der Mond ist zu Besuch bei einem kahlköpfigen Mann. Sie tanzen und haben viel Spaß miteinander. Zohar ist empört. Zerknirscht macht sich der Mond auf den Nachhauseweg. Er verspricht, dass er in Zukunft nur ein einziges Mal im Monat seinen Platz am Himmel verlassen wird."



Eines Nachts sieht die kleine Zohar aus dem Fenster und sieht, dass der Mond verschwunden ist. Der Himmel ist dunkel, nicht einmal Sterne sind zu sehen. Mitten in der Nacht macht Zohar sich auf die Suche nach dem Mond. Sie begegnet immer wieder runden, hellen Dingen in der Ferne, doch keines davon ist der vermisste Mond. Sie läuft durch den Wald bis zu einer einsamen Hütte, in der ein Sammler wohnt. Und was ist das? Durchs Fenster sieht Zohar, wie der Mann und der Mond vergnügt tanzen und auch die Sterne sind dabei. Der Mann erklärt niedergeschlagen, dass er völlig allein ist und sich den Mond als Freund vom Himmel geholt hat. Zohar erklärt ihm, dass die anderen Menschen und Tiere den Mond vermissen und der Mann lässt ihn wieder frei. Er ist dabei so traurig, dass der Mond ihm verspricht, einmal im Monat zu ihm zu kommen, um mit ihm zu tanzen und zu lachen. 

Im Grunde erzählt Eine mondlose Nacht, was passiert, wenn wir Neumond haben und der Himmel in der Nacht dunkel bleibt. Es ist eine zauberhafte, süße Geschichte, mit der man Kindern spielerisch erklären kann, warum der Mond einmal im Monat vom Himmel verschwindet. Die Bilder sind teilweise sehr schön, teilweise entsprechen sie nicht meinem Geschmack. Loben möchte ich aber die Farben. Jedes Bild hat einen silbernen Metallic-Schimmer, der aus den Zeichnungen etwas ganz Besonderes macht. Die meisten Seiten sind blau-silber gehalten (wie das Cover9, nur Zohars blonder Wuschelkopf und der Mond und die Sterne fügen etwas gelb-goldene Farbe hinzu. 

Was mir weniger gut gefällt sind die Textseiten. Meistens ist auf einer Doppelseite rechts das Bild und links der Text. Die linke Seite ist weiß, die Schrift schwarz und relativ klein. Sie bleibt immer gleich groß, es gibt keine Variationen. Der Text ist in Reimform geschrieben und wurde aus dem Hebräischen übersetzte. Die Geschichte an sich ist sehr süß, aber die Übersetzung gefällt mir leider gar nicht. Um die Reimform auch im Deutschen beizubehalten, wurde die Syntax teilweise sehr fragwürdig umgestellt und es liest sich einfach nicht schön, sondern sehr holprig.

Es ist eine großformatige, gebundene Ausgabe mit dicken Papierseiten.

Empfohlenes Lesealter nach Amazon: 24 Monate bis 6 Jahre



4 von 5 Punkten

Cover 1, Idee 1 Punkt, Geschichte 1 Punkt, Bilder 1 Punkt, Sprache 0 Punkte 

~*~ KJB ~*~ 48 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-596-85639-8 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 14,99€ ~*~ März 2014 ~*~

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