Freitag, 14. März 2014

WINTERMÄRCHEN - Mark Helprin

Quelle Goldmann


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"New York, ausgehendes 19. Jahrhundert: Der Waisenjunge Peter Lake schlägt sich mit Diebstählen durch. Auf seinen Streifzügen durch die von Verfall und Verbrechen gezeichnete Stadt wird er von einem geheimnisvollen weißen Hengst begleitet, der ihm auf der Flucht vor einer Gangstermeute das Leben rettet. Als Peter in eine festungsgleiche Villa an der Upper West Side einbricht, begegnet er Beverly. Zwischen den beiden jungen Menschen entspinnt sich eine magische Liebesgeschichte ..."



Als ich den Trailer zu Winters Tale im Kino gesehen hatte, war mir klar: diese Geschichte muss ich einfach sehen. Doch als ich beim Stöbern in der Vorschau gesehen habe, dass der Film auf einem Buch passiert, war die Entscheidung gefällt: lieber Buch als Film. 

Wintermärchen ist eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art. Es gibt Magie, es gibt Zeitreisen, es gibt Drama, es gibt Kitsch der guten Art, und trotzdem ist sie niemals überladen. Vielleicht liegt es daran, dass es kein Lesefutter ist. Wintermärchen ist nichts, das man mal eben übers Wochenende liest und dann wegstellt. Es hat einen ganz eigenen Zauber, den ich portionsweise genossen habe (was zum Teil wohl auch an der Länge der Geschichte liegt). 

Der Schreibstil ist unglaublich schön, teilweise fast schon philosophisch. Er erzählt keine dieser Geschichten, bei denen man vor Nervenkitzel den Atem anhält. Vielmehr erzählt er etwas Zauberhaftes. Was genau mich so fasziniert, kann ich gar nicht richtig greifen und beschreiben. Es ist einfach diese Mischung aus der Geschichte, der Sprache, den Gedanken. Wintermärchen funktioniert genauso, wie es ist. Es harmoniert alles mit einander. 

Normalerweise gehe ich vielmehr auf den Inhalt und die Figuren ein, aber es gibt kein Element, das ich herauspicken und beschreiben möchte, weil ich dem Roman damit nicht gerecht werden würde. Und damit die Rezension nicht selbst zu einem Roman wird, belasse ich es bei einem: Es hat mich verzaubert. 

Eigentlich mag ich es nicht, Romanverfilmungen anzusehen, wenn ich das Buch kenne. Aber manchmal interessiert mich einfach, wie die Geschichten filmisch umgesetzt werden und Wintermärchen ist eine davon. 



5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Goldmann ~*~ 863 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-442-48111-8 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ Februar 2014 ~*~

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