Dienstag, 6. Mai 2014

KLAMMROTH - Isa Grimm

Quelle Lübbe


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"Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten.
Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss – bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte.  Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht – und jemand fordert neue Opfer.
Der Tunnel hat Anais nicht vergessen ..."





Vor siebzehn Jahren gab es im Tunnel von Klammroth ein fürchterliches Feuer. Unzählige Kinder, die in Schulbussen saßen, sind in den Flammen umgekommen. Die Überlebenden wurden fürs Leben gezeichnet. Anais Schwarz hat es geschafft, den Schmerz zu nutzen und aus ihrem Trauma etwas Neues zu erschaffen. Sie hat die Erlebnisse in Romanen verarbeitet, die sofort zu Bestsellern wurden - nicht unbedingt zur Freude der Menschen in Klammroth. Nach siebzehn Jahren muss Anais in das Dorf zurückkehren. Ihre Stiefmutter Theodora, eine tyrannische Frau, ist gestorben, als ihr Haus abgebrannt ist. Da Anais Vater im Heim ist, erbt sie alles, inklusive des Papierkrams. Ausgerechnet jetzt, wo sie ihre Tochter Lily für ein paar Tage zu Besuch hat, weil ihr Exmann auf Tour ist. Anais bleibt nichts anderes übrig, als Lily mit nach Klammroth zu nehmen. Wo die Ereignisse ihren Lauf nehmen... 

Klammroth bietet von Anfang an gutes Thrillerpotenzial. Zu Beginn liest es sich noch wie eine Mischung aus Krimi und Spukgeschichte, doch je weiter der Plot voranschreitet, desto mehr erinnert mich die Konstruktion an einen Psychothriller á la Sebastian Fitzek.  Die Art, wie der Tunnel fast schon als lebendiges Wesen beschrieben wird, erinnert an Stephen King. Die besten Voraussetzungen für einen spannenden Thriller.
Der Plot wird gegen Ende etwas abstrus und mir war nicht alles schlüssig, aber Klammroth hat es geschafft, mich zu fesseln. Nach dem letzten Satz war ich nicht ganz sicher, ob die paranormalen Elemente am Ende echt waren oder den Psychothrilleranteil auf überspitzte Art hervorheben sollten, doch auch diese Ungewissheit verleiht Klammroth einen gewissen Reiz. Es bleibt alles etwas wage und dieses Nebulöse verschafft in diesem Fall eher eine Gänsehaut, als das Kind beim Namen zu nennen. Kurzum, mir hat die Auflösung gefallen, wenn ich sie auch, wie gesagt, etwas abstrus fand. 

Auf die Figuren gehen ich an dieser Stelle lieber nicht ein, um nicht womöglich noch zu spoilern. Jedes interessante Detail, das ich nennen könnte, ist wichtig für die Auflösung und für die verschiedenen Überraschungen im Plot.

Sprachlich liest es sich gut und flüssig, es gibt keine groben Holperer und keine gestelzten Unterhaltungen. Die Prosa wird an manchen Stellen leicht blumig und metaphorisch, die Dialoge bleiben natürlich. 



5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt,Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Lübbe ~*~ 334 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-7857-6107-6 ~*~ Broschiert ~*~ 14,99€ ~*~ Mai 2014 ~*~


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