Freitag, 23. Mai 2014

SAPPHIQUE ~ FLIEHEN HEISST LEBEN - Catherine Fisher

Quelle Penhaligon


Zum Buch



"Er ist endlich frei, doch sein Herz bleibt gefangen
Finn ist aus Incarceron entkommen, doch seine Freunde Keiro und Attia sind noch immer hinter dessen Mauern gefangen. In der so genannten Freiheit ist nichts so, wie Finn es erwartet hat – und beinahe zu spät wird ihm bewusst, dass sein Leben noch immer ebenso sehr in Gefahr ist wie während seiner Haft. Keiro und Attia suchen derweil nach Sapphiques Handschuh, der die Flucht aus Incarceron ermöglichen soll. Das Gefängnis selbst hat währenddessen für sich einen Körper erschaffen. Denn auch Incarceron will in die Freiheit gelangen, genau wie einst Sapphique – der einzige Gefangene, den Incarceron je geliebt hat."





Sapphique - Fliehen heißt leben ist die Fortsetzung der abenteuerlichen Fantasygeschichte Incarceron - Fliehen heißt sterben. Zuallererst möchte ich das unglaubliche Cover loben, in das ich mich sofort verliebt habe. Das tiefe Blau gefällt mir sogar noch besser als das Grün von Incarceron

Im ersten Band hat Claudia, die Tochter des Hüters von Incarceron, Kontakt zu einem der Insassen aufgenommen: Finn. Seit sie seine Stimme gehört hat, ist sie fest davon überzeugt, dass er der angeblich tödlich verunglückte Prinz Giles ist, dem sie von Kindes an versprochen war. Ihr ist es gelungen, Finn aus Incarceron zu befreien, doch damit sind die Probleme nicht gelöst. In Sapphique erleben wir einen depressiven, nachdenklichen Finn, der mit den Regeln am Hof nicht zurechtkommt und der zweifelt, ob er wirklich der verlorene Prinz Giles ist. Unterstützt werden seine Zweifel durch einen Jungen, der plötzlich am Hof auftaucht und behauptet, er sei der verschollene Prinz Giles und Finn nur ein Hochstapler. Beide müssen beweisen, wer der wahre Prinz ist, dem anderen droht die Todesstrafe. Wie soll Finn bestehen, wo er doch sein Gedächtnis verloren hat und seine Tätowierung verblasst ist, während der andere Giles alles perfekt macht? 

In Incarceron kämpft Attia derweil darum, an Keiros Seite zu bleiben. Sie hofft, dass sie mit ihm und dem berühmten Handschuh von Sapphique aus dem Gefängnis fliehen kann. Sapphique war der eine Insasse, der in Incarceron Gefühle und den Wunsch nach einem Körper geweckt hat. 

In Sapphique erfahren wir einiges über Incarceron und die Vergangenheit des Gefängnisses. Auch werden die Dimensionen viel deutlicher als im ersten Band. Es ist nicht nur ein großes Gefängnis, es ist eine ganze Welt voller Dunkelheit und gefährlichen Kreaturen. Und über allem wachen die roten Augen Incarcerons. Es ist schon eine Weile her, dass ich Incarceron gelesen habe und vor allem der Einstieg fiel mir nicht leicht. Was mich verwundert hat, war die Sympathieumverteilung in dieser Fortsetzung. In Band 1 erschienen mir Claudia und Finn beide als sehr sympathisch, Attia war dagegen eine grummelige Nebenfigur. In Band 2 mutieren Claudia und Finn zu launischen Sturköpfen, über die man nur den Kopf schütteln kann, und Attia wurde plötzlich zu meiner Sympathieträgerin der Geschichte. Ich finde es etwas schade, dass gerade die beiden Protagonisten aus dem ersten Band nun so unsympathisch erscheinen. 

Sapphique ist kein Buch, bei dem man mal eben ein paar Seiten liest und es dann wieder weglegt. Es ist nicht einfach, reinzukommen, einiges ist verworren und kompliziert. Im ersten Teil ist mir das nicht aufgefallen, hier wird so manches verwirrend und mehr als einmal schwirrten mir Fragezeichen im Kopf herum. Das Rätsel um Sapphique und dessen Verkörperung war nicht so überraschend, wie es vielleicht sein sollte. Als Fortsetzung ist Sapphique okay, aber nicht überragend und lange nicht so gut wie Band 1. Ich denke, wenn der erste Band wie Sapphique gewesen wäre, hätte mich eine Fortsetzung nicht interessiert. 
Der Plot ist schon gut. Er bietet Überraschungen und Intrigen, er bietet Freundschaft und Verrat. Er hat durchaus seine fesselnden Momente, aber alles in allem kommt er einfach nicht an Band 1 heran, deshalb muss ich an dieser Stelle einen Punkt abziehen. 

Das Ende ist relativ offen und lässt Raum für Fantasie, laut Verlagsseite ist es jedoch der letzte Band dieser Dilogie. 



3,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ Penhaligon ~*~ 478 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-7645-3081-5 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 19,99€ ~*~ April 2014 ~*~

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen