Montag, 23. Juni 2014

STEELHEART - Brandon Sanderson

Quelle Heyne fliegt


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"Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …"





Mit acht Jahren dachte David noch, es gäbe gute Epics. Er wollte den Glauben seines Vaters teilen, dass es, wo immer es Schurken gab, auch Helden geben müsste. Als Deahpoint die Bank angriff und einen Menschen nach dem anderen per Fingerschnipsen zu Asche werden ließ, wartete Davids Vater auf einen Helden. Und als der Epic Steelheart kam und Deathpoint tötete, dachte er, ihn gefunden zu haben. 
Er hat sich schrecklich getäuscht.
Es gibt keine guten Epics. Es gibt keine Helden. 

Jetzt, zehn Jahre später, glaubt David den perfekten Plan zu haben, um Steelheart zu töten. Den Mann, der seinen Vater ermordet hat. Der eine ganze Bank samt Leichen hat verschwinden lassen. Den Epic, der alle tote Materie in Stahl verwandeln, der Newcago versklavt hat und beherrscht. Doch dazu braucht er die Hilfe der Rächer. 

Steelheart ist ein Buch, das in Erinnerung bleibt. Es hat mich in seinen Bann gezogen und obwohl der Mittelteil zeitweise etwas zäh war, konnte ich mich nicht losreißen. Hier stimmt einfach alles. Die Idee der Superhelden-Dystopie, die Science Fiction, die Mission Impossible. 

Brandon Sanderson versteht sein Handwerk. Er hat eine faszinierende Welt geschaffen und es ist nicht einmal nötig, alles zu verstehen, um von ihr begeistert zu sein. Alles fing an, als eines Tages die rot leuchtende Calamity am Himmel erschien. Kurz darauf tauchten die ersten Epics auf - ehemals Menschen, die plötzlich Superkräfte besitzen. Steelheart. Deathpoint. Nightwilder, der einer ganzen Stadt ewige Nacht beschaffen kann. Epics, die in die Zukunft sehen oder Illusionen erzeugen können. Wie genau das passiert ist und welche Rolle Calamity ist, wird nie erklärt, aber das muss es auch gar nicht. 

Meistens besitzen Epics zwei verschiedene Kräfte und eine Schwäche, diese versuchen sie mit allen Mitteln zu schützen. Durch ihre Schwäche lassen sie sich töten. David, der sich seit dem Tod seines Vaters mit den Epics beschäftigt hat, weiß alles über sie. Er klassifiziert sie nach ihren Fähigkeit und merkt sich, ob sie über eine primäre Unsterblichkeit verfügen - also scheinbar nicht getötet werden können - oder ob eine einfache Kugel reicht. Als er sich den Rächern anschließt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Epics zu töten, kommt ihm dieses Wissen zugute, denn sie alle haben ein Ziel: Steelheart töten. Das Problem ist nur: niemand kennt seine Schwäche, nicht einmal David. 

Sanderson hat einen Haufen liebenswürdiger Figuren erschaffen. David, der Ich-Erzähler ist ein Nerd, der sich mit Schusswaffen und Epics bestens auskennt. Was ich ihm nicht abgenommen habe ist sein Alter. Er soll achtzehn Jahre alt sein, doch seine Schilderungen, seine Art zu erzählen, haben bei mir immer das Bild eines 14-jährigen, pubertierenden Teenagers heraufbeschworen. Manchmal verhält er sich auch nicht älter als ein 12-jähriger. 
Mein Lieblingsfigur ist der australische Schotte Cody aus Tennessee. Mit seinen Sprüchen und Geschichten, einfach mit seiner ganzen Art ist er der Scherzkeks der Gruppe und lockert die Stimmung auf. 

Und bevor ich noch anfange, die ganze Geschichte nachzuerzählen, mache ich hier einen Stop und sage einfach: ich bin absolut begeistert! 




5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Sprache 1 Punkt, Figuren 1 Punkt

~*~ Heyne fliegt ~*~ 446 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-453-26899-9 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 17,99€ ~*~ Juni 2014 ~*~ 

Kommentare:

  1. Oh, oh, vielleicht muss ich das Buch ja doch lesen?

    LG Petra

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    1. Die zweite Hälfte hat mich dann doch wieder überzeugt. Und es war einfach mal wieder etwas anderes.
      lg
      Mi

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  2. Das Buch klingt wirklich gut :) Ich liebe Bücher, wo Superkräfte vorkommen, und die Leseprobe von "Steelheart" klang nach genau sowas. Nur eins würde ich gerne wissen: Ich weiß, dass es noch weitere Teile geben soll, aber ist "Steelheart" eher abgeschlossen oder ist das Ende sehr offen?

    Liebe Grüße :)

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    1. Hm, also ich finde, man kann es als Einzelband stehen lassen. Die eine oder andere Frage bleibt zwar offen und generell möchte ich noch mehr über Calamity und die Epics erfahren, aber die Hauptgeschichte wird zuende erzählt.
      Ich hoffe, das hilft dir weiter :) (Ich möchte ja auch nichts poilern)
      Lg

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