Montag, 7. Juli 2014

EIN KÖNIGLICHES KOCHBUCH - Mark Flanagan & Edward Griffiths

Quelle Gerstenberg


Zum Buch



"-          Das allererste von der Queen autorisierte Kochbuch
-           Ein einzigartiger Blick hinter die Palastkulissen
-           Mit einer kurzen Geschichte des Speisens am englischen Königshof
-           Enthält Lieblingsgerichte der Royals
-           Präsentiert das Rezept des Hochzeitskuchens von William & Kate
-           Mit Abbildungen von wertvollem Porzellan und Glas, deren Historie erklärt wird
-           Ein Fest für die Sinne
-           Must-have für alle Freunde der englischen Königsfamilie!"





Ein Königliches Kochbuch ist mehr als nur ein Kochbuch. Es bietet auch einen kleinen geschichtlichen Überblick über die Kulinarik im Buckingham Palace und generell über Die Geschichte des Königlichen Speisens, was es zu einem wunderbaren Geschenk für London Fans macht. 


~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches ~*~ ~*~ ~*~


Neben Gemälden von königlichen Tafeln gibt es auch Fotografien von alten Menükarten und einem Rezeptbuch eines Küchenmädchens. Weiterhin erfährt man auch, wie die Küchen heutzutage aussehen und woher der Buckingham Palace seine frischen Zutaten bezieht. Die vielen interessanten Informationen werden durch große, farbige Fotos abgedruckt. Ich war noch nie in London, aber diese Fotos machen Lust, einmal hinzufahren. 

Ein schönes Extra: am Ende des Buches findet sich eine Umrechungstabelle von europäischen und amerikanischen Maßeinheiten. Eigentlich ist es für dieses Kochbuch nicht nötig, da bereits alle Rezepte an die europäischen Einheiten angeglichen wurden. Da ich aber hin und wieder im Internet nach Rezepten stöbere (so zum Beispiel nach der schottischen Nachspeise für Cranachan vor zwei Jahren) und diese manchmal mit amerikanischen Einheiten arbeiten, ist diese Tabelle sehr hilfreich. Eine Tabelle mit den entsprechenden Umrechnungen von Grad Celsius, Fahrenheit und Gas-Einstellungen ist ebenfalls vorhanden. 

Die goldene Prägung auf dem Cover lässt das Buch gleich edler erscheinen und schmeichelt dem Auge. 


Seite 108/109

Ein Königliches Kochbuch - Mark Flanagan & Edward Griffiths, GU, Foto der Seiten 108/109



~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~


Die Rezepte sind nach Jahreszeiten eingeteilt, in der Reihenfolge: Sommer, Herbst, Winter, Frühling.
Für jede Jahreszeit gibt es ein Drei-Gänge-Menü, das sehr aufwendig und ausführlich beschrieben wird. Auf der ersten Doppelseite der Jahreszeit wird das Menü kurz vorgestellt. Danach bekommt jede Speise je zwei Doppelseiten, auf der sie mit Fotos, Zutatenliste und sehr ausführlicher Kochanleitung beschrieben wird. Diese ist Schritt für Schritt erklärt und leicht verständlich. 
Zusätzlich zum Rezept gibt es einen Abschnitt "Anrichten" und einen Abschnitt "Servieren". Zu jeder Speise gibt es zusätzlich einen beigen Infokasten zur "Präsentation", mit geschichtlichen Hintergrundinformationen über die jeweiligen Gerichte. 
Im Anschluss an die Menüs gibt es noch einmal Informationen über Tischdekorationen, wie sie beispielsweise 1871 zur Zeit von Königin Viktoria üblich waren. 


Da die Gerichte so ausgefallen sind und gerne auch Zeit in Anspruch nehmen, habe ich mich entschieden, nur einen Kuchen nachzubacken: Schokoladenkuchen (Seite 109)! Damit kann man eigentlich nie etwas falsch machen, oder?
Die Ernüchterung kam dann doch schnell, als ich den fertigen Kuchen vor mir hatte. Obwohl ich mich an alle Mengenangaben gehalten habe, hatte er nicht viel mit dem Foto des Kuchens in dem Buch zu tun. Es war ein plattes, unförmiges Etwas. Da konnten auch die Glasur (die viel zu wenig war) und die Schokospäne nichts mehr retten. 
Ich habe ihn für eine Grillfeier bei uns Zuhause gebacken, zum Glück einen Tag zuvor, denn diesen unförmigen Haufen schokolierter Butterkekse wollte ich nicht auf den Tisch stellen. Also backte ich einen zweiten Kuchen. Als die Gäste am nächsten Tag kamen, waren es mehr als gedacht, und so musste der unförmige Kekskuchen doch auf den Tisch. Und dann kam die Überraschung: sie waren begeistert. So richtig ehrlich begeistert. Der Kuchen war schneller weg, als ich gucken konnte, und es wurde um Nachschub gebeten. Tja, da sieht man mal, dass unansehnlich nicht unbedingt gleich un-lecker ist und dass einem Haufen Mitte-Zwanzig-Jähriger das Aussehen eines Kuchens herzlich egal ist... :D


Mein Schokoladenkuchen




~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~


Ein Königliches Kochbuch ist kein Kochbuch für jeden Tag, sondern vielmehr etwas für besondere Anlässe. Wer Rezepte aus diesem Buch nachkochen möchte, muss sich Zeit nehmen und die aufwendigen Tipps zum perfekten Anrichten sind einfach zu schade, um es "einfach mal so auf die Schnelle" zu machen. Dieses Buch packt man aus, wenn man besondere Gäste erwartet, wenn man einen langen Abend mit ausgefallenem englischen Essen genießen möchte.
Durch seine Mischung aus Rezepten und Geschichte ist es ebenfalls ausgezeichnet als Geschenk für London-Fans geeignet. 





4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Rezepte 1 Punkt, Vielfalt 1/2 Punkt, Aufmachung 1 Punkt, Preis-Leistung 1/2 Punkt

~*~ Gerstenberg ~*~ 114  Seiten ~*~ ISBN: 978-3-8369-2093-3 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 19,95€ ~*~ 23. Juni 2014 ~*~  

Kommentare:

  1. Das klingt zwar interessant, ist mir aber zu eingeschränkt. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Rezepte viele Zutaten benötigen und es deshalb etwas komplizierter in der Küche wird. Ich stelle mir auch lieber meine Menüs selber zusammen, als welche schon vorgeplant zu bekommen. Aber das ist wohl Geschmackssache ;)

    LG
    Janna

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    1. Da hast du recht, es ist definitiv kein daily. Für mich selber ist es auch nichts, aber ich kenn zwei mädels, die London lieben und bald Geburtstag haben. Für so was find ich es dann ganz schön. Als Daily sind Bücher wie "Verführerisch vegetarisch" und "Dan Mays Chili Kochbuch" besser :)

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    2. Ich habe den Kuchen gerade gemacht, d.h.er ruht z.Z. im Kühlschrank. Er sah in den verschiedenen Stadien der Herstellung genauso aus wie oben. Mir scheint allerdings als hätte die Rezensientin evtl. eine größere Form benutzt als angegeben und vielleicht nicht fest genug die Mischung in die Form hineingedrückt? Ich hoffe es wenigstens, denn sonst muss ich meine Gäste morgen mit einem ähnlichen Endprodukt beglücken wie sie... Na ja, aber Hauptsache, es schmeckt! Paula K.

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