Mittwoch, 20. August 2014

PROBIER'S VEGAN - Irmela Erckenbrecht

Quelle Pala


Zum Buch


"Einsteiger in die vegane Küche möchten etwas für die Tiere, die Umwelt und die eigene Gesundheit tun. Sie möchten bewusst konsumieren, wollen sich abgrenzen, ihr Leben verändern, vielleicht auch abnehmen oder einfach mal etwas Neues probieren.
Sie alle haben die gleichen, ganz praktischen Fragen: Was kaufe ich ein? Wie vermeide ich tierische Zutaten? Wie gelingen Pizzen ohne Käse, Saucen ohne Sahne und Kuchen ohne Eier? In vielen Küchenfragen herrscht zunächst Unsicherheit.
Gefragt sind aber auch kompetente Informationen zur veganen Ernährung: Auf welche Nährstoffe muss ich besonders achten? Welche Lebensmittel sind empfehlenswert, um gesund und leistungsfähig zu bleiben? Brauche ich Nahrungsergänzungsmittel und Superfood?
Irmela Erckenbrecht beantwortet all diese Fragen in ihrem umfassenden Leitfaden zur veganen Ernährung.
Sie punktet dabei nicht nur mit fachlich fundiertem Rat, sondern auch mit positivem Denken und ihrer ansteckenden Begeisterung für die vollwertige Küche. Grundrezepte und praxiserprobte Küchentipps begleiten bei der Umstellung. Ein Buch, das Wissensdurst und Hunger stillt!"



Probier's vegan - Leitfaden zur veganen Ernäherung mit großem Praxisteil ist ein kleines Handbuch für jene, die gerne austesten möchten, ob vegane Ernährung bzw. ein veganer Ernährungsstil etwas für sie sind. Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei eigentlich nicht um ein Kochbuch. Es ist vielmehr ein Ernährungsratgeber mit dem einen oder anderen Tipp, wie man das erlernte im Alltag umsetzt. 


~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches~*~ ~*~ ~*~



Quelle und Copyright Pala Verlag / Irmela Erckenbrecht
Irmela Erckenbrecht legt viel Wert auf die Einleitung, auf die ersten Schritte. Umfassend und in einem angenehmen Stil erklärt sie, wie die vegane Ernährung entstanden ist, was für Vorteile sie bringt, womit vegan lebende Menschen zu kämpfen haben, wie man sich an die neue Lebensart gewöhnt. Ganz wichtig ist ihr, dass man das ganze nicht verbissen sieht, sondern Spaß dabei hat, Neues zu entdecken. Für sie soll vegan leben nicht Verzicht, sondern Leben, Freude und Genuss bedeuten. Sie erklärt ebenfalls, dass, wer richtig vegan lebt, nicht nur auf seine Ernährung achtet: er verzichtet auch auf Leder; auf Daunenbetten; auf Wolle und Seide; auf Bürsten und Pinsel mit Tierhaaren; auf Kosmetik, die nicht 100%ig vegan hergestellt und getestet wurde und und und. Viele dieser Dinge kommen einem beim Einkaufen zunächst vielleicht gar nicht in den Sinn. Irmela Erckenbrecht beschreibt, worauf man achten muss. 


Nach jedem Abschnitt finden sich jeweils fünf vegane Rezepte. Grob ist das Buch in folgende Oberthemen unterteilt:


  1. Vegan - fang an! Die besten Tipps für den Übergang
  2. Zurück zu den Wurzeln! Wie alles begann ...
  3. Auf in die Zukunft! Was VEGAN alles kann ...
  4. Nichts essen, was Augen hat! Die Alternativen zu Fleisch und Fisch
  5. Wir können auch anders! Alternativen zu Eiern und Milch, Honig und Gelantine
  6. Alles essen, was Farbe hat! Der vegane Regenbogen
  7. Protein-Profi werden und auf Glyxsuche gehen
  8. Vitaminbomben zünden! Das vegane Vitamin-ABC
  9. Eiserne Regeln befolgen! Auf Mineralstoffe achten
  10. Tier- UND menschenfreundlich bleiben! Die vegane Diplomatie

Am Ende jeder dieser zehn Oberthemen finden sich die eben erwähnten fünf Rezepte. Doch zuvor sind diese Oberthemen in eine Vielzahl kleiner Kapitel unterteilt, die man sich Häppchen für Häppchen zu Gemüte führen kann. 
Quelle und Copyright Pala Verlag / Irmela Erckenbrecht
Doch so nett geschrieben und so informativ ich dieses Büchlein auch finde, so wenig ansprechend ist leider seine Aufmachung, die hauptsächlich aus Schrift besteht. Farbige Abbildungen gibt es keine, nur ab und zu finden sich winzige, schwarz-weiße Bilder von beispielsweise Lohrblättern oder Chilis. Auch Diagramme und andere Schaubilder sind grundsätzlich schwarz-weiß. Für jemanden wie mich, dem die Optik eines Buches sehr wichtig ist, ist das Durchblättern kein Vergnügen. So sehr die Texte vielleicht Lust machen, ein veganes Rezept auszuprobieren, bei mir sind appetitliche Food-Fotos sehr oft das Ausschlaggebende, um tatsächlich etwas nachzukochen. Es ist sehr schade, dass diese hier vollständig fehlen. 



~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~



Daher habe ich mich beim Nachkochen als erstes für Cäsar-Salat (Seite 108) entschieden, denn davon kenne ich bereits einige sehr gelungene Fotos. Auf die Hähnchenbrust kann ich bei diesem Salat verzichten, gewöhnungsbedürftig war aber das Dressing (Bestandteile sind zum Beispiel Tofu und Kapern, beidem kann ich nichts abgewinnen). Und Cashwenussbruch (ich kenne sie eigentlich nur als CashewKERNE) mit Salz als Cashew-Parmesan zu bezeichnen... Naja. Ich liebe die mediterrane Küche einfach zu sehr, um diesen Namen gut zu finden. Man könnte es auch einfach als Cashew-Crumble bezeichnen. Aber: es war schließlich meine Entscheidung, ein veganes Rezept auszuprobieren, also halte ich mich auch die Anweisungen. Das Ergebnis war ... hm ... also es war essbar, aber ich bevorzuge die amerikanische Variante. Romanasalt ist immer toll und ich liebe Cashewkerne, aber allein durch die Kapern ist das Dressing absolut nicht meins. 



Meine Champignoncremesuppe
Weil ich mir im Nachhinein dachte, dass es vielleicht unklug war, ein geliebtes nicht-veganes Rezept vegan zu versuchen, habe ich beim zweiten Mal etwas ausprobiert, das ich vorher noch nicht gekocht hatte: Champignoncremesuppe (Seite 205). Auch hier kommen wieder Cashewkerne zum Einsatz. Mein Vater und ich fanden, dass sie gut in die Suppe gepasst haben, mein Bruder und meine Mutter mögen die Kerne dagegen gar nicht. Weder roh, noch geröstet oder püriert. An sich ein leckeres Rezept (das ich allerdings noch kräftig nachgewürzt habe), doch an der Zutat Cashewkern scheiden sich die Geister. 




~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~



Bisher fand ich meinen Ausflug in die vegane Küche nicht allzu gelungen. Wahrscheinlich muss ich einfach mehr Rezepte ausprobieren, doch die zwei getesteten fanden in meiner Familie keinen großen Anklang. 

Der Ratgeber an sich ist sehr informativ und lässt sich gut lesen, die bilderlose Aufmachung und die zwei ausprobierten Rezepte sprechen mich dagegen leider nicht an. 





1,5 von 5 Punkten

Cover 1/2 Punkt, Rezepte 1/2 Punkt, Vielfalt 0 Punkte, Aufmachung 0 Punkt, Preis-Leistung 1/2 Punkt

~*~ Pala ~*~  220 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-89566-335-2- ~*~ Gebundene Ausgabe  ~*~ 16,00 ~*~ 


Kommentare:

  1. Probiert mal dieses hier, ich denke, dass ihr sie lieben werdet. Gut schmeckt dazu Meterbrot oder Baguette.
    http://www.chefkoch.de/rezepte/1659711274092781/Kartoffel-Chili-light.html
    LG
    Yvonne

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  2. Wir essen diesen Rezept ohne es mit Käse zu überbacken, dann ist es auch vegan. Sehr lecker!
    http://www.chefkoch.de/rezepte/116491049187645/Vegetarisch-gefuellte-Zucchini.html
    LG
    Yvonne

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