Montag, 8. September 2014

I LOVE NEW YORK - Daniel Humm / Will Guidara / Francesco Tonelli

Quelle AT Verlag


Zum Buch
*KLICK*




New York City - oder besser gesagt: Manhattan - gilt als die Stadt, die niemals schläft. Mit ihr verbindet man den Times Square, die Freiheitsstatue und die Brooklyn Bridge. Mit ihr verbindet man den Broadway und seine Musicals, das Empire State Building und den Central Park. Was man mit ihr vielleicht nicht sofort verbindet, ist Kulinarik. Und Farmen. I love NY verbindet beides miteinander. 


~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches~*~ ~*~ ~*~



I love NY ist nicht nur eine Hommage an die Stadt, die niemals schläft, sondern auch an den Bundesstaat im Ganzen. Neben den vielen Bildern der vorgestellten Gerichte verzaubert das Buch den Leser mit Fotos von New York. Besonders beeindruckend ist es, wenn man wie ich das Privileg hat, gerade erst eine Woche in New York verbracht zu haben und dann durch die Fotos zu stöbern und sagen zu können: "Da war ich! Das habe ich gesehen! Da stand' ich vor". 
Es fängt an mit der Brooklyn Bridge und geht über das Flatiron Building bis hin zur Skyline vom Wasser aus. 
Doch noch viel interessanter als die Impressionen der Stadt sind die vorgestellten Menschen. 

Quelle und Copyright: Francesco Tonelli / AT Verlag (Seite 17+18)
Die Rezepte sind nach Hauptzutat eingeteilt. Jede Hauptzutat bildet ein Kapitel und zu diesem Kapitel gibt es eine handvoll ausgewählte Rezepte. Bevor jedoch die Rezepte kommen, wird eine Doppelseite ganz besonderen Farmern in New York gewidmet, die mit diesen Zutaten zu tun haben. Bevor es beispielsweise an die Entenrezepte geht, wird die "Duck Farm at Stone Church" vorgestellt. Wer hat sie gegründet, wie ist er dazu gekommen, nach welcher Philosophie betreibt er diese Farm? Was ist seine Geschichte, wo kommt er her, was zeichnet diese Farm aus? Diese Fragen beantwortet ein kleines Porträt der Farm und FarmerInnen. Auf diese Art und Weise zeigt I love NY, dass der Bundesstaat New York so viel mehr ist als nur die Stadt Manhattan. 

Im "Anhang" finden sich noch einige typische Grundrezepte wie Brotchips, eingelegte Senfkörner und Braune Butter (Seite 482+483). Danach gibt es ein alphabetisches Register, bei dem die einzelnen Rezepte den Zutaten zugeordnet wurden. Bei einem umfangreichen Buch wie diesem ist das eine große Hilfe. Zwar gibt es vorne ein Inhaltsverzeichnis der Zutaten, doch mit dem Register lässt sich vieles noch leichter finden. 


~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~



Mich für zwei bis drei Rezepte zu entscheiden, fiel mir schwer, weil dieses Kochbuch so voll von Rezepten ist, bei denen mir das Wasser im Mund zusammenläuft. Letztendlich habe ich mich für eine Beilage, einen Hauptgang und ein Mittagessen entschieden. 
Auffällig ist, dass es nicht, wie man denken könnte, eine Sammlung an Hot Dog-, Bagel-, Burger- und Rippchen-Rezepten ist, sondern dass wir uns schon fast in der professionellen Küche für den heimischen Herd bewegen und eine sehr ausgewogene kulinarische Vielfalt vorfinden. 

Mein Zucchinipürree mit Minze 
Angefangen habe ich mit Zucchinipürree mit Minze (Seite 399), aus dem einfachen Grund, dass mir mein Opa spontan eine riesige Zucchini aus seinem Garten mitgebracht hat und ich ein Rezept brauchte, um sie zu verarbeiten. Die eigentliche Essensplanung stand bereits, also brauchte ich eine schnelle Beilage aus Zucchini. Und tadaa: das Zucchinipüree mit Minze kam wie gerufen. Zwar hatte ich keine Kürbisblüten, doch der Rest war vorrätig. Ich weiß nicht, welchen Geschmack Kürbisblüten haben und inwieweit sie das Püree verfeinern, doch allein schon die Mischung aus der sehr saftigen Zucchini, dem frischen Aroma der Minze und dem würzigen Knoblauch war ein ganz neues Geschmackserlebnis. Eine tolle schnelle Beilage für heiße Sommertage, an denen Varianten wie Kartoffelpüree einfach zu mächtig wären oder wenn man seine Gäste überraschen möchte. 


Meine Gebratene Entenbrust
Als nächstes gab es Gebratene Entenbrust (Seite 120). Normalerweise essen wir sie mit einer Sauce á la Orange, doch dieses Mal hat der Orangensaft gefehlt. Warum also nicht einmal etwas Neues ausprobieren? Es braucht nicht viele Zutaten und mit ein bisschen Geduld hat man eine schön saftige Entenbrust. Bei uns gab es dazu Spargel und Rösties. 




Mein Schinken-Ei-Sandwich
Zum Schluss war ich auf der Suche nach einem warmen, sättigenden Mittagessen. Ich hatte Appetit auf etwas Deftiges, Würziges. Und da sprang mir dieses rustikale Sandwich ins Auge: Schinken-Ei-Sandwich (Seite 111). Anfangs war ich etwas skeptisch, ob das mit dem Loch und dem Ei auch so funktionieren würde, wie es gedacht war. Tatsächlich ist ein wenig Eiweiß daneben gelaufen. Doch das Ergebnis ist genau so, wie ich es wollte. "Strammer Max" auf New Yorker Art. 




~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~




Ob man nun schon mehrmals in New York war oder einfach davon träumt, einmal hinzureisen, I love NY zeigt seine verschiedensten (kulinarischen) Facetten und macht Lust auf Fernweh. Die Mischung aus Rezepten, der ansprechenden kulinarischen Bebilderung, den fotografischen Impressionen der Stadt und den individuellen Porträts der Farmen und FarmerInnen machen I love NY so unverwechselbar und einzigartig. 




4,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Rezepte 1 Punkt, Vielfalt 1 Punkt, Aufmachung 1 Punkt, Preis-Leistung 1/2 Punkt

~*~ AT Verlag ~*~ 496 Seiten ~*~ 150 Rezepte ~*~ ISBN: 978-3-03800-769-2 - ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 49,90€ ~*~ Format 27,0 x 20,5 cm ~*~ 





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen