Dienstag, 9. September 2014

JETZT - Leon Reiter

Quelle Piper


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"Bei einem Experiment zur Erforschung der Zeit unterlief dem Wissenschaftler Sivamani ein folgenschwerer Fehler - nun droht das Gefüge der Welt von Anomalien, sogenannten Zeitblasen, durchlöchert zu werden. Noch kann Sivamani die Anomalienbildung eindämmen, doch wie lange? Der einzige Weg, das Chaos aufzuhalten, ist, in einer Zeitblase zurückzureisen und das Experiment vorher zu stoppen. Doch das ist nicht einfach – niemand weiß, in welche Zeit und an welchen Ort eine solche Blase führt, und die Gefahr von Zeitparadoxa ist groß. Ein kleines Team aus vier europäischen Spezialisten soll die streng geheime Mission ausführen - die Jagd nach der richtigen Zeit beginnt …"


Bei einem Experiment in Spanien ist etwas gehörig schief gelaufen. Ein Laser hat Löcher in die Zeit gerissen und damit die ganze Welt in Gefahr gebracht. Der verantwortliche Wissenschaftler stellt ein Team aus vier weiteren Wissenschaftlern und einem Soldaten zusammen, die durch die Risse in der Zeit zurückreisen und das Experiment stoppen sollen, bevor es beginnt. Doch diese Reise birgt einige Probleme. Die Wissenschaftler dürfen nicht gesehen werden und nichts verändern. Sie müssen aufpassen, dass sie kein Paradoxon erschaffen. Die nächste Schwierigkeit liegt darin, den richtigen Riss - hier Pocket genannt - zu finden. Sie müssen eine Pocket finden, die sie möglichst nahe an das Ereignis führt, doch stattdessen landen sie bei den Dinosauriern oder sogar in der Zukunft. Jede Reise vergrößert die Gefahr, etwas unwiderruflich zu verändern. 

Leon Reiter hat eindeutig seine Vor- und Nachzüge. Ihm gelingt ein spannender Plot, der zwar Science-Fiction, aber auch nicht zu abgedreht ist. Dieses "Das könnte vielleicht tatsächlich mal passieren"-Gefühlen erwacht beim Lesen immer wieder. Wer schon viele Zeitreiseromane gelesen, viele Zeitreisefilme gesehen hat und Serien wie "Primeval" kennt, für den sind die Erlebnisse in den Zeitblasen, die die Protagonisten betreten, nicht neu. Reiter hat sich für eher klassische Ereignisse entschieden, die man wiedererkennt. Für Neulinge des Genres sicherlich faszinierend. Obwohl die ausgewählten Zeiten und Orte etwas origineller sein könnten, überzeugt der Plot trotzdem. 

Der bereits angedeutete Nachzug ist eindeutig der Schreibstil. Einige Satzkonstruktionen lesen sich sehr holprig und merkwürdig und manchmal wusste ich nicht, was damit eigentlich gesagt werden sollte. Im Englischen gibt es ein Wort, das meinen Eindruck des Stils sehr gut beschreibt: "Awkward". Natürlich gibt es dafür eine Menge deutsche Übersetzungen, aber für mich trifft "awkward" es am besten. Einen weiteren Roman von ihm werde ich nur lesen, wenn sich der Schreibstil bis dahin deutlich verbessert hat. 

Fazit: Spannender Zeitreiseroman mit einigen sprachlichen Makeln. 



3,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ Piper ~*~ 365 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-492-26998-8 ~*~ Kartoniert ~*~ 12,99€ ~*~ 11. August 2014 ~*~

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