Montag, 29. September 2014

LÚM ~ ZWEI WIE LICHT UND DUNKEL - Eva Siegmund

Quelle cbt


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"In der Trümmerstadt Adeva entscheidet sich für alle 15-Jährigen in der Nacht der Mantai, welche Gabe sie haben. Ein Mal, das auf dem Handgelenk erscheint, zeigt an, ob man telepathisch kommunizieren, unsichtbar werden oder in die Zukunft sehen kann. Doch bei Meleike, deren Großmutter eine große Seherin war, zeigt sich nach der Mantai – nichts. Erst ein schreckliches Unglück bringt ihre Gabe hervor, die anders und größer ist als alles bisher. Als Meleikes Visionen ihr von einem Inferno in ihrem geliebten Adeva künden, weiß sie: Nur sie kann die Stadt retten. Und dass da jenseits der Wälder, in der technisch-kalten Welt von Lúm, jemand ist, dessen Schicksal mit ihrem untrennbar verknüpft ist …"





Nach dem dritten Weltkrieg gibt es die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr. Nur noch wenige Teile Amerikas sind bewohnbar und die Menschen haben die Union des Lichts (UdL) gegründet. In der von Wissenschaft regierten Hauptstadt Lúm lebt Flynn, der von seinem Vater als Experiment missbraucht werden soll, weil er ein Mal an seinem Handgelenk bekommen hat – und seitdem Visionen empfängt. Von seiner Mutter wird er befreit und über die Grenze hinausgebracht, weil sie glaubt, dass er dort sicherer ist. Auch, wenn es heißt, dass ein Überleben in der Wildnis nicht möglich ist.

In dieser Wildnis liegt die Stadt Adeva, in der Meleike mit ihrer Mutter und Großmutter lebt. An ihrem fünfzehnten Geburtstag erhalten manche Kinder ein Mal an ihrem Handgelenk, das anzeigt, welche Gaben sie empfangen haben. Magische Gaben. Meleikes Mutter und Großmutter waren beide äußerst talentierte Seherinnen und sie hofft, dieses Mal ebenfalls zu empfangen. Doch ihre Gabe bleibt aus. Bis sie eines Tages die unheilvolle Vision vom Untergang Adevas empfängt – und ein Mal, das noch nie zuvor gesehen wurde.

Flynn und Meleike, Beide zusammen können das Szenario aus ihrer Vision vielleicht aufhalten. Vielleicht. Doch dafür müssen sie sich erst einmal finden. 

Obwohl die Kurzbeschreibung von Lúm sehr ansprechend war, tat ich mich am Anfang etwas schwer. Ich hatte meine Schwierigkeiten, mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Anfangs hat mir etwas Atmosphäre gefehlt, die erst nach und nach aufgebaut wurde und ich habe eine Zeit gebraucht, um mit den Figuren warm zu werden. Selbst Meleike und Flynn bleiben bsi zum Schluss etwas blass, dieses Gefühl, richtig mit ihnen mitzufiebern, blieb leider aus. 
Doch sobald man die ersten Kapitel hinter sich und sich an den Stil gewöhnt hat, nimmt die Geschichte inhaltlich an Fahrt auf und je mehr ich gelesen habe, desto spannender wurde sie. 
Diese Mischung aus  den Städten Lúm, in der die Wissenschaft vorherrscht, und Adeva, in der Kinder magische Gaben empfangen, hat mich immer wieder ans Steampunk Genre erinnert.


Ein bitterer Nachgeschmack bleibt durch die fehlenden Informationen. Man wird in die Geschichte hineingeworfen, das Ritual, das Meleike durchläuft, wird kaum näher erläutert, es fehlt Hintergrundwissen zu den Figuren, ihren Motiven, zu Lúm. Stattdessen wird man anfangs mit Namen überhäuft, die man sich kaum merken kann. Vielleicht wurde absichtlich so viel weggelassen, aber für mich las es sich eher halbgar und auch am Ende blieb ich etwas unbefriedigt zurück, weil so viele Fragen offen blieben. Ich muss nicht von Informationen erschlagen werden, aber mehr Wissen häppchenweise serviert zu bekommen wäre schön gewesen. Allein schon, um die richtige Atmosphäre direkt zu Beginn aufzubauen. 

Eine tolle, erfrischend andere Fantasy/Steampunk-Geschichte mit kleinen Makeln hier und da. 



3 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1/2 Puntk, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ cbt ~*~ 511 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-570-16307-8 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 16,99€ ~*~ 29. September 2014 ~*~ 

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