Donnerstag, 11. September 2014

WILD CARDS - George R. R. Martin (Hrsg.)

Quelle Penhaligon


Zum Buch



"Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht."





Das Cover lässt nur andeutungsweise erahnen, um was es in diesem Buch geht. Karten spielen eine Rolle, ja, den nach dem Ausbruch eines mutierten Virus' in den vierziger Jahren wurden die Karten buchstäblich neu gemischt. Viele Menschen starben durch das Virus, doch einige veränderten sich auch und eine ungekannte Art der Superhelden wurden geboren. Einige wurden zu Jokern, ohne besondere Fähigkeiten, die sich durch äußerliche Verunstaltungen von normalen Menschen unterschieden. Andere wurden zu Assen und ihre neuen Fähigkeiten schenkten ihnen den Namen "Superhelden". Doch welcher von ihnen ist der größte, beste, stärkste Held Amerikas? Eine - wie kann es anders sein - Castingshow soll diese Frage klären. Über den Wettbewerb scheinen die Asse eines jedoch aus den Augen zu verlieren: während sie Superheld spielen und sich mit ihren Fähigkeiten brüsten, werden ihre Kräfte in anderen Teilen der Welt dringend gebraucht. Sind sie alle bloß Angeber oder gibt es unter ihnen tatsächlich noch Helden?

Das Besondere an Wild Cards ist wohl, dass es sich hier um eine Sammlung von Kurzgeschichten verschiedener Autoren handelt, die nach und nach zu einer zusammenhängenden, großen Geschichte verwoben wurde. Spürbar sind diese Brüche durch die leicht abweichenden Schreibstile und natürlich auch durch die Perspektivenwechsel. Die Geschichte von mehreren Autoren aus verschiedenen Sichten erzählt zu bekommen ist faszinierend und aufregend, aber vor allem eines: spannend. Oftmals finden sich in fantastischen Geschichten wie diesen Durststrecken im Mittelteil, doch bei Wild Cards konnte ich keinen zähen Abschnitt entdecken. Die mehr als 500 Seiten lasen sich wie im Flug und die Vielzahl an originellen Figuren gestaltet den Roman abwechslungsreich. 

Wild Cards überzeugt durch ein tolles Konzept, einen absolut fesselnden Plot und eine Vielzahl an faszinierenden Figuren. Zudem schleichen sich immer wieder Denkanstöße zum Thema Superhelden in unserer Zeit und die Frage nach dem Nutzen von Castingshows ein. Diese subtilen Anregungen vermischt mit allen Vorteilen eines spannenden Superheldenromans zeichnen Wild Cards aus. 



4,5 von 5 Punkten

Cover 1/2 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Penhaligon ~*~ 542 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-7645-3127-0 ~*~ Broschiert ~*~ 15,00€ ~*~ August 2014 ~*~

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    ist es denn Teil einer Reihe oder ein Einzelband? Der Freund meiner Tochter liebt diese Feuer udn Eis Serie des Autors und man muss ja auch schon an Weihnachten denken ☺
    GLG

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    1. Huhu, es sind mehrere Bände geplant :) Ich fange auch schon an, mir Weihnachtsgeschenke zu überlegen. "Wild Cards" steht schon auf der Liste für meinen Bruder, der liebt die Feuer und Eis Serie nämlich auch :D
      Liebste Grüße

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