Samstag, 22. November 2014

DIE BESTEN WEIHNACHTSKEKSE - Johanna Aust

Quelle Löwenzahn


Zum Buch


Mitte / Ende November ist bei mir Zuhause die Zeit, in der der Ofen nicht mehr abkühlt und eifrig Plätzchen gebacken werden; zum Verschenken, für Gäste und zum eigenen Naschvergnügen. Pünktlich zu dieser Zeit erreichte mich Die besten Weihnachtskekse (von Johanna Aust). 100 süße und sündige Rezepte tummeln sich hier. 



~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches ~*~ ~*~ ~*~




Quelle und Copyright: Johanna Aust / Löwenzahn
Johanna Aust beginnt mit einer recht ausführlichen Einführung, die dieses Backbuch ideal für Anfänger und Einsteiger macht. Nicht nur die Grundausstattung an Zutaten und Geräten werden vorgestellt, es gibt auch Tipps rund um Zitrusschalenabrieb, Röstverfahren von Nüssen und Co, Glasuren und der richtigen Lagerung. Ebenfalls schön für Anfänger sind die Grundrezepte zu Biskuitteig, Mürbeteig und Blätterteig. Beim Mürbeteig gibt es beispielsweise eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wichtige Hinweise finden sich in geschlängelten, lila umrandeten Kästchen, einzelne Sätze werden in diesen Kästchen durch kleine lila Herzchen getrennt. Manchmal werden die Rahmen auch durch kleine stilisierte Bildchen wie dampfenden Tassen, geschmückten Tannenbaum, Sterne und Engelchen verziert. Sie lockern das Schriftbild etwas auf und verhindern, dass Seiten mit wenig Text allzu nackt aussehen. 

Was ich bei vielen Backbüchern vermisse, sind ausreichend Bilder. Umso schöner ist es da, dass hier wirklich jedes Rezept eine eigene Doppelseite samt Bild bekommt. Die Fotos sind ansprechend; mal schlicht, mal verspielt. Das Gebäck steht immer im Vordergrund,  generell wird mit sehr wenig Dekoration ausgekommen. Die Namen des Rezepte sind mal auf der Bildseite, mal auf der Textseite. 

Quelle und Copyright: Johanna Aust / Löwenzahn


Die Rezepte folgen keinem bestimmten Schema, daher ist es gut, dass sie einmal in chronologischer Reihenfolge im Inhaltsverzeichnis und einmal in alphabetischer im Register vorgestellt werden. Im Register treffen wir auch wieder auf die süßen lila Herzchen, die zwischen Wort und Seitenzahl stehen. Mir gefällt diese verspielte, süße Aufmachung des Buches. Ich finde, es ist ein absolutes Mädchenbackbuch, aber auf eine schöne Art und Weise. Es ist ein Buch, bei dem ich schon beim Durchblättern in Weihnachtsstimmung komme und Lust habe, den Backofen anzuwerfen. 









~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~



Was die Weihnachtsbäckerei angeht, werden meine Mom und ich gerne kreativ und wir lieben ausgefallene Rezepte. Zwar gibt es in Die besten Weihnachtskekse auch einige Klassiker wie Vanillekipferl (128) und Lebkuchen (177), aber es gibt auch viele raffinierte Rezepte, die auch optisch viel her machen. Raffaellokugeln (137), die auf den ersten Blick wie Pralinen aussehen. Kürbiskernstanitzel (151), die aussehen wie kleine Tütchen mit einer grünen Creme. Oder Schoko-Orangensamili (63), die tatsächlich wie eine dunkle Salami mit großen Fettstücken aussieht. Der Titel Die besten Weihnachtskekse trifft es gar nicht richtig, weil sich hier drin viel mehr verbirgt als nur Kekse. Kuchen, Plätzchen, Konfekt, Kleingebäck und essbare Kunstwerke tummeln sich hier und sind so viel mehr als einfach nur Kekse. Für Eilige gibt es auch einige Rezepte, bei denen nicht gebacken werden muss. Gerade bei denen hätte ich mir aber Angaben zur Haltbarkeit gewünscht. 


Meine Vanillekipferl

Ausprobiert habe ich zwei Rezepte. Erschreckenderweise habe ich festgestellt, dass sich noch kein Rezept für Vanillekipferl (128) in meiner Sammlung befindet, also  wurden die als erstes getestet. Mit der Anleitung ("4 cm lange Stangen rollen und zu Kipferln biegen") habe ich irgendwie keine so schönen Halbmonde hinbekommen, bei mir sind es eher gebogene Würste. Sieht nicht so schön aus, ändert aber nichts am Geschmack. Mit dem bin ich leider nicht hundertprozentig zufrieden. Die Kipferl sind recht bröselig und trocken, sie könnten etwas süßer sein und ihnen fehlt das intensive Vanillearoma. 

Meine Kokosbusserl
Beim zweiten Rezept war ich auf der Suche nach etwas, bei dem ich mein überschüssiges Spritzgebäck-Eiweiß verwerten kann. Makronen bieten sich da immer an (Hier heißen sie Busserl). Früher haben wir immer Mokkamakronen gemacht, doch die Kokosbusserl hier haben mich mehr angelacht (140). Für den Teig braucht man nicht viel, die Tupfen sind schnell gesetzt. Was mich gestört hat, war die fehlende Backzeit. "[...]im vorgeheizten Backrohr backen, bis die Busserl eine schöne Farbe haben, innen aber noch weich sind" ist keine Angabe, mit der ich arbeiten kann. A) will ich nicht vor dem Ofen sitzen bleiben, sondern in der Zeit weiter arbeiten und B) kann ich dem Busserl schlecht ansehen, ob er innen noch weich oder schon hart ist. Ich hab sie so lange gebacken, wie meine Mokkamakronen immer brauchen (15 Minuten) und hatte ein schönes Ergebnis. 

Weitere Rezepte, die ich dieses oder notfalls im nächsten Jahr noch ausprobieren möchte, sind Kürbiskernkugeln (94), Minzige Schokotaler (91) und Mohnkugeln (152). 



~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~



Die besten Weihnachtskekse bietet insgesamt 100 aufregende, verführerische Rezepte rund um die süße Weihnachtsbäckerei und überzeugt durch eine umfangreiche Bebilderung und eine verspielte Aufmachung. Trotz einiger ausgefallener Rezepte ist es aufgrund der ausführlichen Einleitung auch perfekt für Anfänger geeignet. 






4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Vielfalt 1 Punkt, Rezepte 1/2 Punkt, Aufmachung 1 Punkt, Preis-Leistung 1/2 Punkt


~*~ Löwenzahn ~*~ 232 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-7066-2554-8 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 24,90€ ~*~

1 Kommentar:

  1. Hmmmm, das hört sich ja gut an. :-)

    Vanillekipferl mache ich auch jedes Jahr mindestens eine Lage. Das Rezept ist von TW und seitdem ich das kenne, benutze ich kein anderes mehr. ;)

    LG Petra

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