Sonntag, 16. November 2014

FEINES NASCHWERK - Annie Rigg

Quelle Edition Michael Fischer


Zum Buch


~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches ~*~ ~*~ ~*~



Die kalten Novembertage und die nahende Adventszeit verbinde ich immer mit Wochenenden, an denen Plätzchenduft das ganze Haus erfüllt und man die Küche abends von Schokolade, Mehl, Zucker und allerhand anderer leckerer Zutaten befreien muss. Selbstgemachte Leckereien schmecken toll - und sie sind eine schöne Geschenkidee. Aber warum eigentlich nur im Advent? Selbstgemachtes Naschwerk schmeckt in jedem Monat und genauso freut man sich auch immer über diese kleinen Geschenke. 


Quelle und Copyright: Annie Rigg / EMF Verlag
In ihrem Buch Feines Naschwerk stellt Annie Rigg uns ihre liebsten und besten Rezepte für Pralinen, Nougat, Bonbons, Marshmallows, Krokant und andere Leckereien vor. Viele Rezepte wirken nicht nur von Namen, sondern auch von der Dekoration des Bildes her sehr weihnacht- und winterlich. Mal ist es einfach nur Farbgebung aus hellen Blau- und Silbertönen. Mal sind es kleine Accessoires wie Sterne. Doch einige Seiten wie die der Zitronen- und Orangendrops (Seite 156) oder der pinkfarbenen Kandiszuckerstäbchen (163) versprühen durch bunte, helle Farben frühlingshafte Fröhlichkeit und locken dazu, auch in den helleren Monaten in der Küche kreativ zu werden. 

Das Buch beginnt mit einem Vorwort von Annie Rigg, in dem sie von ihrer Liebe zu Süßigkeiten schwärmt, in dem sie erzählt, wie schwierig es manchmal ist, neue Rezepte zu "erfinden". Sie gibt Tipps, welche Hilfmittel auf keinen Fall fehlen dürfen (vorneweg steht das Zuckerthermometer, das bei der Herstellung von Süßigkeiten obligatorisch ist), Und sie erzählt von ihren Missgeschicken und dass sie daraus gelernt hat, dass Planung und Timing das A und O sind. 

Die Rezepte sind in folgende Kapitel unterteilt:

  1. Schokolade: Pralinen & mehr
  2. Marshmallows
  3. Fruchtiges
  4. Karamellbonbon aller Art
  5. Nugat, Nüsse & Honeycomb
  6. Bonbons, Lollis & mehr

Im Anschluss daran gibt es ein paar Tipps, wie man die selbstgemachten Köstlichkeiten ansprechend verpacken und wo man bestimmte Zutaten beziehen kann, sowie das obligatorische Register. 

Quelle und Copyright: Annie Rigg / EMF Verlag
Die Rezeptseiten sind reich und abwechslungsreich bebildert. Mal teilen sich Bild und Rezept eine Doppelseite, mal gibt es erst eine Doppelseite mit zwei Rezepten und danach eine Doppelseite mit einem Foto zu den beiden Leckereien. Es gibt auch Doppelseiten mit einem übergreifenden Foto, auf dem eine Handvoll Süßigkeiten vorgestellt werden. Etwas schade daran ist, dass man nicht unbedingt zuordnen kann, welche Abbildung zu welchem Rezept gehört. Ein "Oh, das sieht lecker aus, das will ich machen" kann da schon mal in einem Ratespiel enden: "Welche Verzierung passt zu welcher Dekorationsanweisung in den Rezepten?"

Die Food Fotos selbst sind kreativ, die abgebildeten Süßigkeiten sehen lecker und verführerisch aus, die Schokolade glänzt, die Deko ist mal verspielt, mal schlicht und elegant. Vieles sieht auf den ersten Blick so verlockend aus, dass ich mich sofort an die Arbeit machen möchte. 


~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~



Fürs erste habe ich zwei Rezepte ausgesucht, aber ich denke, dass es bis Weihnachten noch mehr werden. Da ich in diesem Jahr schon angefangen habe, Pralinen herzustellen und noch auf der Suche nach neuen Rezepten war, habe ich mich für zwei Pralinenrezepte entschieden. Vorweg muss ich aber sagen, dass mir die nur sehr begrenzte Haltbarkeit der Süßigkeiten missfällt. Meistens halten sie sich nicht länger als eine Woche. Da ich die Pralinen verschenken möchte und sie dazu oft verschicken muss, wird das bei mir zum Problem. Für eine gemischte Schachtel müsste ich mindestens 6 bis 7, im besten Fall 9 Rezepte an einem Tag zubereiten, sofort verpacken und am gleichen Abend oder am nächsten Morgen verschicken. Je nachdem, wie schnell das Päckchen ankommt, hat der Beschenkte dann noch einen oder zwei Tage, die Leckereien zu essen. Aus diesem Grund habe ich beide Rezepte ein wenig abgewandelt, indem ich Flüssigkeit reduziert und durch Alkohol ergänzt habe: als Konservierungsmittel. Im letzten Jahr habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich meine Pralinen damit mindestens 4 Wochen, oft auch länger gehalten haben. 

Meine Pfefferminzpralinen
Nun aber zu den zwei Rezepten an sich. Das erste waren die Pfefferminzpralinen (Seite 47). Meine Mutter und ich lieben After Eight, finden es aber mittlerweile viel zu süß. Mit diesem Rezept kann man sich quasi sein eigenes After Eight herstellen. Das Rezept ist etwas aufwendig, da zunächst ein Fondant hergestellt werden muss. In diesen habe ich Pfefferminzlikör beigemischt. Ich weiß nicht, ob es am Alkohol lag, aber mein Fondant ließ sich nicht ausstechen. Also habe ich Kügelchen abgezupft und platt gedrückt. Sieht nicht so schön aus wie auf dem Foto, ändert aber nichts am Geschmack. Sie sind recht süß, haben aber auch ein tolles Minzaroma und eine schöne Konsistenz. Und innen drin sind sie herrlich grün. Am besten schmecken sie mir aus dem Kühlschrank. 

Meine Aztekentrüffel
Das zweite Rezept nennt sich Aztekentrüffel und die Ganache ist ebenso exotisch wie ihr Name. Geschmacksgebend sind bei dieser Füllung eine Mischung aus Vanille, Zimt, Orange und Chili. Nachdem die erste Hürde genommen war (Créme double zu bekommen) war die Ganache schnell gemacht. Dieser Duft beim Aufkochen der Sahne... Verheißungsvoll. Kein Wunder also, dass beim Trüffeln die eine oder andere Ganachekugel schon ohne Schokolade genascht wurde. Um die Trüffel etwas haltbarer zu machen, habe ich die Ganache übrigens mit einem kanadischen Zimt-Whisky versehen, der einfach perfekt zu den Gewürzen passt und das Zimtaroma unterstreicht. Mein 1/2 Teelöffel Chilipulver bestand aus "normalen" gemahlenen Chilis und einer Prise Bird Eye. Hossa, die sind ganz schön scharf geworden, aber lecker. 


~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~



Feines Naschwerk bietet eine Vielzahl an selbstgemachten Leckereien und auch, wenn sich diese nicht sonderlich lange halten - dann muss man eben schneller naschen - überzeugen die Rezepte durch Kreativität und aufregende Aromenkombinationen. 





4,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Rezepte 1/2 Punkt, Vielfalt 1 Punkt, Aufmachung 1 Punkt, Preis-Leistung 1 Punkt
~*~ Edition Michael Fischer ~*~ 176  Seiten ~*~ ISBN:978-3-86355-241-1 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 19,99€ ~*~ Januar 2014 ~*~ Format 23,0 x 20,0 cm ~*~

1 Kommentar:

  1. Hallöchen :)
    Sorry für das Off Topic, aber ich wollte dich nur kurz darauf Aufmerksam machen das ich nächstes Wochenende eine Lesenacht veranstalte, und fragen wollte, ob du mitmachen willst. Es würde mich wirklich sehr freuen wenn du dabei wärst :) ♥
    Fantasy-Lesenacht die Achte - Lesen bis Aliens auf der Erde landen

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