Dienstag, 25. November 2014

kokos - Marie Laforêt

Quelle Hädecke


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Der Duft von Kokosnuss hat mich früher immer an Strandurlaube erinnert. Kennt ihr auch noch diese Sonnenmilch, die so herrlich intensiv danach duftet? Später habe ich meine Liebe zu süßen Kokosnussspeisen entdeckt und nach und nach kamen herzhafte Gerichte hinzu.


~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches ~*~ ~*~ ~*~



Das kleine aber feine Kochbuch mit dem simplen Namen „kokos“ hat sich ganz dieser Zutat verschrieben und präsentiert unterschiedliche, vegane Gerichte. Zunächst gibt es eine Einführung rund um die Kokosnuss und zu den verschiedenen Zutaten, die man daraus gewinnen kann; Wasser, Milch, Zucker, Flocken, Öl… Der Unterschied zwischen einer jungen und der reifen Kokosnuss wird ebenso erklärt wie das richtige Öffnen und Aufbewahren. Besonders interessant fand ich den Abschnitt über den Unterschied zwischen Kokoswasser und Kokosmilch. Ich wusste bisher nicht, dass sich Kokosmilch so leicht selbst herstellen lässt. Bei gekauften habe ich oft das Problem, das sie gar nicht mehr flüssig ist. Beim Kochen kein Problem, aber für Cocktails gänzlich ungeeignet. In Zukunft mache ich sie einfach selbst, dann habe ich keine Reste und meine Milch ist definitiv flüssig. Kokosblütenzucker ist mir bereits im Handel untergekommen, damit gearbeitet habe ich aber noch nie. Da man „normalen“ Zucker aber vom Mengenverhältnis her eins zu eins gegen Kokosblütenzucker austauschen kann, werde ich demnächst einmal damit backen.


Bevor wir zu den Rezepten kommen, gibt es noch einen Abschnitt über die Kokospalme und wie vielseitig sie einsetzbar ist. Nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch für Dekoration und Kosmetik. Fasern kann man als Dämmstoff verwenden, Kokosschalen eignen sich weiterverarbeitet als Geschirr der besonderen Art und Kokosfett findet sich in Shampoos und Massageölen.
Quelle Hädecke

Schön ist, dass jedes Rezept auch ein passendes Food Foto hat und jedem Gericht eine Doppelseite gewidmet wird. Die Rezeptseiten sind durch pinke und hellblaue Schriften aufgelockert und wirken durch die hellen Farben jugendlich und fröhlich. Die Fotos sind ansprechend, es wird viel mit frischen Zutaten gespielt und dekoriert.
Nun zu den Rezepten selbst. Diese sind auf den ersten Blick recht chaotisch sortiert, da Nachtisch auf Hauptspeise auf Knabberei folgt. Eine farbige Leiste rechts oben zeigt aber an, in welchem thematischen Bereich man sich befindet. Etwas schade ist, dass ein alphabetisches Register fehlt. Zwar stehen alle Rezepte im Inhaltsverzeichnis und allzu viele Rezepte sind es auch nicht, zum leichteren Wiederfinden von Rezepten oder zur Suche mit Zutaten finde ich ein Register aber fast schon obligatorisch.


~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~



Angeordnet sind die thematischen Rezeptkategorien wie folgt:

1. kokosrezepte für genießer
2. exotische kombinationen
3. vitaminbuffet

(Die konsequente Kleinschreibung bei den Themen und Rezepten sind übrigens keine Tippfehler meinerseits sondern ein Stilmittel des Buches. Alle Überschriften sind grundsätzlich durchgängig klein geschrieben. Die Fließtexte, Zutatenlisten etc. folgen der normalen Groß- und Kleinschreibung.)

Die meisten Gerichte sind süß und ich hätte mir mehr herzhafte Gerichte wie das Thailändsiche Saitancurry gewünscht. Wir essen auch gerne Gebäck und Desserts mit Kokosnuss, aber gerade die herzhaften Rezepte finde ich interessant und in dem Bereich experimentiere ich auch gerne. Trotzdem habe ich beim Nachkochen zunächst süße Gerichte ausprobiert.

Kokostrüffel habe ich dieses Jahr eigentlich schon gemacht, dennoch wollte ich auch das Rezept aus diesem Kochbuch ausprobieren. Vegane Schokolade zu finden war kein Problem, das native Kokosöl hat da schon mehr Schwierigkeiten bereitet, aber auch das habe ich gefunden. Die Trüffel sind schnell gemacht und fallen eher unter die Kategorie Konfekt, da sie nicht noch zusätzlich mit Schokolade überzogen werden. Dadurch, dass man sich das Temperieren und Überziehen spart, spart man auch eine Menge Zeit. Meine Kokosflocken außen sind geröstet, weil ich von meiner ersten Lage Kokostrüffel noch einige übrig hatte. Diese kokostrüffel (Seite 41) sind lecker und im Vergleich zu meinem Rezept schnell gemacht, sie sind allerdings auch nicht so fein.
Was ich bei diesem Rezept vermisst habe, ist eine Angabe zur Haltbarkeit.


Rezept Nummer 2 ist ein Getränk. Heute war es ziemlich kalt und ich wollte nicht den dritten Kaffee trinken, damit mir endlich warm wird. Eine süße, exotische Alternative ist da die chai latte mit kokos (Seite 54). Chai Latte habe ich bislang nur ein oder zweimal im Café getrunken und noch nie selbst gemacht. Die Gewürze sowie schwarzen Tee hatten wir Zuhause, vom Backen waren auch Zimtstangen und Kokosmilch vorhanden. Wir hatten sogar den empfohlenen English Breakfast im Haus. Statt frischem Ingwer habe ich getrockneten genommen. Ich muss sagen, die Variante mit Kokosmilch hat mir besser geschmeckt als die normalen Chai Latte damals im Café. Er ist etwas süßer, aromatischer und durch den Ingwer gleichzeitig frischer. Es ist zwar etwas aufwendiger, als eine fertige Mischung zu verwenden, schmeckt aber bestimmt auch besser.



Zum Schluss gab es noch ein kaltes Getränk, das ich wie im Buch empfohlen als „schnelles Frühstück“ getrunken habe: energie-smoothie (Seite 68) mit Blutorangensaft, Banane und Ingwer. Und natürlich Kokosmilch. Säuerlich, cremig, sehr erfrischend. Ich habe mir noch eine Handvoll Haferflocken dazugetan, um auch ein Sättigungsgefühl zu bekommen. Im Sommer werde ich bestimmt noch öfter auf diesen Smoothie zurückgreifen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass nur Kokosmilch und Blutorangensaft toll zusammen schmecken. Eine alkoholfreie Colada. Mmmhh. 

Auf meiner Liste mit weiteren Rezepten, die ich auspbrobieren möchte, stehen die rohköstlichen macarons (Seite 79) und der kokos-erdbeer-traum (Seite 82).


~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~


Kokos ist ein kleines, aber feines Kochbuch mit veganen Rezepten rund um die zauberhafte Koskosnuss. Es ist ein guter Einstieg und bietet viele nützliche und wichtige Informationen rund um die Kokosnuss und ihre Verwedung. Aufgrund der geringen Anzahl an Rezepten ist es eher etwas für Leute, die noch nie mit Kokosnuss gekocht haben bzw. noch keine eigene Sammlung an Rezepten mit dieser Zutat haben. Ich hätte mir noch mehr herzhafte Rezepte gewünscht (und wegen mir hätten diese auch nicht vegan sein müssen).




3,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Rezepte ½ Punkt, Vielfalt ½ Punkt, Aufmachung ½ Punkt, Preis-Leistung 1 Punkt

~*~ Hädecke ~*~ 88 Seiten ~*~ 51 Farbfotos ~*~ ISBN: 978-3-7750-0672-9 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 12,95€ ~*~ September 2014 ~*~

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