Sonntag, 4. Januar 2015

RICHTIG GUTE BURGER - Jon Widegren

 
Quelle LV Buch

Zum Buch
(Siehe Seite 60 /61)


Irgendetwas haben selbstgemachte Burger an sich, dass ich nicht genug Rezepte ausprobieren kann. Richtig gute Burger ist nicht das erste Burgerbuch, das ich ausprobiert habe, und doch punktet es wieder durch völlig neue Rezepte und Ideen, Erweiterungen, Nachspeisen, Tipps und Tricks. 


~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches ~*~ ~*~ ~*~


 
Quelle und Copyright: LV Buch / Jon Widegren
Zunächst sind da die Fotos, die die Stimmung amerikanischer Diner einfach perfekt einfangen. Rustikale Holztische, mit Polstern überzogene Bänke, und Wände voller Fotografien. Dazu die riesigen Abfüllflaschen Ketchup und Senf. Schon nach den ersten zwei Seiten fühlt man sich nach Amerika versetzt. Die Fotos sind recht dunkel und irgendwie auf alt gemacht, die Technik erinnert an Lomografie und passt perfekt in dieses Buch. Sie sorgen für die richtige Atmosphäre einerseites und andererseits lassen sie de Zutaten und Burger appetitlich erscheinen. Am liebsten möchte an gleich reinbeißen.



In einem Vowort erläutert Jon Widegren, dass der ursprüngliche Burger nur aus zwei Zutaten bestehe: Fleisch und Brot. Und wenn beides erstklassige Qualität aufweise und man dazu noch die richtige Technik beherrsche (und auch noch mit Liebe gekocht wird), dann kann der Burger nur perfekt werden. Weiterhin gibt es eine kurze Geschichte des Hamburgers, der angeblich erstmalig 1904 in St. Louis verkauft wurde. In seinem Kochbuch vereint Widegren das gesammelte Wissen seiner USA-Reise, bei der er in 38 Tagen 64 Burger probierte und ihrer Herstellung auf den Grund ging. 

Quelle und Copyright: LV Buch / Jon Widegren
 In diesem Kochbuch finden sich rund 16 Burgergerezepte, wobei die meisten sehr minimalistisch sind und mit wenigen Zutaten auskommen. Anders formuliert: wer Burger mit viel Fleisch liebt, wird hier glücklich, wer gerne experimentiert, hat nicht sonderlich viele Möglichkeiten. Richtig gute Burger konzentriert sich vielmehr auf die richtige Herstellung und widmet viele Seiten dem richtigen Fleisch, der Herstellung von Patties inklusive dem richtigen Braten und dem Backen von Brötchen. 

Neben den Burgerrezepten gibt es auch solche zur Herstellung von Pommes frites und für Eingelegtes wie Jalapenos, Dillpickles und Zwiebeln, sowie verschiedenen Milchshakes.



~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~

 


Mein Flippin' Cricket
Beim Fleisch gab es schon die ersten Probleme. Kein Supermarkt wollte mir diese Mischung aus Hoher Ripe, Rinderbrust und Wade zu Hackfleisch durchdrehen (sofern er all die Stücke überhaupt hatte) und mein eigener Fleischwolf ist nur noch für Spritzgebäck zu gebrauchen, nicht aber, um Hackfleisch herzustellen. Also musste ich mich auf frisch durchgedrehtes Hack aus einer Fleischsorte beschränken, immerhin das konnte ein Supermarkt für mich tun. 
Die Herstellung der Burgerbrötchen war dagegen herrlich unkompliziert. 




Mein Burgler
Nachgekocht habe ich zwei verschiedene Burger. Einmal de Burgler (Seite 57) mit Cheddar und Salat und einmal den exotischeren Flippin' Cricket (Seite 69) mit Jalapenos, karamellisierten Zwiebeln und Philadelphia-Frischkäse. Beide schmecken lecker, allerdings ist der Flippin' Cricket etwas aufwendiger in der Zubereitung, da zweierlei Zwiebeln frühzeitig eingelegt werden müssen. Der Vorteil des Cricket ist dagegen, dass er nicht so stopft wie der Burgler. War ich beim Burgler froh, überhaupt den Burger komplett gegessen zu haben, passten nach dem Flippin' Cricket auch noch eine Portion Pommes frites und Salat. 



Natürlich durfte auch ein Milchshake nicht fehlen. Keiner davon ist figurschonend, so viel ist sicher. Der klassische Vanille-Shake (Seite 112) ist wohl noch die harmloseste Variante. In Ermangelung der andeen Zutaten haben ich weder den Berry Cheesecake Shake (Sete 112) noch den Peanut Butter Marshmallow Shake (Seite 114) oder den Zimtschnecken-Shake (Seite 116) ausprobiert, dafür aber den Oreo Cookie Shake (Seite 114). Die Shakes sind, sofern man einen Mixer oder notfalls Pürierstab hat, kinderleicht herzustellen. Hier kommt es ganz klar auf gutes Eis ein, sonst schmecken sie nicht. Wir haben auf Häagen Dazs zurückgegriffen. 



~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~



Richtig gute Burger überzeugt durch ausgewählte, leckere Rezepte, amerikanischen Flair, die richtige Atmosphäre und viel Liebe zu guten Zutaten. Ein tolles Burgerbuch, das alles bietet, was man rund um die Kunst des Burgermachens wissen muss. 




5 von 5 Punkten
 
Cover 1 Punkt, Aufmachung 1 Punkt, Rezepte 1 Punkt, Vielfalt 1 Punkt, Preis-Leistung 1 Punkt
 
~*~ LV-Buch ~*~ 127 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-7843-5308-1  ~*~ Broschierte Ausgabe ~*~ 16,95€ ~*~ 20 x 24 cm ~*~ März 2014 ~*~  

 

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