Montag, 2. Februar 2015

DÄNISCHE SPEZIALITÄTEN - Torkild Heinrichsen

Quelle HUSUM


Zum Buch
*KLICK*



Seit einigen Jahren haben meine Mom und ich es uns zum Ritual gemacht, einige Rezepte aus dem Land, das wir bereisen wollen, auszuprobieren. Dieses Jahr steht - ein Konzert gab den Ausschlag - Dänemark auf dem Plan und wir waren neugierig, was die dänische Küche zu bieten hat. Dänische Spezialitäten von Torkild Hinrichsen erschien mir die richtige Wahl, um einmal hineinzuschnuppern. 



~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches ~*~ ~*~ ~*~



In einem ausführlichen Vorwort erzählt Torkild Hinrichsen von Dänemarks kulinarischer Geschichte und dass die traditionellen Rezepte immer mehr aus den dänischen Küchen verschwinden. Er erklärt, inwieweit die Geschichte Einfluss auf die Kulinarik hatte, was sie verändert hat und was geblieben ist. Gerade für Hobbyköche, die das Land bereisen wollen, ist dieser geschichtliche Exkurs sehr interessant. 

Die folgenden Rezepte sind nicht weiter unterteilt und folgen auch keiner erkennbaren Gliederung. So findet sich eine Buttermilch-Kaltschale (56) zwischen Heringssalat (54) und Hühnersuppe mit Klößen (58). Das Inhaltsverzeichnis im Anschluss ist zweisprachig. Links stehen die deutschen Namen der Reste, rechts die dänischen. Das Buch ist zwar nicht sonderlich umfangreich, dennoch vermisse ich ein alphabetisches Rezeptregister nach Zutaten. Oder zumindest eine Einteilung in "Suppen, Vorspeisen, Hauptgerichte, Nachtisch" o.ä. Andererseits sehe ich ein, dass sich das bei 43 Rezepten einfach nicht lohnt.  



~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~



Die Rezepte selbst sind schön aufgemacht. Die Food Fotos wirken rustikal, gut bürgerlich und nicht zu verspielt. Die meisten sind ansprechend gestaltet, nur ein paar wenige wirken, als hätte jemand nachträglich den Kontrastregler etwas zu weit aufgedreht (z.B. Schweinebraten, Seite 19). Es ist eine daily Küche, die Rezepte sind nicht zu ausgefallen und lassen sich gut nachgkochen. Was mir so gut gefällt ist, dass es zu diesem Gericht eine kleine Geschichte gibt. In einer farblich abgesetzen Spalte auf der Rezeptseite finden sich Informationen darüber, wie ein Gericht entstanden ist, wann man es am besten zubereitet, und vieles mehr. Schön ist auch, dass unter jedem Rezept steht, wer es eingereicht hat und woher er bekommt. Manche stammen aus Dänemark, manche haben dänische Verwandte, andere Rezepte sind fest in der dänischen Esskultur verankert, wie etwa "Frikadellen" (Seite 20). Ich hätte nicht erwartet, so viele bekannte Gerichte wiederzufinden. Da wären Heringssalat (54), Hühnersuppe mit Klößen (58), und Schweinebraten (18). Es finden sich aber auch Rezepte zu Klippfisch mit Senfsauce (48), Bier-Brot-Suppe (60) und Dänischem Apfelkuchen (66). 

Da ich mir für dieses Buch ein sehr aufwendiges Gericht ausgesucht habe, bleibt es ausnahmsweise einmal bei einem Hauptgang samt Beilage: "Entenbraten" (Seite 36) mit Rotkohl (Seite 42). Die Ente habe ich von einem sehr kleinen, privaten Bauernhof, dessen Besitzerin eine langjährige Freundin meines Opas ist. Normalerweise machen wir sie mit Calvados und Maronen, die dänische Variante mit Äpfeln und Zwetschen ist eine schön fruchtige Alternative. Auch der mit Johannisbeergelee gesüßte Rotkohl unterstreicht diese fruchtige Note. So wird das Essen weniger schwer. Da unsere Ente viel schwerer war als im Rezept angegeben, musste ich etwas mit der Garzeit spielen. 



~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~




Dänische Spezialitäte bietet einen schönen Einblick in die dänische Küche, in der ich viele bereits bekannte Gerichte wiedergefunden habe. Besonders toll sind die Informationen zu jedem einzelnen Gericht und der kleine historische Exkurs zu Beginn des Buches. 


  3,5 von 5 Punkten 
Cover 1/2 Punkt, Rezepte 1 Punkt, Vielfalt 1/2 Punkt, Aufmachung 1/2 Punkt, Preis-Leistung 1/2 Punkt 
~*~ Husum ~*~ 96 Seiten ~*~ zahlreiche farbige Abbildungen ~*~ ISBN: 978-3-89876-612-8 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~  14,95€ ~*~ Juli 2012 ~*~ ca. 21 x 20 cm ~*~
 

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