Sonntag, 1. Februar 2015

KOCH DICH JAPANISCH! - Angelina Paustian

Quelle cadmos


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Vor anderthalb Jahren hat mir eine Freundin von einem japanischen Restaurant vorgeschwärmt, dass ich unbedingt einmal besuchen müsste. Erfahrungen mit der japanischen Küche hatte ich keine und meine Familie und ich waren zunächst skeptisch. Sushi? Doch es hat sich wieder einmal gezeigt, dass Mut zu Neuem sich lohnt. Das Sushi, das Fleisch, die Gemüsegerichte. Alles war so lecker, dass wir es gerne öfter essen möchten. Dafür ist Koch dich japanisch! genau das richtige.


~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches ~*~ ~*~ ~*~


In den Umschlagklappen finden sich zunächst einige DOs and DON'Ts. So ist das Schlürfen bei Suppen ausdrücklich erwünscht und auch Geschenke für den Gastgeber sind obligatorisch. Die Essstäbchen abzulecken oder das Essen gar aufzuspießen statt mit den Stäbchen zu greifen sind dagegen große NoGos. Das ist nicht nur interessant, wenn man tatsächlich bei einer japanischen Familie zum Essen eingeladen wurde, sondern hilft auch, wenn man das Essen mit Freunden authentisch zelebrieren möchte. 


Quelle und Copyright: cadmos / Angelina Paustian
Nach einleitenden Worten der Autorin, die ihre Faszination zu Japan und der japanischen Küche weitergeben möchte, folgt zunächst eine Auflistung der wichtigsten Basics. Besonders schön finde ich den hellen hölzernen Untergrund und dass alle Zutaten fotografiert wurden. Die Basics werden nicht nur vorgestellt, sondern auch kurz erklärt. Wozu es genutzt wird, wie es schmeckt, wo es bezogen werden kann, welche Nährstoffe sind darin verbergen, etc. Auch das Essen mit Essstäbchen wird in drei Schritten (Bild und Text) erklärt. 
Nach den Rezepten folgt das obligatorische Rezeptregister.

Die Rezepte selbst sind in mehrere Kapitel eingeteilt:

  1. Suppen
  2. Hauptspeisen
  3. Beilagen
  4. Sushi
  5. Süßes
  6. Snacks
Die einzelnen Speisekategorien werden jeweils kurz eingeleitet, bevor die Rezepte folgen. So erfährt man beispielsweise, dass auch die Suppen mit Stäbchen gegessen und die Brühe aus der Schüssel getrunken wird. Oder dass Misosuppen in Japan zu jeder Mahlzeit gereicht werden können: auch zum Frühstück. 
Quelle und Copyright: cadmos / Angelina Paustian
Die Rezepte sind reicht bebildert, wenn auch nicht jedes Gericht mit einem passenden Food Foto ausgestatte wurde. Jede Kategorie hat eine eigene Farbe, die immer wieder dezent auftaucht. Die des Sushi-Kapitels ist beispielsweise Pink. Die Überschriften sind in der jeweiligen Farbe gehalten und der Rezepttext hat einen farbige Hintergrund. Allerdings folgt dieser einem immer transparenter werdenden Verlauf, sodass man die Farbe eigentlich nur bei den Zutaten sieht, beim Text kaum noch bis gar nicht. So wird dem Auge ein kleiner Farbtupfer gegönnt, ohne zu überfordern. 

Zu manchen Rezepten gibt es Tipps. Diese erkennt man sofort an einer niedlich gezeichneten Abbildung dieser winkenden Katze, die man in jedem Asialaden sieht. Die Food Fotos selbst versprühen eine herrliche Atmosphäre. Das Essen selbst, die Dekoration... Man fühlt sich sofort nach Japan versetzt. 




~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~


Der eine oder andere erinnert sich vielleicht, dass ich im letzten Jahr schon einmal einen Sushi-Tag gemacht habe. Daher habe ich die Sushi-Rezepte zunächst außen vor gelassen, da ich schon weiß, wie es funktioniert, und mich lieber auf andere Speisen konzentriert. 

Vieles sieht sehr appetitlich aus. Vielleicht findet sich in diesem Jahr ja eine Gelegenheit, eine Handvoll Rezepte auf einmal auszuprobieren, am besten, wenn Gäste kommen. Das wäre eine tolle Möglichkeit, auch Tamagoyaki (gerolltes Omlett, Seite 56), Temakizushi (Sushi in der Tüte, 68), Tempura (Frittiertes Allerlei, Seite 50), und Tonkatsu (Knuspriges Schnitzel mit würziger Soße, Seite 40) auszuprobieren. 

Mein Gyuniku to shouga

Zutaten
Fürs erste habe ich es bei Gyuniku to shouga (Rindfleisch mit Ingwer, Seite 30) mit Spinat gomaae (Spinat mit Sesamsauce, Seite 47) und Reis belassen. Die Zutaten bekommt man problemlos im Asiashop, auch in kleinen Mengen, um sie zunächst nur auszuprobieren. Das Gericht selbst ist recht einfach und sehr schnell gemacht, aber nichtsdestotrotz so lecker, dass die Pfanne schnell leer gegessen war. Ich musste leider feststellen, dass ich leicht allergisch auf Sesam reagiere, daher werde ich den beim nächsten Mal weglassen müssen. Dass es ein nächstes Mal geben wird, steht aber schon fest. Einfach, herrlich würzig und sättigend. Perfekt.

~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~



Koch dich japanisch! ist ein wunderbares Einsteigerkochbuch in die japanische Küche. Es bietet nicht nur allerhand leckere Rezepte, sondern präsentiert auch einige Regeln, erklärt Grundzutaten und gibt Tipps für einen perfekten japanischen Abend. Inklusive Do's und Don'ts für das Verhalten zu Tisch und seinem Gastgeber gegenüber.



von 5 Punkten 
Cover 1 Punkt, Rezepte 1 Punkt, Vielfalt 1 Punkt, Aufmachung 1/2 Punkt, Preis-Leistung 1/2 Punkt 
~*~ CADMOS / av BUCH ~*~  96 Seiten ~*~ 40 farbige Abbildungen ~*~ ISBN: 978-3-8404-7025-7 ~*~ Broschur ~*~  19,90€ ~*~ September 2013 ~*~ 21 x 23 cm ~*~


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