Freitag, 13. März 2015

SMÖRREBRÖD - Günter Pump (Fotograf)

Quelle Husum


Zum Buch



Früher bin ich nie auf die Idee gekommen, ein belegtes Brot als Festessen zu betrachten. Früher habe ich aber auch nie solche Brote gemacht, wie sie in Smörrebröd vorgestellt werden. Übbig belegt, fast schon künstlerisch hergerichtet, appetitanregend, sättigend, einfach so viel mehr als das Butterbrot, das ich bisher kannte. 



~*~ ~*~ ~*~ Aufmachung des Buches ~*~ ~*~ ~*~




Fotograd Günter Pump ist nach Dänemark gereist, um verschiedene Kreationen zu finden und in diesem kleinen Kochbüchlein zusammenzustellen. Herausgekommen ist eine tolle Auswahl an fleischigen und fischigen, vegetarischen und pescetarischen, süßen und herzhaften Broten, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. 

Die Aufmachung des Buches ist simpel, aber durch seine geringe Größe ist das genau richtig. Auf der rechten Seite findet sich stets ein ganzseitiges Foto des Brotes, auf der linken das Rezept. Der Titel ist zweisprachig, sowohl deutsch wie auch dänisch. Bei den Zutaten stehen keine Grammzahlen oder Angaben, für wie viele Leute es gedacht ist. Man muss also selbst abschätzen, wie viele Brote man machen möchte und wie viele Zutaten man dafür braucht. Ab und an hätte ich mir Angaben gewünscht. Wie viele Eier brauche ich für ein Rührei, sodass alles auf eine Scheibe Brot passt? Wie viel Gramm Nordseekrabben soll ich einkaufen? Oder wie viel Hering? Andererseits kann sich natürlich jeder die Brote so voll packen, wie er möchte (es sollte nur beim Essen nicht herunterfallen). Oft werden die Rezeptseiten auch durch Fotos ergänzt. Ein Schiff, geschnittenes Brot, frischer Spargel, rohe Eier, eine Kiste Fisch. 
Im Anschluss an die Rezepte gibt es ein Inhaltsverzeichnis in alphabetischer Reihenfolge. Insgesamt ist Smörrebröd sehr ansprechend gestaltet, besonders die Fotos stechen hervor. 


~*~ ~*~ ~*~ Rezepte ~*~ ~*~ ~*~



Ausprobiert habe ich zwei Kreationen: Roastbeef mit Remoulade und Röstzwiebeln (12) und Nordseekrabben und Ei (22). Die Brote schmecken wahnsinnig lecker, der Zeitaufwand lohnt sich also. Leicht zu essen sind sie aber nicht, vor allem beim Krabbenbrot fiel immer die Hälfte auf den Teller. Als Partybrot würde ich dann eher zum Roastbeefbrot greifen, das ist für Gäste leichter zu essen. Das künstlerische Anrichten muss ich in jedem Fall noch üben.


 

 

~*~ ~*~ ~*~ Fazit ~*~ ~*~ ~*~



Ein kleines aber feines Büchlein über das dänische Smörrebröd, das mich gelehrt hat, das klassische Butterbrot mehr zu schätzen, indem ich mit den Zutaten spiele - ein richtiges Smörrebröd schmeckt einfach viel besser als ein langweiliges Kösebrötchen. 



3,5 von 5 Punkten

Cover 1/2 Punkt, Aufmachung 1 Punkt, Vielfalt 1 Punkt, Rezepte 1/2 Punkte, Preis-Leistung 1/2 Punkt

~*~ Husum ~*~ 92 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-89876-741-5~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 9,95€ ~*~ 15 x 15 cm~*~ August 2014 ~*~




 

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