Samstag, 25. April 2015

WIE DIE FARBEN IN DIE WELT KAMEN - William Joyce & Christina Ellis

Quelle Lübbe


Zum Buch

 

Stellt euch eine Welt vor, in der es nur Zahlen gibt. Keine Buchstaben, keine Worte, keine Farben, nur Zahlen. Diese Welt ist sehr ordentlich, bis ins kleinste Detail durchstrukturiert, alles folgt einem geordneten Ablauf. Das Leben dort ist einfach, aber auch sehr grau und trist und langweilig. Alles ist nummeriert, auch das Essen, doch da gibt es nur zwei Möglichkeiten und beide sind klebrig und grau. Die Zahlen 1 bis 5, die schon lange befreundet sich, beschließen, dass sie etwas ändern müssen. Sie brauchten etwas anderes als Zahlen, etwas besseres. Sie probierten und experimentierten und viele Ideen verwarfen sie wieder bis - ja, bis sie plötzlich einen Buchstaben vor sich haben. Ein A. Die restlichen Buchstaben folgten beinahe wie von selbst, sie wollten geformt und geschaffen werden, bis das Alphabet vollständig war. Und plötzlich, mit dem letzten Buchstaben, formten sich Wörter und mit den Wörtern kam die Farbe...

Wie die Farben in die Welt kamen ist eine zauberhafte Geschichte, um das Alphabet zu lernen, und gleichzeitig eine Hommage an das geschriebene Wort. Eine Welt nur aus Zahlen ist langweilig, denn Zahlen können keine Geschichten erzählen. Und was wäre das für eine Welt, in der man sich keine Geschichten erzählt? Richtig, eine geordnete, graue, langweilige... Mit den Buchstaben kamen nicht nur die Farben und Worte, es kamen auch Namen und alles, wa sie zuvor nicht bennen konnten: Pizza und Spaß, zum Beispiel. 

Das Schöne an dem Buch ist, dass es den Kindern spielerisch das Alphabet beibringt. Sobald die Zahlen beginnen, Buchstaben zu formen, finden sich eine Handvoll davon auf jeder Doppelseite. Das A wird aus schwarzen Balken zusammengebaut; B bis F werden mit Laserkanonen aus Klötzen geschnitten; G bis K setzen sich durch Strom und Magnetismus zusammen; Lbis P kommen als lange Buchstabenwürste aus einer Presse und werden zurechtgeschnitten; Q bis U werden mit Saugnäpfen zusammengeführt; eine Maschine wie eine Autopresse setzte die Ober- und Unterteile von V bis Y zusammen und schließlich kommen sie beim letzten und gleichzeitig ersten farbigen Buchstaben an: Z. 

Es macht Spaß, die Buchstaben auf den Seiten zu entdecken, im Kopf zusammenzusetzen und zu entziffern und ist eine schöne Idee, gemeinsam mit Kindern das Alphabet zu lernen. Am Ende stehen noch einmal alle 26 farbigen Buchstaben zusammen. Na, wer kann das Alphabet schon vollständig aufsagen? 

William Joyce hat eine zauberhafte Geschichte erschaffen, die Groß und Klein begeistert. Eine schöne Spielerei: der transparente Coverumschlag zeigt die graue Zahlenwelt und wenn man ihn abnimmt, hat man ein farbbenfrohes Buchstabencover. 

Mein Bilderbuch Highlight im April!

 

~*~ Boje ~*~ 56 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-414-82413-4 ~*~ 14,99€ ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 16. April 2015 ~*~ ab 4 Jahren ~*~

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