Freitag, 26. Juni 2015

DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER - John Green

Quelle Penguin


Zum Buch

 

Eigentlich mag ich keine Bücher, in denen es um Protagonisten, die an Krebs leiden, geht, und wie sie mit ihrer verbleibenden Zeit umgehen. Im Rahmen meines Prüfungsthemas "Star-Crossed Lovers" war ich jedoch neben Romeo und Julia, Wuthering Heights, Othello und Pride and Prejudice auf der Suche nach moderner Literatur, die zum Thema passt. Neben Tabitha Suzumas Forbidden bot sich da auch John Greens The Fault in Our Stars an. Ich muss gestehen, dass meine Entscheidung vermutlich auch auf dieses Buch gefallen ist, weil es derzeit in den Medien so präsent ist, sicherlich hätte es noch viele andere Alternativen gegeben.

The Fault in Our Stars - oder zu Deutsch: Das Schicksal ist ein mieser Verräter - passt perfekt zu meinem Thema, war darüber hinaus aber auch ein lesenswertes Buch. Protagonistin Hazel ertählt die Geschichte auf ihre ganz eigene Weise und hat es geschafft, mich mitzureißen. Die Geschichte selbst war mir viel zu vorhersehbar, insbesondere der Turn und der Ausgang der Liebesgeschichte, dennoch hatte die Geschichte etwas an sich, die sie mich an einem Abend hat auslesen lassen. Es ist kein "Krebsbuch", wie John Green so schön sagt, sondern die tragische Liebesgeschichte zweier Teenager, deren Hinderniss in Form einer tödlichen Krankheit daherkommt, da soziale Hindernisse wie bei Romeo und Julia heutzutage nicht mehr funktionieren würden. Es geht um die erste große Liebe, ums Verlieben wider Willen, um das Verwirklichen von unmöglich geglaubten Träumen, um Abenteuer und das immer wiederkehrende Statement "Live your best life now". 

Ich weiß nicht, ob der Plot mir sonderlich lange im Gedächtnis bleiben wird und so ganz verstehen kann ich den Hype nicht, aber es ist eine rührende Geschichte. Einiges geht mir zu schnell und bei anderen Dingen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Vor allem über Isaac hätte ich gerne mehr erfahren, er bleibt leider recht blass, obwohl viel Potanzial in ihm steckt. 

The Fault in Our Stars ist eine tragische Teenie-Romanze, deren Erzählton zwischen ernst, dramatisch und humorvoll schwankt. Was sie so gut lesbar macht ist in meinen Augen Ich-Protagonistin Hazel und wie es ihr gelingt, nahtlos zwischen diesen Erzähltönen zu wechseln. Es ist bei Weitem nicht die emotionalste und tragischste Geschichte dieser Art, die ich gelesen habe, aber auf ihre eigene Art hat auch sie mich berührt. In meinen Augen ist The Fault in Our Stars durchschnittlich gut - aber mehr auch nicht.




 3 von 5 Punkten

Cover 1/2 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Penguin ~*~ 316 Seiten ~*~ ISBN: 978-0-141-34565-9 ~*~ Taschenbuch ~*~
£7,99 ~*~  


 

 

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