Sonntag, 5. Juli 2015

CLEAN EATING - Hannah Frey

Quelle Dort-Hagenhausen Verlag


Zum Buch



Bio-Zutaten, regionale Zutaten, hochwertige Zutaten, das ist der Stoff aus dem gute Gerichte gemacht sind, folgt man dem Motto des neuen Ernährungstrends Clean Eating. Diese Art der Ernährung soll zu einem besseren Körpergefühl, mehr Gesundheit und mehr Wohlbefinden führen. Die Grundidee finde ich toll und versuche ich ohnehin schon, seit einigen Jahren jeden Tag umzusetzen: keine Fertigkprodukte, stattdessen frische, natürliche Lebensmittel, bei denen man weiß, was drin ist. Immer geht's nicht, aber es fühlt sich einfach gut an. 

Quelle und Copyright: Dort-Hagenhausen / Hannah Frey
Andere Regeln des Clean Eating, wie etwa jeden Tag fünf kleine Mahlzeiten zu essen, lassen sich bei mir zuhause nicht umsetzen und da ich drei Mahlzeiten gewohnt bin, kommen mir fünf unwahrscheinlich viel voll. Beispielsweise verspüre ich zwischen Frühstück und Mittagessen nie das Bedürfnis nach einem Vormittagssnack (hier angesetzt zwischen 09:00 und 10:00 Uhr.) Ganz abgesehen davon, dass ich gar nicht die Zeit hätte, mich fünf Mal am Tag in die Küche zu stellen. Diese und andere Regeln werden aber in einem Vorwort ausführlich erklärt.

Die Rezepte sind in insgesamt vier Kapitel unterteilt:

  1. Frühstück
  2. Vorspeisen
  3. Hauptspeisen
  4. Desserts & Kuchen

Die Aufmachung bzw. die Gestaltung des Buches lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits sind einige Fotos dabei, die gut aussehen, die Appetit anregen und schön gestaltet sind. Andere Fotos wiederum gefallen mir weniger gut. Was mich aber eher stört, ist das Layout. Es hat für meinen Geschmack zu viel von einem Ratgeber, es wirkt irgendwie steril, erinnert mich teilweise an eine Apothekenzeitschrift oder ähnliches. Von der ganzen Aufmachung her wirkt es auf mich eher wie ein Ernährungsratgeber als ein Kochbuch. Natürlich ist es das auch zu einem gewissen grad, aber auf mich wirkt die Gestaltung einfach nicht rund. Es ist kein Kochbuch, in dem ich gerne blätter, dafür ist mir die Aufmachung zu eintönig und langweilig.

Quelle und Copyright: Dort-Hagenhausen / Hannah Frey

Was ich bei den Rezepten vermisst habe, sind Fleischrezepte. Natürlich zählen Hühner und Schweine aus Massentierhaltung bei den ganzen Medikamenten kaum noch zu "natürlichen Zutaten". Aber ich esse beispielsweise Wildschwein statt normales Schwein und beziehe dieses von einem befreundeten Jäger. Natürlicher kann Fleisch kaum sein, oder? Da in meiner Familie gerne Fleisch gegessen wird, ist Clean Eating kein Kochbuch, das ich täglich benutzen würde und leider sagen mir auch viele der vegetarischen Gerichte durch ihre Zusammenstellung nicht zu. Ich habe mich ziemlich schwer getan, Rezepte zu finden, die allen vieren aus meiner Familie schmecken könnten. 
Buntes Quinoa-Tabuleh mit Granatapfel (129), Porridge mit Quitten-Lebkuchen-Soße und Pistaziencrunch (64), Feigen-Ziegenkäse-Flammkuchen (136), Gefüllte Feigen mit Haselnuss-Schokoquark (149), Sellerieschnitzel in Kokosmantel mit Curry-Mango-Sauce (104), Zucchini-Pilaw mit Cranberries (120). Das ist mir alles etwas zu speziell. 

Die Grundidee des Clean Eating, also das Kochen mit natürlichen Zutaten, spricht mich sehr an, da ich es ohnehin bereits seit Jahren praktizieren. Oder zumindest so weit es möglich ist. Aber die rein vegetarischen Rezepte und die steril wirkende Aufmachung des Buches konnten mich leider nicht überzeugen.




2 von 5 Punkten

Cover 1/2 Punkt, Aufmachung 0 Punkte, Rezepte 1/2 Punkt, Vielfalt 0 Punkte, Preis-Leistung 1 Punkt

~*~ Dort-Hagenhausen Verlag ~*~ 168 Seiten ~*~ ISBN: 9783863620363 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 18,95€ ~*~ 18. März 2015 ~*~ 19,0 x 24,5 cm ~*~

 






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