Samstag, 19. Dezember 2015

DAS MUSEUM DER TIERE ~ Katie Scott (Illustrationen) & Jenny Broom (Text)

Quelle Prestel
 


Zum Buch

 

Museumsbesuche als Kind und mit Kindern oder auch als Erwachsene sind etwas Großartiges, aber leider hat man nicht immer Zeit für einen solchen Ausflug, oder das Geld für den Eintritt. Das Museum der Tiere kommt in Buchform daher, hat 24/7 geöffnet und kostet einen einmaligen Eintritt von 24,9€ (den Buchpreis). Man kann es besuchen, wann immer man möchte, kann sich die ganze Ausstellung oder nur Ausschnitte ansehen, kann bei einer Tierart hängen bleiben oder rasch hindurchgehen und sich einen Überblick verschaffen. Man kann die Infotäfelchen lesen oder lediglich die Tiere selbst bestaunen. Darunter Tiere, die man vielleicht noch nie gesehen hat. 

Quelle und Copyright: Prestel / Jenny Broom / Katie Scott
Das Museum der Tiere ist nach Spezies sortiert (Wirbellose, Fische. Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere) und beginnt mit dem faszinierenden Baum des Lebens, anhand dessen wir unsere direkten Verwandten in der Tierwelt finden und unsere Vorfahren bishin zum Wirbellosen zurückverfolgen können. Hier sehen wir, dass uns die Nagetiere näher stehen als die Reptilien und können sehen, wann sich entschieden hat, dass wir keune Vögel werden. Und hier sieht man voller Staunen, dass die Vögel aus den Reptilien entstande sind. Natürlich ist dieser Stammbaum des Lebens stark vereinfacht und zusammengefasst, aber das macht ihn nicht weniger faszinierend. 

In den einzelnen Kapiteln lernen wir beispielsweise, dass es viele Wiirbellose gibt, die aus unterschiedlichen Ästen des Baums des Lebens stammen, aber deshalb zu einer Gruppe zusammengefasst werden, weil sie genau eines gemeinsam haben: sie haben keine Wirbelsäule. Zu den Wirbellosen zählen aber nicht nur Schwämme und Nesseltiere (wie Quallen), sonder auch Kopffüßer wie die Krake. 

Quelle und Copyright: Prestel / Jenny Broom / Katie Scott
 Jede Familie und Unterfamilie wird zunächst kurz vorgestellt, darauf folgen Erklärungen zu den nummerierten Abbildungen. Die Tiere werden meist stichwortartig erläutert: Deutscher Name, lateinischer Name, Größe und Lebensraum oder sonstige besondere Merkmale. Besonders schön finde ich die auf alt gemachten Illustrationen und das strukturierte Papier, sowie das große Format und das Layout. Das ganze Buch ist einfach ein Hingucker und sowohl informativ wie wunderschön. Immer wieder könnte ich mir die Illustrationen ansehen. Riemenfisch, Mandarinfisch, gepunktete Wurzelmundqualle, Indische Sternschildkröte, Mondspinner, Göttervogel, eigentlicher Tüpfelkuskus, Riesenohrspringmaus, ... Diese Tiere sehen aus wie von einer anderen Welt, wie aus einem Fantasyroman, aber es gibt sie tatsächlich. 

Das Museum der Tiere ist einfach zauberhaft, großartig, wunderbar, besonders, atemberaubend. Ein Museum, das jeder einmal besucht haben sollte. Und wem der Eintritt zu teuer ist: voraussichtlich im März 2016 erscheint eine Paperbackausgabe für 12,99€.




~*~ Prestel ~*~ 112 Seiten ~*~ 57 farbige Abbildungen ~*~ ISBN: 978-3-7913-7177-1 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 24,99€ ~*~ Format 27 x 37 cm ~*~ Illustriert von Katie Scott ~*~ 29. September 2014 ~*~


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