Mittwoch, 2. Dezember 2015

LOCKVOGEL (5) - Jacques Berndorf

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Quelle Heyne

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Die schwarzen Taschenbuchausgaben der Eifelkrimis von Jacques Berndorf füllen bei mir Zuhause ein ganzes Regal. Lockvogel hätte ich beinahe übersehen, da es nicht nur eine gebundene Ausgabe ist, sondern auch bei einem anderen Verlag erschien (Heyne statt KBV). Bei weiteren Recherchen habe ich dann gesehen, dass auch schon Die Grenzgängerin und drei weitere Bände im Heyneverlag erschienen ist. Neues Format, neuer Verlag - neue Reihe? Sowohl Die Grenzgängerin wie nun auch Lockvogel sind nicht Teil der eifler Siggi Baumeister Reihe, sondern bilden eine neue Geschichte um die BND-Agenten Karl Müller und Svenja Takamoto. Der erste Band dieser anderen Reihe ist bereits 2007 im Heyne Verlag erschienen, bei Lockvogel handelt es sich um den fünften. 

Lockvogel wird vom Verlag als "Roman" betitelt, die Siggi Baumeister Geschichten sind für mich Krimis. Lockvogel ist dagegen eher eine Unterart des Thrillers, fast schon ein politischer Thriller, vermischt mit Agentenroman. Müller und Svenja agieren getrennt von einander in unterschiedlichen Fällen, doch beide beschäftigen sich mit Terrorismus. 

Ich denke, im Angesicht der aktuellen Geschehnisse in Paris, liest man diesen Thriller noch einmal mit anderen Augen, denn hier geht es um das Anwerben neuer potenzieller Attentäter. Mit diesem Anwerber beschäftigt sich Svenja und folgt einer Spur quer durch Hamburg. Ihr Partner Karl Müller ist dagegen im Jemen unterwegs, um einen Informanten aus den Händen der Amerikaner zu befreien. Das Spannende an diesem Roman - abgesehen vom Plot - ist das Gerücht, dass Jacques Berndorf über Insiderwissen der Geheimdiesnarbeit verfügt und einiges tatsächlich so oder so ähnlich ablaufen könnte oder vielleicht schon mal geschehen ist. Das macht aus dem Thriller mehr als nur Kopfkino, es ruft auch irgendwie ein beklemmendes Gefühl hervor. 

Obwohl es sich bei Lockvogel bereits um den fünften Band der BND-Reihe handelt, hatte ich nicht das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt. Hier und da vielleicht ein paar Kleinigkeiten die Figuren betreffend, aber grundsätzlich lässt sich der Roman auch prima als Einzelband lesen und verstehen, was ich sehr positiv finde. Diese Reihe ist auf jeden Fall anders als die Siggi Baumeister Bücher, die in der Eifel spielen, aber nicht schlechter. Die Grenzgängerin steht schon auf meiner Leseliste fürs nächste Jahr. 



5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Heyne ~*~ 352 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-453-26673-5 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 19,99€ ~*~ 23. November 2015 ~*~ 

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