Mittwoch, 23. Dezember 2015

SANCTUARY ~ LETZTE ZUFLUCHT - Andreas Kammel

Quelle Knaur


Zum Buch

 
  

Mitten in Afrika taucht wie aus dem Nichts ein kleiner, frei schwebender schwarzer Ball auf. Neugierig sticht ein Kind mit einem Stock hinein, welcher nicht nur in der Kugel stecken bleibt, sondern auch nach und nach von ihr verschluckt wird. Nicht, weil die Kugel ihn aufsaugt. Sondern weil sie immer größer wird. Erst wächst sie langsam, dann immer schneller, so schnell, dass Christopher, seine Freundin Max, die kleine Mtoto und der Einheimische Mhubiri nur knapp mit dem Leben davonkommen. Was die Kugel - die sich schnell zur Wand ausbreitet - einmal berührt hat, kommt nicht mehr von ihr los. Bald wird sie ganz Afrika verschluckt haben. 

Gleichzeitig entsteht mitten aus dem Nichts ein neuer Kontinent im Pazifik, bewohnt und voller Natur. Die Regierungsbeamtin Catherine ist wild entschlossen, diesen Kontinent zu erforschen und für ihr Land zu beanspruchen. Diese neue Quelle an Recourcen könnte die letzte Chance für die Menschheit sein. Wie hängen diese beiden Phännomene zusammen? Was hat sie ausgelöst?  

Sanctuary vermischt hier mehrere Genre. Die Flucht vor der schwarzen Wand ist spannend, actionreich, es ist Sci-Fi und Katastrophengeschichte in einem. Es ist ein explosives Kopf-Kino. Der andere Erzählstrang um Catherine Strive und den Kampf um Pacifica, den neuen Kontinent, geht eher in die Richtung politischer Thriller und ist auf ganz anderer Ebene spannend. In beiden Erzählsträngen aber geht es um die Frage nach der Menschlichkeit, darum, wie Menschen sich in bestimmten Situationen verhalten. Es geht um Egoismus, Machtkämpfe und Aufopferungsbereitschaft. Um das Recht des Stärkeren, um Unterdrückung, um Blindheit vor der Wahrheit, um Gleichgültigkeit anderen gegenüber. Kurz gesagt: um das Übel namens Menschheit. 

Einen solchhen Wälzer von über 800 Seiten konstant spannend zu halten ist nahezu unmöglich, wodurch die Längen in Sanctuary kaum verwunderbar sind. Doch obwohl der Roman durch eine tolle Idee und viel Spannnung überzeugt, hat mir etwas gefehlt. Das gewisse Etwas, der Funke, der überspringt. Der Thriller ist gut, keine Frage, aber ihm fehlt etwas, das aus gut großartig machen würde, aber was das ist, kann ich nicht bennen und vielleicht geht es auch nur mir so. 

 

 

4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ Knaur ~*~ 816 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-426-51524-2 ~*~ Paperback ~*~ 14,99€ ~*~ 1. Juli 2015 ~*~
 
 

Kommentare:

  1. Huhu!

    Das klingt sehr originell, mal ganz was Anderes! Das muss direkt mal auf die Wunschliste. :-)

    LG,
    Mikka

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. :) Vor allem über die Feiertage braucht man schließlich gutes Lesefutter :) Fröhliche Weihnachten!

      Löschen